Schwarz: Gruppenhaltung beschleunigt Strukturwandel

[12.09.2012]


gruppenhaltung_strukturwandel_bauernverband Werner Schwarz Mit Blick auf die EU-Richtlinie zur Schweinehaltung hat der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, vor einem beschleunigten Strukturwandel gewarnt. Bekanntlich sind ab 2013 EU-weit veränderte Spaltenbreiten beim Vollspaltenboden in der Schweinemast sowie die Pflicht zur Gruppenhaltung niedertragender Sauen vorgeschrieben. Die Vorgaben seien vor zehn Jahren gemacht worden und die Übergangsfristen wären in Ordnung gewesen, wenn die Schweinehalter in dieser Zeit genug Geld verdient hätten. „Das konnten jedoch viele kleinere Betriebe nicht“, stellte Schwarz fest. Daher werde die Umsetzung der Vorgaben einen Strukturwandel fördern, den gerade diejenigen nicht wollten, die diese Regelung gefordert hätten. „Betriebe, die in die Zukunft investiert haben, dürfen jetzt nicht benachteiligt werden“, betonte Schwarz. Es müsse klar werden, dass die Forderung nach immer mehr Auflagen nicht ohne gesellschaftliche Kosten zu erfüllen sei.

Der Verbandspräsident appellierte an die Politik auf allen Ebenen: „Macht nicht das Erhaltenswerte mit dem Wünschenswerten kaputt, zerstört nicht unsere bäuerliche Landwirtschaft, indem Emotionen Vorrang vor Fakten bekommen, gebt uns die Chance, mit unseren Pflanzen und Tieren unseren Lebensunterhalt zu verdienen.“ Freiwilligkeit sollte vor Gesetz gehen, Eigeninitiative vor Zwang, Vertrauen vor überbordender Kontrolle und vor allem Miteinander vor Gegeneinander, so Schwarz. (AgE)

Leserkommentare

3 Kommentar(e)
  • Struckturwandel

    [13.09.2012]

    Ein Satz ihr dummen Politiker reicht,dumm Dümmer am Dümmsten, aber billig,billiger am billigsten geht mit diesen überzogenen Forderungen halt doch nicht.

    von greinacher56

  • Wundert mich nicht!

    [13.09.2012]

    Ich hatte es im Forum erst letzte Woche wieder geschrieben, was ich schon seit wenigstens 5 Jahren schon sage: Ab einem gewissen Punkt im Strukturwandel wird auch der DBV auf die Bremse treten! Weil er es muss! Sonst hat der DBV den Strukturwandel immer begrüßt. Aber es war klar, dass er diese Entwicklung nicht ewig weiter wird gutheissen können, geschweige denn wollen. Denn andernfalls gibt es bald nicht mehr viele Bauern und unsere Akzeptanz in der Bevölkerung schwindet mit jedem Betrieb, der seine Tore schliesst. Schwarz war einst einer der größten Schweinehalter hierzulande. Mittlerweile wachsen andere Betriebe schneller als seiner, haben ihn schon weit überholt. Klar, dass er jetzt als DBV-Vize auf die Strukturwandelbremse tritt.

    von detmarkleensang

  • Was ist denn jetzt los?

    [12.09.2012]

    Angst vor dem Strukturwandel oder was? Hätte der DBV dieses Wort schon vor Jahren zum Unwort des Jahres gekürt, hätten wir heute noch eine intakte Landwirtschaft! „Macht nicht das Erhaltenswerte mit dem Wünschenswerten kaputt, zerstört nicht unsere bäuerliche Landwirtschaft, indem Emotionen Vorrang vor Fakten bekommen, gebt uns die Chance, mit unseren Pflanzen und Tieren unseren Lebensunterhalt zu verdienen.“ man staune über dieses Zitat! Nach den Milchbauern gehen nun auch die Sauenhalter unter er hat begriffen !!!!

    von Hardthof

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