Veredlungstag: Tierschutz Thema Nr. 1

[14.09.2012]


Peter Spandau Peter Spandau Beim gestrigen Veredlungstag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) stand das Thema Tierschutz im Mittelpunkt. Konkret ging es um die kürzlich von der Branche getroffene Zielsetzung zur Etablierung eines sektorweiten Tierwohl-Labels im Rahmen von QS. Peter Spandau von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen machte den gut 400 Zuhörern die Mehrkosten von mehr Tierwohl deutlich. Diese können laut Spandau je nach Höhe der zusätzlichen Tierschutzauflagen durchaus 15 bis 20 € je Schwein betragen. Dr. Ludger Breloh von der Rewe-Gruppe machte klar, dass ein neues Tierwohl-Label nur als Lösung für die gesamte Branche Sinn macht. Denn seiner Einschätzung nach wird es ohnehin sehr schwer, höhere Tierwohl-Kosten an den Verbraucher weiterzugeben.

Heinrich Dierkes, Vorsitzender der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands betonte, dass die Mehrkosten und Investitionsrisiken erhöhter Tierschutz-Standards auf keinen Fall auf die Landwirte abgewälzt werden dürfen. Denn selbst bei den aktuell hohen Schlachterlösen seien die Vollkosten in vielen Betrieben nur knapp gedeckt. Das sieht auch Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer der QS-GmbH, so. Nienhoff machte auch deutlich, dass die Vertreter aus Lebensmittelhandel, Schlachtbranche und grüner Seite noch weiter zusammenrücken und Kompromissbereitschaft zeigen müssen, um das Ziel eines gemeinsamen Tierwohl-Labels zu erreichen.

Leserkommentare

2 Kommentar(e)
  • Jetzt

    [15.09.2012]

    Die Schlachtbranche Genau da ist der Ansatzpunkt! Seit Jahren wird ein aufwaendig erzeugtes Produkt von Der roten Seite vermarktet. Hab ich nie verstanden . Diese Vorgehensweise hab ich aber auch nie anders gekannt . Erster Ansatzpunkt ist ganz einfach diese roten Seite als Dienstleister zu betrachten. Natuerlich brauchen wir die Beziehungen dieser Branche da diese im Absatz gute Arbeit geleistet hat. Im Mengenabsatz versteht sich ...

    von jschulzep

  • Heuchelei

    [15.09.2012]

    Hier wird doch wieder geheuchelt dass die Balken sich biegen. Die Bauern produzieren idR ein homognes Produkt und die Marktmacht steht auf der ASbnehmerseite. Wer wirklich glaubt, dass die Mehrkosten beim Landwirt ausgeglichen werden, der ist entweder sehr gläubig oder hat keine Ahnung.

    von landfuerst

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