[15.01.2009]
Bis zum Jahr 2020 ist mindestens von einer Halbierung der Zahl sauenhaltender Betriebe auszugehen. Dies erklärte Peter Spandau, Leiter des Baureferates der Landwirtschaftskammer NRW auf der DLG-Wintertagung in Berlin. Die Bestandszahlen verändern sich laut Spandau zukünftig zwar nicht gravierend, aber die Zahl der Unternehmer werde sich deutlich reduzieren. Für die Ferkelerzeugung erwartet er, dass der Strukturwandel der letzten Jahre ungebremst voranschreiten wird. Betriebe mit weniger als 200 Sauen werden seiner Meinung nach hauptsächlich wegen sinkender Vermarktungsmöglichkeiten von kleinen Ferkelpartien aus der Produktion ausscheiden. Da in dieser Gruppe derzeit der größte Teil der Ferkelerzeuger zu finden sei, werde das Ausscheiden dieser Betriebe einen enormen Struktureffekt haben. Betriebe, die heute zwischen 200 und 400 Sauen halten, würden bis 2020 entweder Bestandsgrößen zwischen 600 und 1 000 Sauen führen, oder sie würden im geschlossenen System zwischen 4 000 und 8 000 Mastschweine pro Jahr produzieren. In den Veredlungshochburgen sowohl in Nordwest- wie auch in Süddeutschland müsse, aufgrund der hohen Flächenkosten weiterhin auf das spezialisierte Wachstum in der Ferkelerzeugung gesetzt werden. In den extensiveren Regionen mit mittlerer bis guter Flächenverfügbarkeit hätten Ferkelerzeuger gute Chancen, statt der Spezialisierung ins geschlossene System einsteigen zu können. In der Schweinemast werde sich der Strukturwandel deutlich langsamer vollziehen. Spezialisierte Mäster im Haupterwerb werden seiner Meinung nach im Jahr 2020 zwischen 2 000 und 3 000 Mastplätze bewirtschaften.
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