Tierschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe
[31.01.2012]
Auf der IGW in Berlin fanden zahlreiche Diskussionsrunden statt.
Die Zukunft der Nutztierhaltung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der alle für alle verantwortlich sind. Verbraucher müssen sich ebenso wie die Landwirte über die zukünftigen Wege gemeinsam verständigen. Diese Auffassung hat der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, Ralf Meister, auf der Podiumsdiskussion des Landkirchentages zum Thema „Moderne Tierhaltung - Tiere als Mitgeschöpfe zwischen Wertschöpfung und Wertschätzung“ vertreten, welche auf dem ErlebnisBauernhof im Rahmen der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin ausgerichtet wurde.
Der Politik kommt aus Sicht von Meister dabei die Schlüsselrolle zu. Bei der Frage zur Sicht auf die Nutztierhaltung bekannte sich die Präsidentin des Rheinischen Landfrauenverbandes, Margret Vosseler, klar zur modernen Nutztierhaltung. Diese könne sie als verantwortungsvolle Tierhalterin gut vertreten. Zugleich beklagte sie, dass vielen der Bezug zur Landwirtschaft und elementares Wissen über Ernährung und Landwirtschaft fehle.
Meister zufolge gehört die „Romantik in der Landwirtschaft“ der Vergangenheit an. Die Verantwortung der Landwirte sei hoch, betonte der Landesbischof. Kritisch sah Dr. Christian Sürie von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) hingegen den gestiegenen Druck auf die Mäster und die Mastzeiten. Vosseler erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Einstellung zum Nutztier den Verbrauchern wieder näher gebracht werden müsse. Viele würden Nutztiere mit ihren Haustieren vergleichen. (AgE)
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