[29.05.2012]
Uwe Tillmann
Die niederländische Vion Food Group hat 2011 vor allem wegen hoher Rohstoffkosten Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Wie der genossenschaftlich organisierte Fleischkonzern mitteilte, belief sich das operative Ergebnis auf knapp 76 Mio. €; das waren 58 % weniger als im Vorjahr. Vion-Geschäftsführer Uwe Tillmann begründete diese „enttäuschende” Entwicklung mit besonders hohen Einkaufspreisen für Schweine, Rinder und Rohwaren. Der Konzern weist in seinem aktuellen Geschäftsbericht eine Erhöhung der Gesamtkosten um 724 Mio. € auf 9,41 Mrd. € aus; allein der Ausgabeposten Rohwaren und Verbrauchsgüter verzeichnete ein Plus von 634 Mio. € auf 6,4 Mrd. €. Tillmann zufolge konnten die höheren Preise im Rohstoffeinkauf nicht an die Verbraucher weitergereicht werden, weil diese aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Kaufzurückhaltung übten.
Den höheren Kosten stand ein Umsatzplus von 619 Mio. € auf 9,49 Mrd. € gegenüber. Wichtigster Absatzmarkt des international aktiven Unternehmens war wie im Vorjahr Deutschland. Die Plätze zwei und drei belegten Großbritannien und die Niederlande. Für das laufende Jahr rechnet die Konzernleitung mit weiterhin stark schwankenden Einkaufspreisen für Schlachttiere. Vor diesem Hintergrund sollen Innovationen, Kostensenkungen und die Optimierung der betrieblichen Prozesse zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen. (AgE)
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