[18.05.2012]
John Dalli
EU-Gesundheitskommissar John Dalli hat vor dem Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments bekräftigt, im nächsten Jahr einen Rechtsvorschlag für den Umgang mit der Klontechnik bei Nutztieren auf den Weg zu bringen. Der Versuch einer früheren Regelung des Themas im Rahmen der Novelle über neuartige Lebensmittel scheiterte bekanntlich am Widerstand des Hohen Hauses.
Der Deutsche Bauernverband (DBV) nahm die Ankündigung zum Anlass, seine Skepsis gegenüber der Klontechnik zu unterstreichen. „Die deutsche Landwirtschaft braucht das Klonen von Tieren nicht“, betont DBV-Präsident Gerd Sonnleitner in Berlin. Eine leistungsstarke Fleisch- und Milchproduktion sei auch ohne Klontechnologie möglich. Dies zeigten ganz deutlich die hohen Effizienzsteigerungen in den vergangenen Jahren. Dennoch sollte die Technik in Europa nicht grundsätzlich verboten werden, mahnte Sonnleitner. Es gebe Fragen, die einer fundierten wissenschaftlichen Antwort bedürften, beispielsweise: „Kann Klontechnologie dabei helfen, Tierkrankheiten und Tierleiden zu vermeiden?“ oder „Inwieweit kann die Klontechnologie zum Artenerhalt beitragen?“
Der DBV-Präsident unterstrich, dass Tiere nicht unmittelbar für die Lebensmittelkette geklont würden und Verbraucher deshalb auch nicht befürchten müssten, auf ihren Tellern könne „Klonfleisch“ landen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass Fleisch und Milch von natürlichen Nachkommen geklonter Zuchttiere - das ist die wirtschaftlich interessante Anwendung der Technik - sich nach wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen nicht von konventionellen Lebensmitteln unterschieden. Rückverfolgbarkeitssysteme würden deshalb ins Leere laufen. Eine von manchen Seiten geforderte Kennzeichnung der Nachkommen sei mangels Überwachungsmöglichkeiten problematisch und zum Scheitern verurteilt. (AgE)
Das nächste Tagebuch ist gestartet. Power-Praktikantin Hanna Kettnacker berichtet vom Zuchtbetrieb Lorist in den Niederlanden. Tagebuch lesen...
Leserkommentare
Das bringt uns doch die "billige" 20.000 l Kuh!!!!
[20.05.2012]
Nun wenn man die billige Landwirtschaft will die zumindest dem Großbetrieb Geld bringt Einfach erlauben. Die Benachteiligten in Struktur oder von der Natur die sollen die Hungerleider hinter denen die "Großen"(sprich Bäuerliche Landwirte) sich verstecken können liefern. Das HA ist ja ein Ha egal ob bei Strukturen von 1,2 oder bei 12ha.Lieber Folgards (DBV) das kann;s ja nicht sein. Aber da würde er ja "seine"Ausgleichzahlung redzuieren. Und das kann man ja von eiem "Reichen" nicht erwarten. Da wären ja alle Vorteile die die 3.000 ha großen Betriebe haben verschenkt. Denn sie bringen ja 40 Arbeiter Lohn und Brot(8€)durchschnitt.Und das bei400 Kühen 4000 Schweinen und eigen Werkstadt und Bauabteilung. Warlich,wahrlich ein (Wahr)liches Urteil
von elinge
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