Zukunftsfähige Veredlungsbetriebe müssen wachsen
[17.02.2012]
Prof. Dr. Ludwig Theuvsen
„Wer als Mäster in Zukunft wirtschaftlich arbeiten will, der muss eine bestimmte Betriebsgröße haben.“ Dies erklärte Agrarökonom Prof. Dr. Ludwig Theuvsen vergangene Woche in einem Vortrag zum Thema planerische Steuerung von Tierhaltungsanlagen im Rathaus in Damme. Wie die Oldenburger Volkszeitung berichtet, machte der Göttinger Hochschulprofessor deutlich, dass sich heutzutage nur in Größenordnungen von 3.000 und mehr Mastplätzen ausreichende Gewinne erwirtschaften lassen. Während ein Stallplatz in einem Gebäude für 1.000 Tiere rund 440 € koste, müsse ein Landwirt für einen Betrieb mit 3.000 Tierplätzen nur rund 370 € zahlen. Zur Entschärfung von Nachbarschaftskonflikten müssten zudem viele Landwirte Filteranlagen zur Reinigung der Luft einbauen. Diese rechneten sich aber nur für große Betriebe, so Theuvsen. Zu Bedenken gab er auch, dass eine Branche, die nicht wachsen dürfe, Auswirkungen für die vor- und nachgelagerte Industrie habe. (mk)
Leserkommentare
Der zerstreute Professor!
[20.02.2012]
Wenn ich dem in die Augen schaue frage ich mich ob der sein Leben auch bis auf den letzten cent durchkalkuliert hat. Und Sex gibts auch nur einmal pro Woche am Samstag Abend - weil alles andere wäre nicht wirtschaftlich. Tragisch wenn so eindimensional denkende Menschen auf unsere Kinder losgelassen werden.
von hirschfarm
Bestes Beispiel Nestle
[20.02.2012]
Wegen zu geringer Renditen wurde die Marken Bärenmarke abgegeben. Und wer hat sie sich geholt? Na eine große deu7tsche Molkereigenossenschaft, deren Mitglieder nun wegen dieser Fehlinvestition mit schlechtesten Milchpreisen kämpfen müssen! Nestle freut sich!, Die Bauern dachten wohl, geringe Rendite ist besser als gar keine...
von Realist79
Unternehmertum
[19.02.2012]
Ich wundere mich immer wieder, mit welch geringen Rendite-Erwartungen in der Landwirtschaft investiert wird.In der Industrie muß sich eine Investition in 7 Jahren rechnen, ansonsten ist eine Investition nicht zu empfehlen, erklärte mir kürzlich ein Fachberater für Existenz-Gründer. Gruß Solarer
von solarer
@caddy 44
[19.02.2012]
Du hast recht, aber das Problem sind die Berater , Banker und all zu optimisitische Betriebsleiter. Alle kalkulieren Investitionen mit Leistungen im oberen und nicht im durchschnittlichen betriebswirtschaftlichen Bereich! Denn wer durchschnittlich ist, und das sind ja 50 % aller, kann in der Regel keine Investition rechtfertigen! Wie aknn man denn Investitionen mit 15 @ Stundenlohn für den Betriebsleiter kalkulieren, sollten sich die Berater mal fragen lassen, auch die Redakteure von top agrar......!!
von landfuerst
Es gibt auch ein Leben vorm Tod
[17.02.2012]
Wir hatten uns Anfang 2010 dazu entschlossen im selben Jahr unseren Betrieb zu verpachten. Bei weit über 1000 Euro (ganz weit drüber)pro Hektar Pacht und ein ebenso großes Gerangel um die Mastplätze ,viel es uns nicht schwer diesen Schritt zu tun. Ich bin jetzt in der freien Wirtschaft tätig,die Betonung liegt auf "frei"!! Wenn man diesen Leuten erklärt wie der "wachsende Landwirt" denkt,das man nur überleben kann,wenn man in einen gesättigten Markt, der von 3 großen Fleischmafiakonzernen beherrscht wird noch mehr Schweine produzieren muß,erntet man milde ausgedrückt ein Kopfschütteln!!! Die ziehen den Bauern doch bei lebendigem Leibe das Fell über die Ohren, und die merkens nicht mal. Gruß EX Bauer
von caddy44
Es gibt auch ein Leben vorm Tod
[17.02.2012]
von caddy44
Theorie und Praxis!?
[17.02.2012]
Dieser Professor hat null Ahnung von der Realität im Bereich Schweinemast!!. Er sollte sich doch mal genauer mit den wirtschaftlichen Verhältnisen befassen und auch die schwachen Wirtschaftsjahre mit in seine Kalkulation fliessen lassen. Solche Aussagen sind mal wieder total daneben!. Unsere Junglandwirte werden durch diese sog. Professoren auf die Landwirtschaft losgelassen und wundern sich dann, dass alles anders ist!! H.B.M
von bigpig
Agrarökonomie in Göttingen?
[17.02.2012]
Aufgrund solcher Aussagen sollte man seinen Nachwuchs besser nicht in Göttingen studieren lassen!
von schwen
Bleibt wohl keine Alternative !!??
[17.02.2012]
Wenn man politisch weiter verhindert , das die Erzeugung von Lebensmitteln nicht einer Teuerrungsrate in Höhe der jährlichen Inflation angepasst wird! Aber auch dieser Weg ist irgendwann zu Ende, lieber Herr Professor. Man kann auf die Dauer nicht vor der Teuerrungsrate weglaufen ! Auch nicht durch Wachstum . Wir Landwirte sorgen damit nur dafür , das die Produktion der Lebensmittel, immer mehr in die Hände von Banken, Molkereien, Fleischkonzernen und Agrarkonzernen etc gelangt. Augen auf , liebe Berufskollegen. Und Schluß mit dem Selbstbetrug, dem wir alle unterliegen, weil uns Leute wie der Herr Prof. den Weg so vorgeben wollen .
von torti
Eigenkapital bilden!
[17.02.2012]
Viel wichtiger als blindes Wachstum sollte sein, dass sich die Betriebe vieleicht mal etas mehr auf Eigenkapitalbildung konzentrieren als auf noch größere verschuldung. Ob ich nun 20000 Zinsen jedes Jahr bezahlen muss, oder sogar noch Zinsen von Liquiditätsreserven bekommen ist ein gewaltiger unterschied. Da können die Lebenshaltungskosten zum teil schon von gedeckt werden.....
von a1260963
Bleibt wohl keine Alternative !!??
[17.02.2012]
von torti
Endzeit
[17.02.2012]
centbeträge als Gewinn bei einer Sau mit mehr als 100kg! Und dann labert der Prof von Zukunftsbetrieben, und Wachstum. Wie wärs mit aufhören?
von Realist79
Binsenweisheit
[17.02.2012]
Manchmal ist weniger mehr Herr Professor. Jüngst geschehen bei Müller Brot. Die Bankenkonzentration mit ihren Nachteilen und Pleiten ist scheinbar vergessen? Die Fusionen im Milchsektor scheinen ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei zu sein? Wo wollen Sie denn hin Herr Prof., wenn die Nahrungsmittel zur Ramschware degradiert werden? Immer mehr und immer billiger, das ist bestimmt nicht die Lösung. Wir haben scheinbar nichts gelernt, was Nachhaltigkeit, Ökologie, Wertschöpfung und regionalität anbelangt. Mit diesen Ansätzen sollten sich diese Professoren endlich einmal beschäftigen, die uns immer wieder eintrichtern wollen, wo die Reise hingeht......
von beernhof
Wann endlich...
[17.02.2012]
...werden Professoren nach Qualität und weniger nach Quantität bezahlt?????
von alorie
ab3000 Mp
[17.02.2012]
Son Quatsch ......
von jschulzep
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