Unbemannter Spritzhubschrauber soll Steillagenweinbau unterstützen

[11.08.2012]


Kleinhubschrauber Kleinhubschrauber Um Pflanzenschutzmittel im Steillagenweinbau zielgenau mit einem unbemannten Kleinhubschrauber ausbringen zu können, ist jetzt ein Forschungsprojekt gestartet worden, das vom Bundeslandwirtschaftsministerium finanziert wird. Damit der Weinbau in schwer zu bewirtschaftenden Lagen weiterhin Zukunft habe, brauchten die Erzeuger neue Entwicklungen und Technologien, die den wirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen der heutigen Zeit gerecht würden, erklärte Staatssekretär Peter Bleser kürzlich in Bernkastel-Kues bei der Übergabe der Förderbescheide in Höhe von 800 000 Euro.

Nach Blesers Worten bringen Steillagen nicht nur sehr gute Weine hervor, sondern sind auch Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Sie prägten die einzigartige Kulturlandschaft entlang deutscher Flüsse und trügen maßgeblich zur touristischen Attraktivität der Regionen bei.

Staatssekretär Dr. Thomas Griese vom rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium zeigte sich erfreut darüber, dass der erste unbemannte Spritzhubschrauber für den Weinbau in Rheinland-Pfalz entwickelt wird. Laut Griese begann die Entwicklung einer „Weinbaudrohne“ bereits im letzten Jahr am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel in Bernkastel-Kues mit einem Pilotprojekt. Der Spritzhubschrauber ohne Pilot könne auch kleine Rebflächen und schwer zugängliche Steillagenweinberge präzise abfliegen, werde tiefer fliegen und so weniger Spritzmittel verwehen als ein großer Hubschrauber, so Griese.

Hinzu kämen Vorteile beim Treibstoffverbrauch, weniger Lärmbelastung und eine geringere Unfallgefahr. Das werde den Pflanzenschutz im Steillagenweinbau verändern. Ein erstes vom Boden aus gesteuertes Modell wurde nach Angaben von Griese bereits in einem Pilotprojekt erfolgreich getestet. Nun werde ein Prototyp entwickelt, der mit hochpräzisen Steuerungssystemen ausgestattet sei und mit Hilfe eines Autopiloten selbstständig fliege. (AgE)

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