Studie

Bund will Honorierungssystem für gesellschaftliche Leistungen des Ökolandbaus

Nach einer aktuellen Metastudie, die auf der Auswertung vorliegender wissenschaftlicher Literatur beruht, ist der Ökolandbau im Hinblick auf seine Umweltwirkungen günstiger zu beurteilen als die konventionelle Bewirtschaftung. Kein klares Bild ergibt sich hingegen bei den Tierwohlleistungen.

Positiv wertet das Bundeslandwirtschaftsministerium die von ihm in Auftrag gegebene Thünen-Studie zu den „Leistungen des ökologischen Landbaus für Umwelt und Gesellschaft“, die vergangene Woche im Ernährungsausschuss des Bundestages beraten wurde.

Nach Einschätzung des Agrarressorts handelt es sich dabei um die „umfangreichste Analyse, die jemals zu diesem Thema vorgelegt wurde“. Das Ressort sieht sich grundsätzlich in seinem Ansatz bestätigt, den Ökolandbau weiter zu fördern und auszubauen. Die Studie stelle eine wichtige Grundlage für die Entwicklung eines Honorierungssystems dar, wie sie in der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau (ZöL) vereinbart worden sei.

Gewürdigt wurde die Thünen-Studie auch von den Grünen. „Biolandwirtschaft hat enorme Vorteile für die Allgemeinheit“, so die Bundestagsabgeordneten Friedrich Ostendorff und Harald Ebner anlässlich der Ausschussberatung. Ökolandbau weise den Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft insgesamt. Das müsse auch bei der Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) berücksichtigt werden.

Auf nationaler Ebene müsse die Bundesregierung zügig konkrete, schnell umsetzbare Maßnahmen vorlegen, „um das riesige Ökopotential und die Agrarwende einzuleiten“. Dazu zähle ein Ausbau der Ökoforschung.

Die umfangreiche Analyse unter Federführung des Thünen-Instituts, an der Wissenschaftler aus acht deutschen Forschungsinstituten beteiligt waren, bescheinigt dem ökologischen Landbaus deutliche Vorteile bei der Erbringung gesellschaftlicher Leistungen. Nach der sogenannten Metastudie, die auf der Auswertung vorliegender wissenschaftlicher Literatur beruht, ist der Ökolandbau im Hinblick auf seine Umweltwirkungen günstiger zu beurteilen als die konventionelle Bewirtschaftung. Kein klares Bild ergibt sich hingegen bei den Tierwohlleistungen.

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Gerner

So ein Quatsch. So langsam platzt einem der Kragen vor lauter Verdrehung der Tatsachen.

Wenn im ganzen betrachtet an die Materie herangegangen wird, kann das Ergebnis nur gegenteilig lauten. Beispiel Effizienz: Braucht es pro ha Bioanbau etwas mehr Diesel als bei Konventionell, und ist der Bioertrag nur die Hälfte, so wird für die Tonne Weizen mehr als doppelt so viel Diesel eingesetzt. Frage: Was ist also das bessere System??? Beispiel Insekten: Klar glaubt der Laie aus der Stadt, biologisch bedeutet, "einfach nur auf Spritzen und düngen zu verzichten" und dann wird schon ein Haufen Zeug blühen, das die Insekten ernährt. Die Realität sieht anders aus: Um die Flächen bewirtschaftbar zu halten, werden Unkräuter durch intensive Bodenbearbeitung(==>Erosion), mehrfaches Striegeln(==>Gnadenstoß für Bodenbrüter) usw. in Schach gehalten. Dazu kommt, dass "schwierige" Flächen für mehrere Jahre mit Kleegras saniert werden, das dann immer vor dem Aussamen von Unkräutern und vor allem Ungräsern gemäht wird. Da blüht dann auch so gut wie nichts. Wichtige Blühkulturen wie der Raps, der den Honigbienen, Wildbienen und anderen Bestäuberinsekten mit Abstand am meisten Nektar/Honig bereitstellen, gibt es im Bioanbau nicht, weil es schlicht nicht funktioniert, Körner zu ernten, wenn keine Schoten gebildet wurden, weil die Schädlinge die Blüten vernichtet haben. Die hochgelobten mehrjährigen Blühflächen gibt es hauptsächlich bei konventionell und kaum bei biologisch wirtschaftenden Betrieben. Frage: Was ist also das bessere System??? Beispiel Klima: Jede Kuh scheidet Methan aus. Ob sie nun 5000 kg Milch fast nur aus Grundfutter oder 12000 kg ergänzt durch Kraftfutter gibt, die Methanmenge (Methan ist um ein vielfaches klimaschädlicher als CO²) pro Kuh bleibt aber beinahe konstant. Pro kg bzw im Laden Liter Milch ist Biomilch also klimaschädlicher. Frage: Was ist also das bessere System??? Beispiel Nährstoffausscheidungen: Tiere haben einen Erhaltungsbedarf. Dafür müssen sie eine gewisse Energie- und Nährstoffmenge fressen und scheiden dann wieder Nährstoffe aus. Müssen im Biobetrieb für die gleiche Menge Milch, Eier oder Fleisch wegen geringerer Leistung dann mehr Tiere gehalten werden, werden mehr Nährstoffe ausgeschieden. Die müssen dann wieder in den Nährstoffkreislauf zurück (=Gülle, Jauche, Mist ausbringen) und dabei entstehen Verluste (Ammoniak in die Luft, Nitrat ins Grundwasser). Frage: Was ist also das bessere System??? Beispiel Naturschutzflächen: Dank der produktiven Landwirtschaft können wir auch genug Nahrung produzieren, auch ohne die letzte Ecke Land zu beernten. Die bisherigen aus der Erzeugung genommenen Flächen sind also nur dank der allgemein intensiven Produktion überhaupt verfügbar. Gehen aber die Erträge massiv zurück, weil mehr (oder im Extrem alles) biologisch erzeugt wird, bleibt für Blühstreifen, Gewässerschutzstreifen, Magerrasen, spät geschnittene Blühwiesen, Naturschutzflächen usw. einfach kein Platz, dann müsste jede Fläche zur Produktion herangezogen werden, und trotzdem reicht es nicht hinten und nicht vorne, um alle Satt zu bekommen. Frage: Was ist also das bessere System??? Beispiel: Gifte im Produkt. Den konventionellen Produkten haftet der Ruf an, in ihnen stecke Gift, das dem Menschen schadet. Quatsch! Schon bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln wird hinreichend getestet, ob Risiken von den unverdünnten Mitteln ausgehen würden (Wenn ja, wirds verboten). Da die Mittel aber zigfach verdünnt, und lange vor der Ernte (teils ja sogar vor der Aussaat) der Kulturen angewendet werden, ist eine Beeinträchtigung völlig ausgeschlossen. Anders bei "natürlichen" Giften: Die Fusariengifte DON ZEA und weitere sind für Säugetiere incl. dem Menschen erwiesenermaßen ein riesen Problem (u. a. Fruchtbarkeit...). Während der konventionelle Landwirt im Bedarfsfall mit gezieltem Pflanzenschutz(natürlich immer in Verbindung mit ackerbaulichen Maßnahmen) gegensteuern kann, ist´s im Bioprodukt eben einfach drin. Mit begrenztem Erfolg wird im Bioanbau Pflanzenschutz mit Kupfer betrieben, das nachwieslich schädlich für den Menschen ist, aber im Bioanbau nicht geächtet wird, weil es halt als "natürlich vorkommendes Produkt" eingestuft ist (Anmerkung: auch Asbest ist ein "natürlich vorkommendes Produkt") Frage: Was ist also das bessere System??? Beispiel Ethik: Ich kann auf einem Feld von einem Hektar mit bewährter und ausgewogener Produktionstechnik 8 Tonnen Weizen, also bestes Nahrungsmittel erzeugen. Wäre ich Bio bekäme ich nur die Hälfte hin(ja, der reine Jahresertrag mag höher liegen, als 4 to, aber der Biobetrieb muss auch größere Anteile ertragsschwacher Kulturen oder gar nicht zur direkten Ernährung geeigneten Kulturen wie Kleegras in der Fruchtfolge mitnehmen als ich). Folglich werden weniger Menschen satt. Das ist ethisch nicht korrekt. Außerdem kann der Biobetrieb die entzogenen Nährstoffe dem Acker nicht oder kaum wieder zurückführen, betreibt also nicht nachhaltigen Raubbbau, der dazu führt, dass Generationen nach uns nicht mehr so fruchtbares Ackerland haben werden. Auch das ist ethisch nicht korrekt. Frage: Was ist also das bessere System??? Ich vermute, dass diese wichtigen Faktoren in der Metastudie allesamt wissentlich unter den Tisch gekehrt wurden. Man hat sich bestimmt wieder nur darauf beschränkt, dass Düngemittel und Pestizide ja ach so gefährlich sind und nur in die vorhandenen Studien geschaut, wo mehr oder weniger davon eingesetzt werden. Dazu hätte es weiß Gott keine teure Metastudie gebraucht. Ein bisschen Nachdenken hätte mehr gebracht. Nämlich die Erkenntnis: Bio ist nicht per se gut und Konventionell ist nicht per se schlecht. Hört auf, uns konventionelle Landwirte, und damit die mit Abstand besten Ernährer, Umweltschützer, Naturschützer, Landschaftsschützer, Klimaschützer, Bienenschützer... an den Pranger zu stellen!!!

von Ernst Storm

öko

Ökolandwirte verkaufen mit den erzeugten Produkten Mineralien die dem Boden entzogen worden sind.dieser Tatsache kann wohl kein gebildeter mensch widersprechen.wie werden diese in einem Ökobetrieb wieder ersetzt??? ernst Storm

von Johann Dechand

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=weniger Ertrag= mehr Nahrungsmittelimporte= mehr autoexporte. Und von den Boden Brütern spricht keiner nach dem hacken und striegeln. Ebenso wie Insekten und kleine Säugetiere

von Thomas Bröcker

Dess Brot ich, dess Lied ich sing !

Diese Studien sind allesamt von den Kostgängern der ÖKO- Landwirtschaft, nämlich den Öko-Landbau Abteilungen der Universitäten und Institute erfasst. Da dürfte In der Aufgabenstellung schon das Ergebnis festgeschrieben gewesen sein. Neutral geht anders !!

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