MV übertrifft seine Ziele im Ökolandbau

Mecklenburg-Vorpommern hat sein Ökolandbauziel für 2021 schon in diesem Jahr erreicht. Aktuell werden dort 11,4 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet.

Das in der Koalitionsvereinbarung der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern gestellte Ziel, im Jahr 2021 einen Umfang von 150.000 Hektar ökologisch bewirtschaftete Fläche zu erreichen, hat das Bundesland bereits 2018 erreicht. Seit dem 1. Januar 2018 hat das Land rund 13.200 Hektar Öko-Fläche hinzugewonnen (Stand 31.10.2018), berichtet das Agrarministerium in Schwerin. Damit werden in dem Bundesland etwa 152.700 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche ökologische bewirtschaftet. Dass entspricht einem Anteil von 11, 4 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche (1,3 Millionen Hektar) in MV.

„Das ist ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann und mit dem wir bundesweit an der Spitze mitspielen“, kommentierte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus die Entwicklung. Sein Haus unterstützt die ökologische Wirtschaftsweise infolge des vorzeitigen Erfolgs mit 30 Millionen Euro zusätzlich. Damit stehen in der aktuellen Förderperiode 195 Millionen Euro für den Ökolandbau zur Verfügung.

Zur kommenden EU-Agrarreform ab 2021 will Backhaus die Ökolandbauförderung verändert sehen. „Wir sehen den Ökologischen Landbau nicht mehr zwingend in der zweiten Säule der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik. Er ist längst nicht mehr nur eine Maßnahme zum Umwelt- und Klimaschutz, sondern ein fester Produktionsbereich“, so Backhaus. Damit sich der Ökolandbau weiter positiv entwickeln könne, brauche es planbare Rahmenbedingungen, die dem Branchenwachstum gerecht würden.

Das Land möchte verfügbare Landesflächen weiterhin vorrangig an ökologisch wirtschaftende Betriebe vergeben und damit einen wichtigen Beitrag für den Klima- und Umweltschutz leisten. „Der Öko-Landbau ist im besonderen Maße auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Er erhält und schont die natürlichen Ressourcen und hat positive Auswirkungen auf Tierwohl, Boden, Wasser, Luft und Arten. Zum ökologischen Wirtschaften gehört für mich aber auch ganz klar die regionale Verarbeitung und Vermarktung der Produkte“, erklärte Backhaus.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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