Saarland will 25 Prozent Ökolandbaufläche schaffen

Das Saarland will deutlich mehr Geld in die Förderung des Ökolandbaus stecken. Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil der Ökolandbaufläche von heute 16 auf 25 Prozent steigen. Die Förderung für die Umstellung soll es ab 2019 wieder geben.

In der neuen europäischen Förderperiode (ELER) 2021 bis 2027 sollten insgesamt rund 22,8 Millionen Euro in den Öko-Landbau investiert werden - mehr als doppelt so viel wie in der Vorgängerperiode, kündigte Umweltminister Reinhold Jost (SPD) laut der Deutschen Presseagentur (dpa) am Dienstag vor der Landespressekonferenz in Saarbrücken an.

Damit stärke das Land zugleich seinen Spitzenplatz als Bundesland mit dem höchsten Anteil an ökologisch bewirtschafteten Landwirtschaftsflächen. Während der Bundesdurchschnitt beim Öko-Anteil etwa 7 Prozent betrage, führe das Saarland die Statistik mit 16 Prozent an. „Das ist zum einen Grund zur Freude, aber auch kein Grund, sich auszuruhen“, zitiert die dpa Jost. Bis zum Jahr 2025 soll dieser Anteil auf gut 25 Prozent ausgebaut werden: von derzeit gut 12.000 Hektar um weitere 7.500 Hektar Zuwachs.

Nachdem in den vergangenen beiden Jahren nach einem unerwarteten Umsteller-Boom keine weiteren Betriebe in die Förderung aufgenommen wurden, können Landwirte, die auf Öko umstellen möchten, ab Mai 2019 wieder Förderanträge stellen. Bei der Vergabe der Förderung wolle man laut Jost nicht nach dem Windhund-Prinzip vorgehen, sondern nach einem Punktesystem. „Wir wollen mehr Klasse statt Masse“, betonte er. Es gehe nicht nur darum, Flächen ökologisch bewirtschaften zu lassen, sondern auch die Produkte seien entscheidend.

Der Minister zeigte sich überzeugt, dass der Öko-Landbau nicht nur der richtige Weg mit Blick auf Tierwohl, Landschaftsschutz und Artenvielfalt sei. „Es ist genauso eine Wertschätzung gegenüber den Landwirten und trägt dazu bei, der erhöhten Nachfrage nach Bio-Produkten ein Stück Rechnung zu tragen“, sagte Jost.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

Schreiben Sie Stefanie Awater-Esper eine Nachricht

Feinstaub-Kritik: "Schuldzuweisungen an die Landwirtschaft sind absurd"

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen