Biofach

STADTLANDBIO 2019: Mehr Bio, mehr Region, mehr Zukunft

Wie sich die Ernährung von Stadt- und Landbevölkerung in Zukunft entwickeln wird, gestalten unter anderem die verantwortlichen Akteure in den Kommunen im Rahmen ihrer Ernährungspolitik mit. Vertreter aus Kommunen, die sich für mehr Bio engagieren, versammeln sich einmal im Jahr zum Kongress STADTLANDBIO in Nürnberg.

Im Februar ist wieder Biofach (Bildquelle: Pressebild)

Am 14. und 15. Februar 2019 ist es wieder so weit. Dann lädt die NürnbergMesse parallel zur BIOFACH, Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel (13.-16. Februar 2019), bereits zum fünften Mal zu STADTLANDBIO ein. Der Kongress nimmt dann das Thema „Mehr Bio, mehr Region, mehr Zukunft – Ernährungswende durch Stadt-Land-Vernetzung“ in den Fokus.

Kongressteilnehmer können sich auf Workshops, Vorträge und weitere inspirierende Formate freuen, die von Bio-Branchenakteuren gestaltet werden. Auch 2019 ist der Austausch mit Vertretern aus Kommunal- und Bundespolitik, Unternehmen und Organisationen ebenso zentrales Anliegen des Programms wie zahlreiche Möglichkeiten, sich Anregungen zu holen, wie das Thema Bio in den einzelnen Kommunen vorangebracht werden kann.

Stadt-Land-Vernetzung

Gleich am ersten Tag rücken zwei Impulsvorträge sowie die anschließende Podiumsrunde die Stadt-Land-Vernetzung beziehungsweise den „Stadt-Land-Nexus“ ins Zentrum. Zum einen beleuchtet Stephanie Wunder, Raumplanerin, Ecologic Institut Berlin, „Regionale Ernährungssysteme und nachhaltige Landnutzung im Stadt-Land-Nexus“ und präsentiert die Ergebnisse eines Forschungsprojektes. Zum anderen gewährt Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin Metropolregion Nürnberg, Einblicke in die „Stadt-Land-Vernetzung in der Praxis“ am Beispiel der Metropolregion.

Im Anschluss diskutiert die Podiumsrunde wie eine „Ernährungswende durch Stadt-Land-Vernetzung“ gelingt. Auf dem Podium dann unter anderem: Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung Berlin, Dr. Torsten Mertins, Landkreistag, sowie Stephanie Wunder. Es moderiert: Dr. Tanja Busse.

Ernährungspolitik aktiv gestalten

Die Themen der Workshops im Rahmen des Kongresses STADTLANDBIO sind vielfältig. Sie reichen von Ernährungsräten als Ausdruck kraftvollen Bürgerengagements über Bio in der kommunalen Beschaffung, regionale Wertschöpfung, das Themenfeld Landwirtschaft, Ernährung und Ziele für Nachhaltige Entwicklung, die so genannten SDGs („Sustainable Development Goals“), bis hin zur EU Agrarpolitik und deren kommunaler Umsetzung.

Weitere Highlights des ersten Kongresstages: Das „Bürgermeistertreffen“ für Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte mit einem Impuls von Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, und moderiert von Dr. Peter Pluschke, Sprecher Netzwerk Bio-Städte, Referent für Umwelt und Gesundheit, Stadt Nürnberg sowie die Vorstellung von fünf ausgewählten Bio-Städten und –Regionen. Sie präsentieren Aktivitäten und Projekte rund um die Stadt-Land-Vernetzung, regionale Wertschöpfung und Wirtschaftsförderung.

Bio, fair und regional

Am zweiten Kongresstag rückt das Lebensmittelhandwerk in den Fokus und die Frage, inwiefern Bio, fair und regional für dieses neue Perspektiven und Chancen eröffnet. Im Dialogforum diskutiert wird dann mit Dr. Frank Thiedig, Geschäftsbereichsleiter EDEKA Minden-Hannover und Anke Kähler, Die Freien Bäcker e.V. Moderation: Tanja Busse.

Bevor es im Anschluss ans Dialogforum für die Kongressteilnehmer zu den BIOFACH-Erlebnisrundgängen geht, fasst Dr. Werner Ebert, NÜRNBERG DIE BIOMETROPOLE und Geschäftsführer Netzwerk Bio-Städte, die Ergebnisse des Kongresses zusammen. Zentrale Frage dabei: Die wesentlichen Schritte zu einer möglichen Ernährungswende.

Mehr unter www.stadtlandbio.de

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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