Ökofeldtage Frankenhausen

Teilmobile Schlachtung: Der Schlachter kommt zum Rind

Auf den Ökofeldtagen in Hessen stellt die „Operationelle Gruppe Extrawurst“ eine teilmobile Schlachteinheit aus.

Rinder zur Schlachtung per Kugelschuss auf der Weide zu töten, ist nur bei ganzjähriger Weidehaltung erlaubt. Doch wie lassen sich auch im Stall gehaltene Rinder im Einklang mit den EU-Vorschriften direkt auf dem Hof ohne Lebendtransport für die regionale Vermarktung schlachten?

Eine praxisfähige Lösung dafür präsentierte die „Operationelle Gruppe Extrawurst“ auf den gestern eröffneten Ökofeldtagen auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen. Das Konzept sieht vor, die Tiere in einem Fanggitter direkt auf der Weide zu töten, dann in einen speziellen Anhänger zu ziehen und sie dort ausbluten zu lassen. Anschließend bleibt eine Stunde Zeit, um das Tier in einen EU-zugelassenen Schlachthof zu bringen.

„Die teilmobile Schlachtung ermöglicht eine stressarme Schlachtung, verbesserte Fleischqualität und kann dazu beitragen, regionale Schlachtunternehmen zu erhalten,“ so Hans-Jürgen Müller vom Verband der Landwirte mit handwerklicher Fleischverarbeitung. Die Schlachteinheit und die Erstellung von Leitlinien zur teilmobilen Schlachtung wurden im Rahmen einer Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) entwickelt.

Informationen zu dem Wagen (Bildquelle: Harms)

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Artikel geschrieben von

Gesa Harms

Redakteurin Betriebsleitung

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Diskussionen zum Artikel

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von Paul Siewecke

das ist gefährlich...

eine Stunde ist schnell rum, da braucht nur irgendwo Stau sein oder es gibt Verzögerungen am Schlachthof bei der Annahme.... Ein Schlachtkörper ist sehr schnell verdorben!

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