DNA-Nachweis: Wolf übersprang Wolfschutzzaun

Wolfschutzzäune werden von Naturschützern und Politik als effektive Sicherungsmaßnahme gepriesen. Doch erneut hat es ein Wolf geschafft, sie zu überwinden und Schafe zu reißen.

Schafe auf einer Weide mit Standard-Euronetz (Symbolbild zeigt nicht geschilderten Fall) (Bildquelle: Kurt Michel / pixelio.de)

In Westerhorn im Kreis Pinneberg hat kürzlich ein Wolf innerhalb einer mit extra hohem Wolfschutzzaun gesicherten Weide Schafe gerissen. Im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein hat das Senckenberg-Institut nun nach einer DNA-Analyse zweifelsfrei festgestellt, dass es sich um einen Wolf gehandelt hat. Es ist damit der erste bekannte Fall im Land, bei dem ein Wolf einen solchen Schutzzaun überwunden hat.

Den Tierhalter trifft jedenfalls keine Schuld. Die Behörden haben bereits festgestellt, dass der 1.05 m hohe Zaun korrekt aufgestellt war. Presseberichten zufolge will das Umweltministerium aus dem Vorfall jedoch keine Konsequenzen ziehen. Man werde aber Modifizierungen am Zaun prüfen, um die Empfehlungen ggf. anzupassen.

Der NDR weist unterdessen darauf hin, dass ein Wolf als problematisch gilt, wenn er dieses Verhalten ein weiteres Mal an den Tag lege. Dann könne der Schäfer Antrag auf Abschuss des Tieres stellen, heißt es.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Markus Schieferstein

Wolf

Erst wenn das erste Kind zum Opfer geworden ist wird reagiert. Hoffentlich werden dann auch die Verantwortlichen gerecht bestraft.

von Reinhard Matzat

Wolf

Nur ein toter Wolf macht keinen Ärger

von Andreas Thiel

Kein Wolf

Keine Zäune.

von Alois Riedl

zwo fuffzig

Alles darunter ist Pillepalle! Selbst bei 2,5m wäre ich mir nicht sicher ob es (je nach Gelände) wirklich immer ausreicht.

von Paul Siewecke

1,05 Meter nennt man "Extrahoch"??? Die sollen mal im nächsten Zoo nachschauen, was man dort als Wolfsgehege benutzt....

von Christian Bothe

Wolf

Diese unsinnige ergebnislosen Diskussionen um den Wolf. Er muss wieder dezimiert werden unter Berücksichtigung der vor Ort Gegebenheiten der Nutztierhaltung.Alles andere ist kontraproduktiv und sinnlos.Der Staat muss handeln und das nicht aussitzen und den NGOs überlassen.

von Stefan Nieberg

Vor langer Zeit wussten die Leute wie es ging.

Wie ich in alten Hofunterlagen gelesen habe, hielten meine Vorfahren schon um 1650 so um die 600 Schafe, die wurden damals als Schutz vor dem Wolf nachts in Behelfsställe getrieben. Anders wird es auch heute nicht mehr gehen. Also richtig schützen und man hat keine Sorgen mehr.

von C. Schmidt

1,05m? Ist das korrekt? Da lacht sich jeder Wolf tot drüber. Ich denke unter 2m wird das nichts mit dauerhaftem Schutz und da alle Arten von Weidetieren geschützt werden müssen und das auf lange Sicht in ganz Deutschland kann sich jeder ausmahlen wie es hier bald in unserer Landschaft aussieht.

von Gerd Uken

Wann wird die Vernunft kommen

Das man dem Wolf so nicht einhalt Gebieten kann. Der Cuxhavener Wolf hat eine noch bessere Taktik. Gestern erst wurde in Holte ein Shettlandpony gerissen. Müssen die Pferdehalter demnächst auch Zäunen?

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