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Fachkräfteengpässe: Fleischverarbeiter gesucht

Bei den Stellen aus den Bereichen „Lebensmittel- und Genussmittelherstellung“ sowie „Maschinenbau- und Betriebstechnik“ sind weiterhin Plätze frei.

Auch Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft haben zunehmend Probleme bei der Besetzung offener Stellen. Laut der jüngsten Fachkräfteengpassanalyse, die die Bundesagentur für Arbeit jetzt vorgelegt hat, bestehen in der Berufsgruppe „Lebensmittel- und Genussmittelherstellung“ nun auch Engpässe in der Stellenbesetzung mit Fleischverarbeitern.

In der Berufsgruppe „Maschinenbau- und Betriebstechnik“ stehen weiterhin die Berufe in der Land- und Baumaschinentechnik auf der Liste.

Dem Bericht zufolge schlagen sich die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die hohe Fachkräftenachfrage in der Engpassanalyse nieder. Die Nürnberger Fachleute weisen generell darauf hin, dass sich bei Fachkräften im Vergleich zur vorherigen Engpassanalyse im Juni 2018 die Situation vor allem in Handwerks- und Bauberufen weiter angespannt habe. So seien Berufe in der Baustoff- und Kunststoffherstellung, in der Metallerzeugung und im Metallbau sowie bei Berufskraftfahrern im Güterverkehr neu hinzugekommen. Die durchschnittliche Vakanzzeit über alle Berufe hinweg - Helfer ausgenommen - sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um elf auf 113 Tage gestiegen.

Von einem umfassenden Fachkräftemangel in Deutschland könne aber dennoch nach wie vor nicht ausgegangen werden. Vielmehr zeigten sich in einigen Berufen und Regionen „spürbare Probleme“ bei der Besetzung offener Stellen. Laut der Analyse fehlt es etwa in Baden-Württemberg an Fachkräften im Verkauf von Lebensmitteln, während in Bayern Spezialisten für den Gartenbau gesucht werden. In der Arbeitsmarktforschung wird von Fachkräftemangel dann gesprochen, wenn es im Verhältnis zur Arbeitsnachfrage zu wenige passend qualifizierte Arbeitskräfte und zu wenige den Anforderungen entsprechend qualifizierte Arbeitskräfte gibt.

Attraktiver Arbeitgeber

Laut dem Hauptgeschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Dr. Henning Ehlers, ist der Fachkräftemangel auch für die Raiffeisen-Unternehmen ein Dauerthema. „Dabei sind gerade die Genossenschaften durch ihre fachliche Vielfalt attraktive Arbeitgeber“, betonte Ehlers gegenüber AGRA-EUROPE auf Anfrage. Das breite Jobangebot der Unternehmen reiche vom Betriebswirtschaftler über den Fachberater bis hin zum Lkw-Fahrer.

Wer bei einem Raiffeisen-Unternehmen arbeite, der bleibe, hob Ehlers hervor. Er wies darauf hin, dass die Fluktuationsquote bei den Raiffeisen-Unternehmen deutlich geringer sei als in anderen Branchen. Die Unternehmen steckten viel Energie in das Personalmarketing und Recruiting. Dabei komme gerade bei jungen werteorientierten Menschen die genossenschaftliche Unternehmenskultur „sehr gut“ an.

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Hausgemacht -

ist so manches Problem. Hausgemacht von der ganzen Gesellschaft, somit auch von Wirtschaft und Politik. Zum einen ist es in manchen Bereichen eine Frage der Bezahlung, so wahrscheinlich auch hier. Zum anderen ist es eine Frage der gesellschaftlichen Erwartungen und Vorstellungen. Seien wir doch ehrlich, wie war es den in den letzten Jahrzehnten? Da hieß es doch immer Ausbildung, Ausbildung und nochmals Ausbildung. Man mußte studiert haben um nicht als "doof" zu gelten. Galt und gilt den der Handwerker heute noch was? Müde belächelt von den "Studierten" haben diese eine Kultur der Überheblichkeit entwickelt die den Herrschaften jetzt auf die Füße zurückfällt. Denn nachdem jetzt ein jeder studiert, hat, fehlt es an denen die die "Drecksarbeit" machen sollen und das noch dazu zu einem Lohn der eher einer Beleidigung gleicht. Schließlich ist ja so eine Arbeit nur "Drecksarbeit" und somit nichts wert. Ergeht doch den Bauern auch nicht anders oder? Ich habe mir es erst heute früh durchgedacht. Das Volksbegehren das derzeit in Bayern läuft ist ja eine Frechheit schlechthin. 20 - 30 % Bioanteil in der Landwirtschaft wollen die Herrschaften erreichen. Dabei ergab eine Umfrage des Spiegels das nur 2 % an Biofleisch über die Ladentheke geht, obwohl sehr viel mehr der Kunden sagen sie würden gerne Fleisch aus artgerechter Haltung kaufen. Wo sind also all die "Bio-Kunden"? Hier haben wir aber das gleiche Spielchen wie bei einem Handwerker dem der Kunde vorschreibt wie und mit welchem Werkzeug dieser zu arbeiten hätte. Braucht der Handwerker dann aber 3 statt 2 Stunden will er ihm diesen Mehraufwand nicht bezahlen. Wie lange wird das der Handwerker wohl mitmachen? Der Fliesenleger aus Kehlheim hat ja schon seine Konsequenzen daraus gezogen. Auf dessen Webseite kann man jetzt lesen: "Audi-, Siemensingenieure, Doktoranden und Professoren brauchen gar nicht anfragen, diese werden nicht bedient." (http://www.schmiedl.net/ausschluss.htm)

von Jürgen U. Elke Dippel GbR

Die Politik hat doch 2 Mio. Facharbeiter ins Land geholt was ist den nun mit den ganzen Goldstücken

von Heinrich Albo

Die Leute aus dem

Hambacher Forst haben doch jetzt wieder Zeit genug.....Zum Arbeiten....

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