Reaktion

Feinstaubdebatte: Redaktion Monitor stellt sich der Diskussion Premium

Der Beitrag des Magazins „Monitor“, dass die Landwirtschaft für ca. 50.000 Feinstaubtote pro Jahr verantwortlich ist, hat vor allem in der Landwirtschaft hohe Wellen geschlagen. In einer Stellungnahme für top agrar online nimmt Monitor zu den Kritikpunkten Stellung.

Das Magazin „Monitor“ hatte Mitte Januar in einem Beitrag über die gesundheitlichen Auswirkungen von Feinstaub behauptet, dass die Landwirtschaft zu 45 % an den jährlich 120.000 Feinstaubtoten beteiligt sei. Dabei bezog sich die Redaktion vor allem auf eine bisher unveröffentlichte Studie des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie. Der Beitrag hat zu einer kontroversen Debatte im landwirtschaftlichen Berufstand geführt. In einer Stellungnahme die die Redaktion Monitor top agrar online zur Verfügung gestellt hat, bleibt das Magazin bei seiner bisherigen Position. Die Zahlen und Daten seien seriös recherchiert und durch mehrere Quellen gegengeprüft, argumentiert die Redaktion. Es geht Monitor nicht darum, „eine Berufsgruppe zu diskreditieren“. Es sei jedoch wissenschaftlich belegt, dass 95 % des Ammoniaks, das in die Umwelt gelangt, aus der Landwirtschaft stammte. Weil daraus sekundärer Feinstaub entstehe, trage die Landwirtschaft einen entscheidenden Anteil an der Entstehung des sekundären Feinstaubs (Anmerkungen der Red: Stellungnahme von Monitor im Wortlaut am Ende des Textes). Bauernverband bezweifelt die Ergebnisse DBV-Präsident Joachim Rukwied bezeichnete die Zahlen als „spekulative Hochrechnungen, die hochgradig unseriös“ seien. Die Präsidenten Westfälisch-Lippischen und des Rheinischen Bauernverbands, Johannes Röring und Bernhard Conzen, schrieben WDR-Intendant Tom Buhrow einen Protestbrief. Darin forderten sie, dass gerade der WDR als öffentlich-rechtliches Medium sich „mit seriösem Journalismus konstruktiv“ berichten und „auf Panikmache verzichten“ solle. Wissenschaftler unterschiedlicher Ansicht Unter Medizinern und Wissenschaftlern werden die gesundheitlichen Auswirkungen von Stickoxiden und Feinstaub in Konzentrationen, wie sie derzeit in Deutschland vorhanden sind, unterschiedlich bewertet. Eine Gruppe von Wissenschaftlern verschiedener deutscher Institute (meist Epidemiologen, unter anderem aus dem ...

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Dr. Ludger Schulze Pals

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Diskussionen zum Artikel

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von Jochen Böhrer

Offenbahrungseid

Die eigene Unseriosität hat Monitor hier gnadenlos offengelegt. Zitat: "In der Wissenschaft ist unumstritten, dass Ammoniak als Vorläufergas in der Luft mit anderen Gasen wie z.B. Stickoxiden und Schwefeldioxid reagiert und Feinstaub bildet." Also wäre mindestens ein weiteres NICHT aus der Landwirtschaft stammendes Gas beteiligt. Ohne dieses würde kein Feinstaub aus Ammoniak gebildet. Trotzdem wird die ganze Schuld der Landwirtschaft in die Schuhe geschoben. Daraus ist klar ersichtlich, dass es nur um Diskreditierung der Landwirtschaft ging. Um Verleumdung und böswilliges verächtlich machen.

von Marc Rollinger

Feinstaub im Hirn?

Manche an den Haaren herbei gezogene und kleinkarierte Berichterstattungen, die sich chemische Grundlagen zu Nutze macht, ohne globale Gesamtbetrachtung, sowie umfeldbeschränkte Studieninterpretationen mit Verweis auf hochrangige Professoren , lassen einen hohen Wert an fanatisch grün orientiertem Hirnstaub im Menschen vermuten...

von Michael Straubinger

Angriff auf die Landwirtschaft

Feinstaubbelastung, verschärfte Düngeverordnung, Kastrationsverbot oder das .Ende der Anbindehaltung z.B., all diese Angriffe auf die Landwirtschaft haben doch nur eines zum Ziel: Die Tierhaltung in Deutschland drastisch zu reduzieren ! Und dies alles ist politisch gewollt, denn unsere Industrieausfuhren müssen ja gut laufen! Da kann man doch im Gegenzug leicht Nahrungsmittel importieren! Unsere Politiker sind nur leider zu feige diese Tatsache zuzugeben!

von Peter Bitsch

Nur einmal ein kleines Rechenbeispiel, zur Widerlegung der Monitorthese

Die Deutsche Landwirtschaft soll für 45 % des Feinstaubs ursächlich sein. Wie soll das bitte möglich sein? In lediglich 5 Monaten im Jahr wird nur Gülle ausgebracht. Das bedeutet, wenn man eine Gesamtbeteiligung von 45 % im Jahr erreichen möchte, muß man in den 5 Monaten der möglichen Gülleausbringung schlappe 108% des Feinstaubs erbringen. Die Rechnung dahinter ist ein simpler Dreisatz: 45% x 12 Monate / 5 Monate = 108 % !!!!! Damit ist eigentlich ohne größeren Aufwand die völlig absurde These der Max-Planck-Studie von Monitor widerlegt. Es ist traurig, dass solche groben Fehler in einem renommierten Institut vorkommen und zeigt uns einmal mehr, dass hier fernab jeglichen Sachverstandes Stimmung gemacht wird. Und man sollte auch weiterhin dem Grundsatz treu bleiben: Traue nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast! Bitte gerne teilen, denn solchen Fakten kann man eigentlich nichts mehr entgegen setzen.

von Thorsten Holtmeier

Amoniak aus dem katalysator

Sehr interessante Studie, aber das ist ja auch kein Wunder Diesel Autos und Lkws werden mit adblue vollgepumpt um die neuesten Abgaswerte zu erfüllen und verteilen es im ganz Land, und alles wird schön der Landwirtschaft angekreidet.

von

1/3 des Feinstaubes einer deutschen Großstadt sind landwirtschaftlichen Ursprungs!

Liebes Monitorteam! Veröffentlicht bitte diese Studie, in der diese Behauptung aufgestellt wurde, mit all den Fakten, die diese unterstützen. Aus welchen Jahren stammt dies? Welche Großstädte wurden untersucht? Das erscheint mir so verallgemeinert, daß es allzu Unglaubwürdig erscheint. Unglaubwürdig ist sie auch, weil in den letzten Jahren nicht die Tierhaltung gestiegen ist, sondern der Straßenverkehr und Luftverkehr. DAS spielt sich größtenteils in den Ballungsgebieten und darüber ab. Davon kein Wort in Ihrem Beitrag. Leider fragen sie auch nicht einmal nach dem Hintergrund der Tierhaltung: Verbraucher wollen günstiges Fleisch überall und fast jederzeit kaufen und verzehren können. Darauf hin entwickelten Wissenschaftler entsprechende Haltungsformen, Schlachthöfe und Vertriebsformen. Politiker schaffen dann die rechtlichen Normen für die Ställe und Haltesysteme, etc. Landwirte nutzen dieses dann als Einkommensgrundlage und spezialisieren sich darauf. Aufgrund der geringen Marge und relativ niedrigen Erlöse für das Fleisch, wächst der Betrieb /Region, wenn er nicht aufgibt. Das nennt man Skalierungseffekte, Rationalisierung, Produktionsfortschritt, Kostenführerschaft, etc. Was Sie also anprangern ist letzten Endes unser aller Wirtschaftssystem !! Ein Lösung in diesem Thema wäre eigentlich nur FAIRE Preise für TIER und PFLANZENPRODUKTE und FLEISCHVERZICHT in der Gesellschaft! Und das geht dann die GANZE Gesellschaft etwas an. Dazu brauch man nämlich Aussenwirtschaftsschutz, sonst werden unsere Supermärkte von billigem Fleisch aus dem Ausland überschwemmt, der Konkurrenz ist unser FEINSTAUB nämlich EGAL!

von Friedhelm Weber

Sekundärer Feinstaub...

wird er jetzt genannt und dann zu Feinstaub verallgemeinert. Welchen Anteil an dem gesamten Feinstaub hat denn der Sekundäre und macht nur Dieser krank?

von Friedhelm Weber

Sekundärer Feinstaub...

wird er jetzt genannt und dann zu Feinstaub verallgemeinert. Welchen Anteil an dem gesamten Feinstaub hat denn der Sekundäre und macht nur Dieser krank?

von Wilhelm Grimm

Lebensverkürzende Feinstäube

trete vor allem und immer wieder bei Waldbränden in vielen Ländern dieser Welt sowie bei Vulkanausbrüchen statt. Einer dieser Ausbrüche in Indonesien führte zu den "Dunklen Sommern" 1816/17 auch in Deutschland, verbunden mit einer riesigen Hungersnot, vielen Toten und einer Massenauswanderung von Menschen nach Amerika. Ein geflügeltes Wort dieser Zeit hieß: "Lieber Sklave in Amerika als Bauer in Württemberg" ! Redakteur beim WDR müsste man sein.

von Wilhelm Grimm

Angst ist gut für`s Geschäft

und der kleine Redakteur liefert diese. Damit erfüllt er die Erwartungen der Redaktionsleitung und wird zum Dank mit Preisen geehrt. So macht man Stimmung in der Bevölkerung. Diese wird dann wöchentlich in Meinungsabfragen abgefragt und als Stimmungsbild verkauft. Anschließend schreiben alle voneinander ab und die Angst vor dem was man nicht kennt und nicht wissen kann, legt sich wie ein nebulöser Schleier über das Land. Die Hysterie ist gut für Vieles: Auflage, Journalistenpreise, Meinungsmache, Ablasshandel und Spendenbereitschaft. Überschrift: Der "Informierte Bürger".

von Volker Hahn

Was sagen Allergieexperten dazu?

Alle Allergieärzte verweisen darauf, dass Kinder, die auf dem Land in Dreck und Staub aufwachsen, ein besseres Immunsystem haben und vor allem weniger Allergien bekommen. Somit doch sicherlich eine höhere Chance auf eine längere Lebenserwartung? Tja,...……...sowas darf natürlich nicht berücksichtigt werden, weil dann...…..au weia,...... es könnte ja doch etwas komplizierter werden und die Schlagzeile wäre schon verloren, ehe sie geschrieben wäre. Was ist Journalist für ein schöner Beruf. Man muss sich für nichts verantworten, man hat immer das letzte Wort. Und auf alle Fälle gibt es doch morgen wieder eine neue Sau, die man durchs Dorf treiben kann. SChöne, traurige, Demokratiewirklichkeit.

von Willy Toft

Monitor könnte auch gleich das Leben hier in Deutschland hinterfragen!

Nach dem Motto, ich ziehe zum Nord- oder Südpol, dort gibt es hoffentlich keinen Feinstaub! Es so einseitig der Landwirtschaft anzukreiden, entbehrt jeder Grundlage. Wo Produktion, ob Nahrungsmittel, Energie, oder Industrieprodukte entstehen, fällt überall Feinstaub an. Der Verkehr, die verrottenden Pflanzenreste mit dem Pilz- Druck, oder die Sandstürme der Sahara, alles kommt als Feinstaub hier bei uns überall an. Das ist mir zu billig, wie sich ein Sender hier hinstellt, und eine Branche niedermacht!

von A.-Wolfram Schwarz

Eigentlich ein Wunder,...

...dass es bei der behaupteten Toxizität von Feinstaub noch Bauern gibt, die das Rentenalter erreichen. Die müssten ja gemäß der Studienergebnisse nach maximal 30 Lebensjahren wegen der Folgen der Feinstaubbelastung das Zeitliche segnen.

von A.-Wolfram Schwarz

Eigentlich ein Wunder,...

...dass es bei der behaupteten Toxizität von Feinstaub noch Bauern gibt, die das Rentenalter erreichen. Die müssten ja gemäß der Studienergebnisse nach maximal 30 Lebensjahren wegen der Folgen der Feinstaubbelastung das Zeitliche segnen.

von Martin Geissendörfer

Die Diskussionen der Überflussgesellschaft...

Hoffentlich kommt einer von diesen ganzen Spinnern mal drauf, dass in Deutschland ca. 80 Mio. Menschen nur Dank der Landwirtschaft ein hohes Alter erreichen...

von Norbert Schulze-Darphorn

Warum ist die Studie

Immer noch unveröffentlicht wenn das doch alles so klar ist. Wird das jetzt salonfähig Studien anzufangen und mit den Ergebnissen schon vor Beendigung bei den " Qualitätsmedien" unserer Zeit Haustieren zu gehen wie soll es dann noch Kritiker geben. Interessant wäre doch auch mal den Zeitpunkt der Veröffentlichung zu hinterfragen ist das Zufall daß es so kurz vor der grünen Woche stattgefunden hat wer hat das bestimmt und warum?

von Heinrich Albo

Ammoniak aus dem Katalysator

https://www.uni-bonn.de/die-universitaet/informationsquellen/presseinformationen/2005/463

von Wilhelm Grimm

Dieses Spiel des WDR ist so alt wie die Menschheit.

Unter den Wissenschaftlern gibt es sone und sone. Sone gibt es bei den "Wissenschaftlichen Beiräten" auch.

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