Grundwasser verschmutzt: Schweinemastbetrieb unter Verdacht

In Tornitz im Kreis Oberspreewald-Lausitz haben die Behörden Grenzwertüberschreitungen im Grundwasser gemessen. In den Fokus gerückt ist nun ein Schweinemastbetrieb, bei dem ein undichtes Güllelager entdeckt wurde. Ob das aber die Ursache für die schlechten Wasserwerte ist, ist längst noch nicht bewiesen.

Wegen eines undichten Güllebehälters ist Brandenburgs größter Schweinemastbetrieb in Tornitz in die Schlagzeilen gekommen. Da die Behörden parallel im Grundwasser deutliche Grenzwertüberschreitungen von Ammonium, Sulfat, Nitrat und Nitrit gemessen hatten, wurde in den Medien schnell ein Zusammenhang hergestellt. Auch das Umweltministerium streute Vermutungen in diese Richtung.

Der Landkreis Oberspreewald Lausitz teilt dagegen mit, dass man noch nach der Quelle für die Grundwasserverschmutzung suche. Ob das Güllelager dafür verantwortlich war, sei nicht erwiesen. Daher wolle das Amt keine Strafanzeige gegen den Betreiber stellen. Außerdem würde bereits das Dezernat für Umweltkriminalität des Landeskriminialamtes wegen der Wasserverschmutzung ermitteln, da sei ein weiteres Strafverfahren überflüssig. Der Betreiber sei auch kooperativ.

Der Betrieb Bolart hält Presseberichten zufolge 51.700 Tiere und plant eine erweiterung um 16.000 Schweine. Nach Protesten hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Erweiterung im Mai vorerst gestoppt. Grund sei ein fehlerhaft geführtes Genehmigungsverfahren, an dem die Öffentlichkeit nicht angemessen beteiligt gewesen sei.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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