Wehrhafte Nager

Hund stirbt nach Biberangriff

Biber verteidigen aggressiv ihren Nachwuchs. In Mecklenburg-Vorpommern und Bayern haben dies einige Hunde von Spaziergängern nicht überlebt.

In diesen Tagen ist nicht nur Brut- und Setzzeit von Rehen und vielen Bodenbrütern, auch Biber ziehen jetzt ihren Nachwuchs groß. Deswegen möchten der Bauernverband MV und der Landesjagdverband MV darauf hinweisen, dass in dieser Zeit Hunde an der Leine geführt werden sollten.

Einerseits, um die für Wildtiere anstrengende Zeit der Aufzucht nicht durch unnötige Störungen zu erschweren, andererseits aber auch, weil Biber äußerst wehrhafte Tiere sein können, wenn sie ihren Nachwuchs bedroht sehen.

Hintergrund für diesen Hinweis ist der Todesfall eines Hundes durch einen Biber in Baden-Württemberg. Der Border Collie wollte an einem Bach Wasser schöpfen und wurde dabei von einem Biber angegriffen. Es kam zu Bissen in die Kehle und die Keule, wobei eine Arterie verletzt wurde. Der Hund überlebte nicht.

Auch in Bayern kam es in der Vergangenheit schon häufiger zu Übergriffen von Bibern auf Hunde. Besonders Ende Mai und im Juni ist Vorsicht geboten.
Dann verlassen die jungen Biber die Biberburgen. Weil sie aber noch klein und hilflos sind, werden sie von den Eltern und Geschwistern beschützt.

Eine Biber-Familie besteht in der Regel aus den Eltern, den Neugeborenen und ihren Geschwistern aus dem Vorjahr. Junge Biber verlassen erst im Alter von zwei Jahren die heimatliche Burg, um sich ein eigenes Revier zu suchen.

Laut Landwirtschaftsministerium gibt es etwa 2700 Biber in Mecklenburg-Vorpommern.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Leon Blitgen

Nur schade dass es kein Wolf war! Dann wäre der Aufschrei sehr gross!!

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