Umwelt

Klimasünder Pferd?

Die Haltung eines Pferdes belastet die Umwelt pro Jahr so stark wie eine 21 460 km lange Autofahrt. Das berechnete die Schweizer ESU-services GmbH, die Unternehmen und Behörden u. a. bei der Erstellung von Ökobilanzen berät.

Die Forscher stellten auch für andere Heimtiere solche Vergleiche auf: So entsprechen die jährlichen Umweltauswirkungen eines Hundes einer Autofahrt von 3 680 km. Auf 1 400 km kommen eine Katze bzw. zwei Kaninchen.

Mit einbezogen wurden Zucht der Tiere, Fütterung, Wasser, Unterbringung, Fäkalien, Pkw-Fahrten, Tierarzt sowie Zubehör. Hauptverursacher der negativen Umweltwirkung ist das Futter. Bei Pferden wiegt dazu schwer, dass sie das hochgradig klimarelevante Gas Methan ausstoßen.

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Diskussionen zum Artikel

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von Rudolf Rößle

Jetzt

ist es an der Zeit, die Einheit /Mensch/ m² festzulegen. Bin gespannt, was von einer Stadt dann noch als Wohn und Arbeitsstätte übrig bleibt.

von Jörg Meyer

Modell-Wolkenkuckucksheim

Ich habe bei der "Agentur", die für das Papier verantwortlich zeichnet bereits nachgefragt (http://esu-services.ch/de/projekte/haustiere/): Bei den Pferden wirkt sich v.a. der hohe Strohverbrauch schlecht auf die Ökobilanz aus und das ist ein Witz, weil das Stroh ein Nebenprodukt der Getreideproduktion ist, die auch ohne Pferdehaltung stattfinden würde. Ich glaube, das ist wieder so ein Modell-Wolkenkuckucksheim: viele Zahlen, nichts dahinter - alles steht und fällt mit den Grundannahmen.

von Konrad Darscheid

Da bin ich ja beruhigt!

Ich hab's nachgerechnet: Ein mit Diesel betriebener Traktor hat dann eine deutlich bessere Klimabilanz pro ha bearbeiteter Ackerfläche als ein Pferdegespann. Wie das Klima vor der Erfindung des Bulldogs bloß überleben konnte?!? Jedenfalls muss ich mir jetzt keine Sorgen mehr machen, dass ich wegen Klimaschutz wieder auf Pferde umstellen muss.

von Heinz Hahn

Ich finde den Denkanstoß...

...gar nicht so schlecht. Bei Diskussionen wie schädlich der Fleischverzehr doch sei, ist es legitim darüber nachzudenken wie stark sich andere Einflüsse auswirken. Allein in Deutschland gibt es ca. 11,8 Millionen Hunde. Da kommt schon auch etwas zusammen. Mit dem Verzicht auf Pferd, Hund und co. könnte man zum Schutz des Klimas ebenfalls etwas beitragen. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Also schimpft nicht über die genannten zahlen. Nehmt den Denkanstoß mit und erinnert euch daran wenn ihr das nächste Mal von einem Rudel Spaziergängen/innen mit einem noch viel größeren Hunderudel als Umweltsünder beschimpft werdet.

von Christian Bothe

Vogel

Wieviel Klimagase verursacht da mein Nymphensittich????

von Erwin Schmidbauer

Wie seriös ist das?

Diese Rechnungen betrachte ich immer mit sehr großer Vorsicht. Denn im Prinzip versucht man Äpfel und Birnen zu vergleichen und die Äpfel und Birnen in Kirschen-Einheiten darzustellen. Da müssen irgendwie immer komische Werte heraus kommen. Sicher muss man sich überlegen, ob "Luxustiere" wirklich nötig sind. Aber das war vor dieser Studie auch schon bekannt!

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