Demo

Miteinander reden statt pauschale (Vor-) Urteile fällen

„Dialog statt Protest“ lautet das Motto zur fünften Auflage der Aktionsplattform „Wir machen Euch satt“ anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Am Samstag, den 19. Januar findet zur Eröffnung der Grünen Woche in Berlin wieder die zentrale Aktion am Brandenburger Tor statt. Zudem sind kleine, regionale Veranstaltungen geplant.

Auch in diesem Jahr findet in Berlin wieder eine "Wir haben es satt" und eine "Wir machen Euch satt"-Demo statt. (Bildquelle: Deter)

Zahlreiche Landwirte schließen sich bundesweit dem Motto "Dialog statt Protest" mit eigenen Ideen an. Die Kreisverbände im Landvolk Niedersachsen beteiligen sich an diesem Wochenende mit Aktionen, um die Verbraucher für wichtige intensiv diskutierte Themen der Landwirtschaft zu sensibilisieren und für ein mehr an Akzeptanz zu werben, teilt das niedersächsische Landvolk in ihrer Pressemittelung mit.

In Berlin wecken vor dem Brandenburger Tor ein großer Mähdrescher, viel Korn, 153 Menschen – so viele ernährt ein Landwirt heute! - und ein Landwirt die Aufmerksamkeit, um mit den Verbrauchern ins Gespräch zu kommen.

Tischdeckaktion in der Fußgängerzone

In Niedersachsen bereiten die Kreisverbände weitere Aktionen für dieses Wochenende vor: So wird beispielsweise die Vereinigung des Emsländischen Landvolks (VEL) gemeinsam mit den Bürgern in der Fußgängerzone „aktiv“ den Tisch decken: Nur mit den Erzeugnissen aus der Landwirtschaft kann man sich an den gedeckten Tisch setzen. Landwirte sind offen für den Dialog, stellen sich den Fragen der Verbraucherinnen und Verbraucher und wünschen sich, dass mehr Bürger nachfragen, was es mit der täglichen Arbeit auf den Höfen auf sich hat.

Pauschale Kritik belastet Landwirtsfamilien

Pauschale Kritik und Proteste in den (sozialen) Medien treffen Landwirte und ihre Familien sehr und führen teilweise so weit, dass sie sich ausgegrenzt und an den Rand der Gesellschaft gedrängt fühlen. Mit Transparenz und Offenheit wollen Landwirte dieser Fehlentwicklung und Falschinformationen entgegentreten. „Unsere Bauernfamilien sind wichtige Stützen für die ländlichen Räume, für die Gesellschaft und sorgen mit ihren Produkten und Dienstleistungen für das Wohl der gesamten Bevölkerung“, sagt Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke.

Daher lautet seine Forderung: Redet mit uns statt über uns! Frag den Landwirt, warum er 300 Kühe hält statt 30, warum Pflanzenschutz sein muss, warum das Ferkel kastriert werden muss. Jeder Landwirt, jede Bäuerin und jeder Hofnachfolger werden nicht nur an diesem Aktionswochenende Antwort geben, sie sind auch darüber hinaus jederzeit Ansprechpartner.

Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Warum gibt es überhaupt solche Aktionen?!

Die einen haben es satt, und alle Bauern machen uns satt! Wenn sich Bauern auch schon untereinander, gegeneinander aufstellen, frage ich mich, ist die Not auf den Höfen nicht schon schlimm genug? Hier wird eine PR- Veranstaltung für landw. Produkte(Grüne Woche in Berlin), für derartige Aktionen missbraucht, die unter dem Strich unsere aller Bauerngeld kostet! Die besten Lebensmittel der Welt sollen dort angepriesen werden, und die ewigen Widersacher bringen sich, wie jedes Jahr, in Stellung. Als Beobachter der Medien in dieser Zeit, frage ich mich schon länger, was das noch für die Landwirtschaft bringt? Es wird Pauschaliert, gegen die uns ernährende konventionelle Landwirtschaft, demonstriert, und gleichzeitig noch einen Sündenbock für die Missstände der ganzen Welt gesucht!

von Rudolf Rößle

Sagt

warum es gut ist in Deutschland Landwirtschaft zu haben. Sichere Premiumprodukte erreichen im Moment den Verbraucher , aber nicht den Kunden, der es wertschätzt. Dort müssen wir hin. Qualität wird nicht hinterfragt, sie wird genossen.

von Gerd Uken

Das Motto ist gut

Nur das Bild ist zwei Jahre alt und nicht mehr aktuell- letztes Jahr standen da 3 Leute ........

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