Embargolücke

Moskau geht gegen unerlaubte Agrarimporte über Weißrussland vor

Russland wirft den Weißrussland vor, Reexporte von Produkten aus der Europäischen Union, den USA, der Ukraine und anderen Ländern zu tarnen, die dem russischen Lebensmittelembargo unterliegen, um sie auf den russischen Markt zu bringen

In Russland hat der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) Weißrussland gedroht, den Transit von Obst und Gemüse aus Drittstaaten ganz zu verbieten. Als Mitgliedstaat der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) komme Weißrussland seinen Verpflichtungen zur Kontrolle der Angaben in den Begleitpapieren für Agrarprodukte, die in das einheitliche EAWU-Zollgebiet geliefert werden, nicht nach, monierte Behördenchef Sergej Dankwert bei einem Treffen mit Kollegen und Diplomaten aus dem Nachbarland und Vertretern der Eurasischen Wirtschaftskommission in der Vorwoche in Moskau.

Wie aiz.info berichtet, hätten Recherchen von Rosselkhoznadzor ergeben, dass die Herkunftsdaten mehrerer Lieferungen, die vom zuständigen weißrussischen Aufsichtsamt als Produkte aus Dutzenden Ländern Asiens und Afrikas deklariert worden waren, massenhaft gefälscht waren.

Im Klartext hat Dankwert den weißrussischen Kollegen vorgeworfen, auf diese Weise die Reexporte von Produkten aus der Europäischen Union, den USA, der Ukraine und anderen Ländern zu tarnen, die dem russischen Lebensmittelembargo unterliegen, heißt es in einem Kommentar des Moskauer Nachrichtenportals Gazeta.ru zur Mitteilung des Rosselkhoznadzor-Pressediensts.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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