NABU Nordrhein-Westfalen

NABU: Tumbrinck wechselt ins Bundesumweltministerium

Der nordrhein-westfälische Vorsitzende des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) Josef Tumbrinck wechselt ins Bundesumweltministerium.

Nach 23 Jahren als Landesvorsitzender des NABU in Nordrhein-Westfalen wechselt Josef Tumbrinck als Unterabteilungsleiter Naturschutz in das Bundesumweltministerium (BMU) nach Bonn. Das hat der NABU NRW auf seiner Homepage bekannt gegeben und wurde vom BMU auf Anfrage von top agrar bestätigt.

Am vergangenen Sonntag hat Tumbrinck alle Ämter im NABU niedergelegt. Die Geschäfte des NABU NRW liegen nun kommissarisch in den Händen des geschäftsführenden Vorstandes, Tumbrincks Nachfolge soll zügig geregelt werden.

Postenschieberei?

Wie das Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben berichtet, habe sich der Wechsel bereits Anfang des Jahres angedeutet. Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die aus Münster stammt, soll dem früheren Münsteraner Tumbrinck die Position schon vorab zugedacht haben. In diesem Zusammenhang war von Postenschieberei die Rede. Die Stelle ist mit der für Beamte sehr lukrativen Besoldungsstufe B6 verbunden: Das Grundgehalt liegt dort im Bereich von 10 .000 € pro Monat.

Kritik aus Unionsfraktion

Marlene Mortler, agrarpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag, kommentiert Tumbrincks Bennenung wie folgt: „Mit Josef Tumbrinck beruft seine langjährige Parteifreundin, Svenja Schulze, den bisherigen Landesvorsitzenden des NABU Nordrhein-Westfalens zum künftigen Leiter der Unterabteilung N I ‚Naturschutz‘ im Bundesumweltministerium. Die SPD hat anscheinend keine Probleme damit, Funktionäre ideologisch ausgerichteter Nichtregierungsorganisationen bevorzugt in hohe Beamtenämter zu hieven. Man stelle sich nur vor, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner würde analog dazu Vertreter aus dem Bauernverband oder aus anderen landwirtschaftsnahen Branchenverbänden einstellen."

Spannend sei laut Mortler auch die Reaktion anderer Umweltverbände: "Gerade die NABU-Konkurrenz ist nun besorgt, dass der schon mächtigste Umweltverband in Deutschland weiter an Einfluss gewinnen könnte. Schließlich wird Tumbrinck als künftiger Unterabteilungsleiter die Vergabe millionenschwerer Förder-Töpfe zur Förderung von Umweltverbänden und Umweltprojekten verantworten.“

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Artikel geschrieben von

Marit Schröder

Redakteurin

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Gerner

Als nächstes?

Als nächstes dann einen rechtsradikalen Ausländerhasser als Innenminister?

von Karl Schröml

SPD nicht Grüne

Svenja Schulze ist in der SPD und nicht bei den GRÜNEN, Nur am Rande....

von Gerd Uken

Da war dochvschpn mal einer

Dem der Sturm der Entrüstung entgegen schlug der dann nicht seinen Posten bekam Ich komm gerade nicht drauf........ Aber dies hat nicht nur ein Geschmäckle

von Hermann Kamm

Sagenhaft,

bald nur noch lauter Vollpfosten am Werk.

von Kurt Brauchle

Passt doch!

In ein paar Jahre oder nach der nächsten Wahl gehts mit einem gut dotierten Beratervertrag ( Berater für Umweltfragen) eines Konzerns in den Ruhestand. Passt doch aaallles richtig gemacht.

von Gerhard Steffek

die Vetternwirtschaft hat ein neues Gesicht erhalten!

Damit bestätigt und erhärtet das BMU doch nur noch was eh schon ein jeder weiß, es ist nur ein willfähriger Lakai der Umweltverbände. Ein ideologischer Laufbursche für diese ohne jeglichen Fachverstand. Wie wollen die eigentlich noch ernst genommen werden? Im Grunde genommen ist das nur noch der letzte Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt. Denn es ist doch nichts anderes als eine deutliche Kampfansage für alle jene die es bisher nicht glauben wollten. Wenn sich jetzt der Bauernverband nicht entsprechend positioniert, wird er auch noch vollends unglaubwürdig werden.

von Albert Maier

Was man bisher den Schwarzen ...

unterstellt hat, machen jetzt die GRÜNEN.

von Heinrich Roettger

NABU MINISTERIUM--JETZT 100 %

Hat die SPD nicht immer etwas von einer Karenzzeit geredet. Chef Lobbyisten sollten erst nach einem Jahr Auszeit solche Beamtenstellen im Staat besetzen dürfen.

von Richard Huber

Es geht doch niemandem mehr um

Naturschutz. Schon gar nicht den Leuten bei den Naturschutzverbänden. Es geht nur um viel Geld, welcher sich die s. g. Naturschützer in die Taschen stecken wollen. Bei uns hat ein Windparkinvestor 300.000 Euro bezahlt, damit der Naturschutzbund, entgegen einem Gutachten wegen der vielen schützenswerten Vögel, dem Bauvorhaben zustimmt. Bei 300.000 Euro gibt es keine Moral mehr.

von Wilhelm Grimm

Schieben, Schieben.

Schöne, lukrative Demokratie. Warum eigentlich noch wählen, während wir uns quälen.

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