Sondergenehmigung

Rheinland-Pfalz erlaubt Erntetransporte auch an Sonn- und Feiertagen

Von Juni bis November ist Erntezeit in Rheinland-Pfalz. Transporte für Getreide, Mais, Ölsaaten und Trauben sind dann auch an den Wochenenden notwendig.

Der rheinland-pfälzische Landwirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Volker Wissing teilt mit, dass Transporte für Getreide, Mais, Ölsaaten und Trauben während der Erntezeit in Rheinland-Pfalz auch an Sonn- und Feiertagen erlaubt sind.

Von Juni bis November setzt er das Sonntagsfahrverbot für Erntetransporte aus. „Wir möchten die Qualität unserer landwirtschaftlichen Erzeugnisse sicherstellen und den Landwirten für die Erntezeit eine bestmögliche Infrastruktur bieten. Daher sind Erntetransporte stellenweise auch an Sonn- und Feiertagen notwendig“, sagt Wissing und bittet Auto- und Erntefahrer um gegenseitige Rücksichtnahme.

In der Getreide- und Rapsernte gilt die Ausnahmegenehmigung von 16. Juni bis 25. August, für die Maisernte und die Weintraubenlese von 11. August bis 17. November und für die Ernte sonstiger Ölsaaten wie zum Beispiel Sonnenblumen in der Zeit von 11. August bis 22. September 2019. Die Ferienreise-Verordnung bleibt hiervon unberührt.

Wissing bittet Landwirte und Winzer, vor der Ernte dafür zu sorgen, dass Licht und Bremsen sowie die Bereifung der Schlepper, Erntefahrzeuge und Anhänger funktionstüchtig sind. Gleichzeitig weist er die Autofahrer auf die ungewohnten Abmessungen und Geschwindigkeiten der landwirtschaftlichen Fahrzeuge hin: Erntefahrzeuge wie Mähdrescher oder Rübenvollernter fahren in der Regel besonders langsam. Autofahrer schätzen die ungewohnte Länge von Transportzügen beim Überholen häufig falsch ein.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Konrad Darscheid

Das muss ich als RLP'ler kurz erklären:

Diese gleichlautende Pressemeldung gibt es bei uns seit ich dran denken kann, also mindestens 30 Jahre- und das bei wechselnden Parteien im Ministerium. Man könnte ja jetzt auf die Idee kommen, das Gesetz dauerhaft entsprechend abzuändern, um sich diese Folklore zu sparen (Bürokratieabbau?). Aber erstens kann man ja bei dem Klimawandel nicht mehr sicher sein, wann die Ernte kommt und zweitens hätte der/die Minister/in eine Pressemeldung weniger. Wir haben in RLP übrigens zwei LW- Minister. Herrn Wissing (FDP) für konventionelle und Frau Höfken (Grüne) für Öko- klingt komisch, ist aber so! Da die Genehmigung von Herrn Wissing und nicht Frau Höfken kommt, muss die Frage gestellt werden: Gilt die Ausnahme nicht für Öko- Betriebe? Skandal! Welche Agrarlobby hat hier ihre Finger wieder im Spiel? Übrigens: Das Bild zum Beitrag ist irreführend. Wenn ich richtig informiert bin - und da lasse ich mich gern belehren-, gibt es zwar ein Arbeitsverbot (Sonntagsruhe), aber kein generelles Sonntagsfahrverbot für Traktoren, Mähdrescher etc. Das gibt es für gewerblichen Transport, also Lkw. Was also die gut gemeinten Ratschläge des Herrn Minister für landwirtschaftliche Fahrzeuge im Zusammenhang mit dieser Ausnahmeregelung zu suchen haben, bleibt mir unklar.

von Gerd Uken

In RLP anscheinend nicht

da gibt es seit 10 Jahren schon diese Regelung- aber noch interessanter ist das Foto ein Schlepperkennzeichen OberAlgäu wird von einem Steinfurter überholt........Sachen gibt’s!!

von Willy Toft

War das nicht immer so?

Ist schon traurig, wenn das schon mal zur Disposition gestanden hat! Wenn die sonntägliche Ruhe höher veranschlagt wird, als die Ernährungsgrundlage, dann läuft aber etwas gewaltig schief in einer Gesellschaft!

von Hartmut Kümmerle

Irgendwie merkwürdig.....?

Wir Landwirte bekommen eine Ausnahmegenehmigung damit wir Nahrungsmittel bestmöglich Ernten "dürfen". Unser Volk degeneriert, jetzt hilft nur noch eine Hungersnot.

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