Fleischfrische messen

Sensor kann schlechtes Fleisch erkennen

Ein neuer, sehr günstiger Test kann anzeigen, ob Fleisch noch genießbar ist.

Forscher haben einen Sensor entwickelt, der helfen soll, zu erkennen, ob Fleisch und Fisch noch gut sind. Das Gerät besteht aus einem Stück Papier und winzigen Kohlenstoffelektroden, die darauf gedruckt werden. Firat Güder vom Imperial College London und seine Kollegen nutzten für den Prototypen die Eigenschaft von Papier, Feuchtigkeit aufzunehmen.

"Obwohl sich Papier trocken anfühlt und trocken aussieht, ist es immer nass", schreiben die Forscher laut Siegel Online im Fachmagazin "ACS Sensors". Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent, mache Wasser etwa fünf Prozent des Papiergewichts aus.

Prüfe man die Leitfähigkeit der Wasserschicht im Papier, könne man ablesen, welche Substanzen darin gelöst sind, so die Wissenschaftler weiter. Befinde sich ein wasserlösliches Gas in der Umgebung, leite Papier Strom besser als ohne. Zu den wasserlöslichen Gasen gehören auch die Stoffe Ammoniak und Trimethylamin, die entstehen, wenn Fleisch oder Fisch schlecht werden. Über eine App lässt sich dann das Ergebnis ablesen.

Dazu haben die Forscher ihren Sensor mit Chips zur Nahfeldkommunikation (NFC) ausgestattet, die auch in Girokarten zum kontaktlosen Bezahlen zu finden sind. Die Technik ermöglicht es, Informationen mithilfe von elektromagnetischer Induktion auszulesen. Die App der Forscher springt an, wenn keine Gammelgase im Papier zu finden und Fisch und Fleisch genießbar sind. Ist das Lebensmittel schlecht, bleibt die Freigabe aus.

Praxistests sollen sehr zuverlässig gewesen sein, heißt es. Zudem sei der Test mit zwei Dollar-Cent pro Stück sehr günstig. Der Sensor sei außerdem biologisch abbaubar und ungiftig. Man könne ihn in großen Mengen produzieren. Die Wissenschaftler hoffen, dass Lebensmittelhersteller und Supermärkte ihn innerhalb der nächsten drei Jahre einführen.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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