Leinenzwang

Spaziergänger verprügelt Landwirt mit Hundeleine

Ein Hundebesitzer hat am Mittwoch einen Landwirt nahe Lüdersfeld (Kreis Schaumburg/Nds) mit der Hundeleine geschlagen, weil er sich durch die Belehrung über den vorgeschriebenen Leinenzwang und ein Foto provoziert fühlte.

Auf einem Feldweg bei Lüdersfeld im Kreis Schaumburg hat ein Landwirt am Mittwoch einen Spaziergänger entdeckt, der seinen Jagdhund trotz Leinenzwang in dem Gebiet frei laufen ließ. Laut Polizeibericht hielt der 61-jährige Bauer mit seinem Trecker an und machte den Spaziergänger auf die Brut- und Setzzeit aufmerksam.

Der Mann wollte davon jedoch nichts hören und stieg in sein Auto. Als der Landwirt, der auch Jagdpächter in dem Revier ist, das Auto fotografierte, steig der Mann wieder aus und schlug mit der Hundeleine auf den 61-Jährigen ein, heißt es. Der Bauer flüchtete auf den Traktor und benachrichtigte die Polizei. Diese ermittelte anhand des Kennzeichens einen 65-jährigen Obernkirchener. Gegen ihn läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung. Die begründet die Polizei damit, dass an der Leine diverse Metallteile – wie Karabinerhaken – waren. Der Landwirt wurde damit unter anderem am Arm verletzt.

Die Polizei macht in diesem Zusammenhang auf die Leinenpflicht aufmerksam, die während der Brut- und Setzzeit gilt. Hunde müssen noch bis zum 15. Juli angeleint bleiben.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Kirsten Wosnitza

Traurig und beschämend

Dass es auf beiden Seiten Idioten gibt die gar kein Interesse am Miteinander haben. In diesem Fall eben auch zum Schaden verantwortungsvoller Hundebesitzer.

von Elmar Braunstein

Hart Bestrafen

Ein Gruß an die deutsche Justiz mit dem Hinweis : Bitte hart Bestrafen!

von Alexander Audrit

Wenn man den Wahlwerbespot der Grünen Politikerin Gisela Sengl aus Bayern sieht, versteht man ganz schnell warum es so kommen musste. Diese Ökofaschisten können nur mit Hetze überzeugen. Bauer = böse Das Böse müss bekämpft werden, egal wie..... Gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt egal in welcher Hinsicht, Fehlanzeige!

von Karlheinz Gruber

Das ganze ist nicht neu

Mich hat vor ein paar Wochen auch ein Hundehalter (der immer querfeldein über angesäte Felder läuft)tätlich angegriffen und "leicht gewatscht" Ich habe mir erlaubt Ihm zu sagen, das wenn er über die Kleinstgewässergräben durchläuft und seinen Hund überall querfeldein laufen läßt, sich dies nicht mit dem Wild und dem neuen bayr. Artenschutz verträgt. Prompt kam er wieder über den Bach zurück, auf mich zu, und zack.... Das Problem: ER ist Polizeibeamter..... Und ich ohne Zeugen.... Wir Bauern sind für Teile der Bevölkerung nichts anderes mehr als Leibeigene.... Mit ausdrücklicher Billigung der Politik, ja sogar Aufforderungen bestimmter Parteien dazu....

von Michael Koch

Das ganze

ist eine Folge der Respektlosigkeit die Teile der Politik und der Medien den Bauern gegenüber an den Tag legen . Wir sind an allem Schuld und für alles verantwortlich . Berechtigte Kritik ist in Ordnung , Bauernbashing nicht . So fühlen sich weite Teile der Bevölkerung im Recht gegen Bauern mit fragwürdigen Mitteln vorzugehen . Leider gilt das mitlerweile auch für die Familien der Bauern und ; sogar deren Kinder . Bleibt zu hoffen daß der Täter zur Rechenschaft gezogen wird , von einem Richter/ Statsanwalt der noch wirklich Recht spricht . Ansonsten sind wir Freiwild für alle .

von Christoph Schlemmer

den Hundehalter bedroht hätte, hätte das in der Bild auf der ersten Seit als Tagesknüller gestanden. Was müssen wir uns noch alles gefallen alles?

von Stefan Lehr

Ich hatte es an anderer Stelle hier schon mal geschrieben: Das Beruehren der Figueren mit ... usw. geht garnicht. Das gilt fuer alle Parteien! Jetzt kann man nur hoffen, dass sich auch ein Richter findet der solchen Hundehaltern einhalt gebietet. Ansonsten tendiere ich zur Loesung meines Grossvaters - ein Gebuesch, ein Handstreich und die Sache ist erledigt.

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