Tierhaltungsgegner

Tierrechtsaktivisten besetzen Schlachthof Düren

In Düren haben mehrere duzend Tierrechtler den Schlachthof besetzt und fordern ein Ende der Massentierhaltung.

Seit Sonntagabend besetzen rund 35 Tierrechtsaktivisten den Dürener Schlachthof. Laut Radio Rur befinden sie sich auf dem Gelände und dem Dach. Einige hätten sich festgekettet. Bislang seien nur vier von ihnen freiwillig herab- oder herausgekommen. Sie wurden in Gewahrsam genommen. Ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz.

Im Internet haben Aktivisten eine Erklärung verbreitet. Darin fordern sie ein Umdenken in der Tierindustrie: "Der Massenkonsum tierischer Produkte trage erheblich zur Klimakrise bei und verbrauche Unmengen an Wasser und Energie."

Der Schlachthof hat den Betrieb gestoppt und Anzeige erstattet. Der Betrieb selbst stand vor anderthalb Jahren in der Kritik, weil Mitarbeiter offenbar Tiere nicht richtig betäubt hatten. Der Kreis Düren hatte daraufhin eine lückenlose Kontrolle angekündigt.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

TA sollte seine Deutungshoheit als journalistisches Medium nutzen

Ich finde die Bezeichung "Aktivist" ebenfalls befremdlich. Was macht einen "Aktivisten" zum "Aktivisten"? Warum ist er kein "Lobbyist" oder ganz einfach ein "Betriebsbesetzer", "Krimineller" oder "Demonstrant"? TA gehört zur Presse und damit zum Journalismus. Es kann, ja sollte solche Bezeichnungen auch in ihren Meldungen kritisch hinterfragen oder ab und zu auch ablehnen!

von Andreas Demann

Tierschützer auf dem Dach angekettet, kein Problem. Heute Abend wenns kalt wird einmal von der Feuerwehr Pudelnass machen und warten bis Sie von allein vom Dach runter kommen

von Gerhard Steffek

"Tierrechtler"!!

Regen sich über die Tierhaltung, in diesem Fall besonders über die "Massentierhaltung" auf und wollen diese ja am liebsten abschaffen. Das sie damit dann auch gleich mal die Tiere abschaffen, kommt ihnen anscheinend nicht in den Sinn. Na ja, wenn keine Tiere da sind, dann muß man die ja nicht mehr schützen. Was kommt eigentlich danach? Gegen irgendwas muß man dann doch sein. Kommt dann die Aktion "Rettet den Blumenkohl, Kohlrabi, Salat". Schließlich stehen ja dann diese Sachen vermehrt auf dem Speisezettel. Ob sich die Herrschaften über den Irrsinn ihrer Aktion im Klaren sind? Oder trifft hier der alte Satz "man ist was man ißt" doch zu? Da will ich sagen, ist mir ein intelligentes Schwein auf dem Teller lieber als wie ein dumper Kohlkopf...

von Willy Toft

Hier wird der gesellschaftliche Frust auf den Ernährungssektor geschoben!

Man hat das Gefühl, hier wird eine Revolution auf die Ernährungsbranche gelenkt, nur damit das Volk still hält. In Frankreich geht es schon gewaltiger zu, da ist jeden Samstag Generalstreik in den großen Städten, aber gegen die Regierung. Da berichten unsere Medien nicht sonderlich davon. Ja, unser Mainstream hat ganze Arbeit geleistet, und das Volk merkt es nicht einmal........

von Martin Schmidt

Tierrecht bzw. Tierschutz

(...)

Anmerkung der Redaktion

Der Kommentar war etwas abwegig und wurde gelöscht. Der Leser wies darauf hin, dass der Tierschutz bereits 1933 gesetzlich verankert und politisch vorangetrieben wurde.

von Wilhelm Grimm

Der Ruf nach dem starken Mann

wird lauter. Da war doch mal was ?!

von Andreas Gerner

Haftung???

Hoffentlich können die Saboteure (möchte weder das Wort TierRECHTler missbrauchen, wenn die das Recht missachten, noch das Wort AKTIVIST wenn die die Produktion inaktivieren) für den entstandenen Ausfallschaden belangt werden.

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