Buchtipp

Verbraucher durch ständige Lebensmittel-Studien verwirrt

Ernährungstipps und Studien über gutes und schlechtes Essen sind allesamt Unsinn. Das schreibt der Diplom-Ökotrophologe Uwe Knop in seinem neuen Buch. Fallen Sie nicht auf Fakenews herein.

Zum Thema Ernährung und Lebensmittel gibt es inzwischen so viele unterschiedliche Empfehlungen, dass die Verbraucher gar nicht mehr genau wissen, was richtig oder falsch ist. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Schwenninger Krankenkasse sind 61 % der befragten Bundesbürger verunsichert bzw. irritiert. Vor allem die mediale Verbreitung und Inszenierung der verschiedenen Trends sorgt dafür, dass mittlerweile mehr Verwirrung herrscht als Klarheit, zitiert der Verband der Fleischwirtschaft aus den Ergebnissen.

Die veröffentlichten Studien aus dem Bereich der Ernährungswissenschaft würden ihr Übriges dazutun. So gebe es kaum eine Studie, die nicht kurze Zeit später durch eine vermeintliche Gegenstudie widerlegt wird. Das zeigt laut den Autoren, wie schwierig es ist, im Bereich der Ernährung zu wissenschaftlich stichhaltigen Ergebnissen zu kommen.

In seinem neuen Buch "Dein Körpernavigator - zum besten Essen aller Zeiten" kommt der Diplom-Ökotrophologe Uwe Knop nach objektiver Analyse von mehr als 5.000 aktuellen Studien zu dem Schluss: „Das jüngste Jahrzehnt Ernährungswissenschaft hat klar bestätigt: Es gab nie Beweise für gesunde Ernährung, es gibt bis heute keine und es wird sie auch niemals geben. Die Märchenstunde von schlank-machendem Essen, das vor Krankheiten und Alterung schützt sowie Körperzellen `detoxt´ und verjüngt, die ist endgültig vorbei“. Stattdessen plädiert Knop für mehr Vertrauen in den eigenen Körper: „Wer außer Ihrem Organismus kann wissen, welche Nährstoffe Sie wann benötigen und welches Essen gut, verträglich und gesund für Sie ist? Ganz einfach: Niemand. Hören Sie daher beim Essen auf ihren intuitiven Ernährungsnavigator – und finden Sie so den natürlichen Weg zu Ihrem besten Essen aller Zeiten.“

In seinem Buch hat Knop die sieben großen ernährungswissenschaftlichen Institute in Deutschland, der Schweiz und Österreich zur „Einteilung in gesunde und ungesunde Lebensmittel“ befragt. Der Konsens ist einstimmig: die pauschale Einteilung in gesunde und ungesunde Lebensmittel ist Nonsens.

Der Autor empfiehlt sein Buch als Lektüre für alle, die genug haben von Besser-Esser-Besserwissern, Superfood und Ernährungswahn und verspricht: „Mit dem neu erlesenen Buchwissen kann künftig jeder, ganz einfach, Ernährungsempfehlungen wie vegan, paleo, keto, low-carb, pegan, intervallfasten, clean-eating, raw-food … als manipulative Desinformation und wissenschaftliche Fakenews entlarven.“ (…) „Es wird Zeit, dass Ernährungshypes, -hybris und -hypochonder vom Teller verschwinden und Ernährung wieder das wird, was es ist – und zwar die wichtigste und schönste Hauptsache der Welt: Entspannt und genussvoll essen zur Lebenserhaltung.“

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Richtig!!!

Hoffentlich verbreitet sich diese Buch entsprechend. Leider sehe ich schon wieder schwarz dafür. Bücher, die für gesunden Menschenverstand einstehen sind ja leider nicht en vogue. Mit dem "auf den eigenen Körper hören" spricht sie mir aus der Seele. Der weiß schließlich tatsächlich was für ihn am Besten ist und was er braucht. Danach hat man dann auch seine Gelüste (abgesehen von Schwangeren, aber als Mann muß, bzw. kann man das wahrscheinlich nicht verstehen :-)). Hinzu kommt dann noch die Devise von jedem ein bißchen was und wenn sich der "Ranzen" spannt dann heißt es halt noch "FABW (Friß ein bißchen weniger) und nicht "FDH" (hält ja doch keiner durch). Das FABW erreicht man dann am Besten wenn man aufhört wenn's am Besten schmeckt. Ist eigentlich einleuchtend, geht zumindest mir so, wenn es zuviel wird, dann schmeckt es auch nicht mehr. Dazu muß man eigentlich nur auf sich und sein Bauchgefühl hören, dann hat sich die Sache.

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