Herdenschutz

Wolf: NRW weist an der Grenze zu RLP dritte Pufferzone aus

Ab sofort können Maßnahmen zum Herdenschutz auch in Südwestfalen, in den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Olpe sowie dem Oberbergischer Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis gefördert werden, sagte NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser am Sonntag.

Nach den Pufferzonen um die NRW-Wolfsgebiete "Schermbeck" und "Senne" hat Nordrhein-Westfalen nun eine dritte, ebenfalls großzügig dimensionierte Pufferzone eingerichtet. Sie befindet sich an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz und umfasst die Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe sowie dem Oberbergischer Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis.

"Mit der Einrichtung von Pufferzonen ermöglichen wir Weidetierhaltern in der Umgebung von Wolfsgebieten eine Förderung für Herdenschutzmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Das ist uns besonders wichtig, denn wir wollen die Weidetierhaltung in Nordrhein-Westfalen bewahren. Der Schutz der Weidetierhaltung ist zugleich auch der beste Schutz für den Wolf", sagte Umweltministerin Heinen-Esser.

Vorausgegangen war die Ausweisung eines 200 Quadratkilometer großen Wolfsterritoriums am "Stegskopf", einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Burbach und Neuenkirchen durch das Rheinland-Pfälzische Umweltministerium. Nachdem innerhalb von sechs Monaten dort zum zweiten Mal ein und dieselbe Wölfin genetisch nachgewiesen werden konnte, gilt das Tier nun als ortstreu. Damit sind die bundesweiten Kriterien für die Ausweisung eines Wolfsgebietes erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Wölfin aus Rheinland-Pfalz auch Flächen in der Pufferzone in Nordrhein-Westfalen erreicht, ist nach Experteneinschätzung relativ gering, jedoch nicht gänzlich auszuschließen.

Herdenschutz hilft

Laut dem Ministzerium gibt es einen 100 %-Schutz gegen Wolf-Übergriffe auf Weidetiere nicht. Funktionierende Elektrozäune würden aber die Zahl erfolgreicher Wolfübergriffe erheblich senken. Das Ministerium rät zur neuen Weidesaison dringend zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen.

Anträge auf Förderung von Herdenschutzmaßnahmen können bei den zuständigen Bezirksregierung Arnsberg und Köln gestellt werden.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Der effektivste Wolfsschutz -

wird dennoch nur die Kugel sein! Alles andere ist Augenwischerei, aber auch Tierquälerei. Denn was bringt es, läßt man den Wolf sich ungehindert vermehren? Auch der stößt mal an seine Grenzen. Hat er mal sein ganzes Revier ausgeräumt kommt es zur Abwanderung und zu Revierkämpfen beim Nachbarn und letztendlich zum Verhungern der "überschüßigen" Population. Es gibt einfach keine unbegrenzte Vermehrung. Auch nicht für den Wolf! Das erkannte ja schon Albert Einstein, indem er sagte: "Es gibt eigentlich nur zwei Dinge die Unbegrenzt sind. Das Universum und die Dummheit der Menschen. Wobei bei ersterem bin ich mir nicht ganz sicher". Aber für unsere "Wolfsliebhaber" paßt vielleicht besser der leicht abgewandelte Satz von Erich Honecker: "Die Dummheit in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf".

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