Melktechnik: Darüber diskutiert die Branche Premium

Melktechnik: Darüber diskutiert die Branche! Europaweit forschen Experten an neuen Techniken für Melkroboter und Melkstand. Rund 100 Berater und Wissenschaftler tauschten sich auf der Tänikoner Melktechniktagung in der Schweiz aus. Einen Überblick gibt Dr. Michael Hubal, Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Europaweit forschen Experten an neuen Techniken für Melkroboter und Melkstand. Rund 100 Berater und Wissenschaftler tauschten sich auf der Tänikoner Melktechniktagung in der Schweiz aus. Einen Überblick gibt Dr. Michael Hubal, Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Messtechnik beim Melken Den Nutzen aktueller Messtechnik beim Melken stellte Odd Ronningen von der norwegischen Erzeugergemeinschaft TINE dar. Hierbei betonte er, dass die Messtechnik, die während des Melkens eingesetzt wird, weder Kuh noch Melker beeinträchtigen darf. Nur so können echte Erkenntnisse gewonnen werden. Dies sind insbesondere die Vakuumverhältnisse nahe der Zitze, Passgenauigkeit der Zitzengummi, Abnahmezeitpunkt und Güte der Melkroutinen. In norwegischen Betrieben wurden in 25 % der untersuchten Fälle Fehler in einem oder mehreren der o.g. Belange festgestellt.   Sicherheit automatischer Melksysteme Das Problem der Verschleppung bei der Probengewinnung  in automatischen Melksystemen stellte Peter Lovendahl von der Universität Aarhus in Dänemark dar. Laut dänischen Untersuchungen kommt es bei der Milchprobengewinnung in automatischen Melksystemen zur Verschleppung von Milch von bis zu 20% der Menge. Das kann eine Fehleinschätzung der nachfolgenden Probe z.B. bei der Zellzahl um mehrere hunderttausend Zellen/ml bedeuten. Damit wird in der Folge unter Umständen auf eine klinische Mastitis bei einer eutergesunden Kuh geschlossen. Ebenso können Inhaltsstoffe wie Fett und Eiweiß falsch bewertet werden. Bei der Weiterverarbeitung der Daten in der Zuchtwertschätzung kommt es dann zu Verschiebungen bzw. Ungenauigkeiten. Vermeiden lassen sich solche Effekte durch gut eingestellte AMS, angepasstes Design der Bauteile, verbesserte Software sowie ausreichende Wartung der Anlagen.   Bewertung von AMS nach gültigen DIN/ISO Normen Die Bewertung von automatischen Melksystemen nach DIN/ISO Normen brachte in der Vergangenheit immer wieder Schwierigkeiten mit sich, da es noch keine angepassten Normen für diese Systeme gibt. Wolfgang Spörer vom LKV Sachsen Anhalt hat sich im Rahmen einer Arbeitsgruppe der Wissenschaftlichen Gesellschaft der Milcherzeugerberater (WGM) über mehrere Jahre dem Thema angenommen und in Abstimmung mit verschiedenen Herstellern Verfahren entwickelt, die die Prüfung von AMS beschreiben. Die Ergebnisse hierzu wurden in einem Handbuch festgehalten und auf der Tagung vorgestellt. Das Handbuch ist nun über die WGM zu beziehen und steht somit Beratern und Servicetechnikern ab sofort zur Verfügung.   Mastitisprävention Die Grundlagen und Komponenten der Mastitisprävention stellte Ute Müller von der Universität Bonn dar. Hierbei kommt es, so Frau Müller, vor allem auf die Beachtung der drei Faktoren Tier, Mastitiserreger und Umwelt/Melken an. Beim Tier spielen vor allem die Immunlage, das Stoffwechselgeschehen sowie Euter-/Zitzenform und die Zitzenkondition eine Rolle. Bei den Erregern gilt es, diese zu bestimmen und entsprechend zu handeln. Hier unterscheidet man zwischen kuh- und umweltassoziierten Erregern sowie Hautbesiedlern. Bei der Umwelt kommt der ...

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