DBV-Situationsbericht

Auch 2018 deutlicher Rückgang der Rinderhalter

In Deutschland gibt es nur noch 140.600 Rinderhalter (Stand Mai 2018). Das sind 2,2 % weniger als im Vorjahr. Lesen Sie mehr hier in unserem Auszug aus dem aktuellen DBV-Situationsbericht zur Rinderhaltung.

Nach den Ergebnissen der jährlich durchgeführten Viehzählungen lag die Zahl der in Deutschland gehaltenen Rinder im Mai 2018 bei etwa 12,1 Millionen Stück. Damit ist der deutsche Rinderbestand gegenüber Mai 2017 weiter zurückgegangen (- 2,1 Prozent). Die Zahl der Rinderhalter verringerte sich auf 140.600 (- 2,2 Prozent).

75 Prozent der Rinder in Beständen mit 100 und mehr Rindern

Der Anteil der Betriebe mit 100 und mehr Rindern liegt zwar nur bei 26 Prozent, sie halten aber drei Viertel aller Tiere (75 Prozent). Dabei treten deutliche regionale Unterschiede auf. Während in den östlichen Ländern der Anteil der Tiere in den Größenklassen ab 100 Rinder um die 90 Prozent liegt, werden in Süddeutschland nur etwa drei Fünftel der Rinder in Beständen mit 100 und mehr Rindern gehalten.

Zahl der Milchviehhalter seit 2008 um gut ein Drittel verringert

In 2018 ist die Zahl der Milchkuhhalter in Deutschland weiter stark zurückgegangen. Im Mai 2018 wurden noch 64.000 Milchviehhalter und damit im Jahresvergleich 5,0 Prozent weniger gezählt. Bereits im Vorjahr war die Zahl der Milchviehhalter stark geschrumpft (- 5,6 Prozent). Damit hat sich die Zahl der Milchviehhalter in den vergangenen 10 Jahren um gut ein Drittel verringert. Die Zahl der Milchkühe reduzierte sich gegenüber Mai 2017 leicht um 1,1 Prozent auf 4,17 Millionen Tiere. Auch im 10 Jahresvergleich liegt das Tierbestandsminus bei gut einem Prozent.

Durchschnittlicher Bestand bei 65 Milchkühen

Im Bundesdurchschnitt hält ein Milchviehhalter 65 Milchkühe. Groß sind die regionalen Unterschiede. Die größten Herden befinden sich in Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern mit Durchschnittsgrößen von 230 bzw. 236 Kühen. Relativ klein sind die durchschnittlichen Milchviehbestände in Bayern (40 Kühe), Baden Württemberg (50 Kühe) oder Hessen (51 Kühe).

53 Prozent der Milchkühe in Beständen mit 100 und mehr Milchkühen

In Beständen mit 100 und mehr Milchkühen – das sind 17 Prozent aller Milchviehhaltungen – standen im Mai 2018 rund 53 Prozent der deutschen Milchkühe. Die Anzahl der Milchviehhaltungen mit über 500 Milchkühen stieg 2018 auf 548. Deren Milchviehherden machen mit 449.200 Tieren 11 Prozent des deutschen Milchviehbestandes aus.

Etwas weniger Ammen- und Mutterkühe

Im Mai 2018 wurden in Deutschland 663.200 Ammen- und Mutterkühe gezählt. Damit ist der Bestand an Ammen- und Mutterkühen im Jahresvergleich um 1,1 Prozent zurückgegangen. Die Zahl ihrer Halter ist weiter leicht rückläufig (gegenüber 2017 - 0,3 Prozent). Die insgesamt 49.900 Ammen- und Mutterkuhhalter hielten zuletzt im Durchschnitt 13 Ammen- und Mutterkühe. Der Schwerpunkt dieser Rinderhaltung liegt in Ostdeutschland, wo 41 Prozent aller deutschen Ammen- und Mutterkühe gehalten werden. Die meisten Ammen- und Mutterkühe werden mit rund 90.500 Tieren in Brandenburg gehalten. Der Durchschnittsbestand liegt dort bei 34 Ammen- und Mutterkühen.

Holstein-Schwarzbunt und Fleckvieh sind die dominierenden Rinderrassen

Die mit Abstand bedeutendsten Rinderrassen sind die Milchnutzungsrasse „HolsteinSchwarzbunt“ mit rund 4,96 Millionen Tieren, gefolgt von der Doppelnutzungsrasse „Fleckvieh“ mit rund 3,35 Millionen Tieren. Mit großem Abstand folgen Kreuzungstiere aus verschiedenen Fleischrinderrassen und die Milchnutzungsrasse „Holstein-Rotbunt“ mit 0,66 bzw. 0,58 Millionen Tieren. Bei der Viehzählung werden auch Büffel und Bisons erfasst. Davon gab es im Mai 2018 8.700 Tiere. Das Gesamtergebnis wird davon nicht beeinflusst.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Matthias Zahn

Rückgang Milchviehhalter

Ich würde mal vermuten, dass im laufenden Jahr die Aufgaberate wieder bei etwa 5 % liegen wird. Dagegen unternehmen wird niemand etwas.....

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