Wolf

BDM fordert Regelung zum Wolfsmanagement

Der Bundeverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) fordert, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Schutz und Erhalt von Weidetierhaltung seien vor den Wolfschutz zu stellen.

Auf der Umweltministerkonferenz (UMK) in Hamburg steht auch der Umgang mit dem Wolf auf der Tagesordnung. Das bietet lauf BDM die Chance bei dem emotionalen Thema einen sachlich begründeten Ausgleich zwischen den Zielkonflikten Tierschutz, Klimaschutz und Biodiversität zu finden. Denn das Thema Wolf drohe die Verbundenheit von Weidetierhaltung und Naturschutz zu spalten.

Beobachtet werden Rückgänge in der Weidehaltung von Tieren. Kirsten Wosnitza, Sprecherin des BDM Schleswig-Holsteins, fordert: „Wir fordern von der Politik, im Interesse unserer Tiere den Wolf rechtzeitig auf ein vertretbares Maß zu begrenzen, ehe die Weidehaltung der Tiere weiter stark zurückgeht statt sich wie gesellschaftlich gewünscht in Zukunft wieder stärker zu verbreiten“. Schutz und Erhalt der Weidehaltung sind vor den Wolfschutz anzusiedeln, so Kirsten Wosnitza. Ihr ist es wichtig, dass die Weidehaltung auch in Zukunft weitergeführt werden kann. Denn diese sei von der Gesellschaft aus Gründen des Tier- und Klimaschutzes gewünscht.

So fordert der BDM, dass der Wolf in das Jagdrecht überführt werden soll. Festgelegte Abschussquoten würden die Bestände regulieren. BDM-Vorsitzender Stefan Mann erklärt, dass in skandinavischen Ländern eine solche „Schutzjagd“ bereits üblich ist. Kirsten Wosnitza appeliert: „Es hat nichts mit mangelnder Empathie für Tiere zu tun, wenn wir die Überführung des Wolfs in das Jagdrecht fordern. Als Tierhalter haben unserer Weidetiere mehr als nur ihren materiellen Wert. Es lässt uns nicht kalt, wenn die Rissstatistiken zeigen, dass sich Rinder und Pferde eben nicht selbst schützen können“.

Der Verband sieht Handlungsnotwendigkeit. Die Politik müsse eine ausgewogene Regelung zum Wolfsmanagement entwickeln. Das Errichten von kilometerlangen Schutzzäunen wird kritisch betrachtet. Stefan Mann kritisiert, dass solche Zäune nicht im Sinne des Naturschutzes lägen. Diese würden den Wechsel wildlebender Tiere verhindern und ihren Lebensraum begrenzen. Zudem stellen sie gefährliche Fluchthindernisse dar. Außerdem müsse der Tierhalter für Material und Arbeitsaufwand solcher Zäune entschädigt werden.

Von den Landesministerinnen und –Ministern werde erwartet, dass diese Kanzlerin Merkel im Rahmen der UMK mit Beschlüssen für ein zukunftsträchtiges Wolfsmanagement unterstützen. Es lohne sich einen Blick in die europäischen Nachbarländer zu werfen, beispielsweise Frankreich und Schweden, erklärt Stefan Mann. Diese reagieren bereits seit langem auf die steigende Wolfspopulation.

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Artikel geschrieben von

Christin Heidemann

Praktikantin

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