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Brüssel will Milchpolitik ändern Premium

Das Europäische Parlament will Landwirte künftig stärker vor Preisschwankungen schützen. Das ergibt sich aus den Änderungsvorschlägen zur neuen Gemeinsamen Agrarpolitik, über die der Landwirtschaftsausschuss abgestimmt hat.

Der Landwirtschaftsausschuss hat über einen Änderungsvorschlag zur neuen Geimeinsamen Agrarpolitik abgestimmt, um Landwirte besser vor Preisschwankungen zu schützen.

Das sind die wichtigsten Änderungen zur Milch:

  • Lieferbeziehung (Artikel 148): Alle Milchkaufverträge müssen Angaben zur Menge, Preis und Zeitraum enthalten. Der Preis kann fix sein oder sich z. B. nach den Produktionskosten richten. Sanktionen, wenn ...

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Matthias Zahn

Keine großen Sprünge

Nun, der große Wurf ist das nicht. Aber es könnte ein Anfang sein. Wenn in der nächsten Krise rechtzeitig begonnen wird gegen zu steuern, könnten die Preistäler gemildert, und damit der durchschnittliche Preis erhöht werden. Da sich Preistäler und Preisspitzen nicht die Waage halten sondern die Täler immer länger dauern als die Spitzen. Aber die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Und das diese Maßnahmen "Einzelfallbezogen" entschieden werden, anstatt den Einsatz an bestimmte Produktpreise zu koppeln und automatisch starten zu lassen ist ein Fehler. Damit gehen die Diskussionen ob oder nicht jedesmal wieder von vorne los. Beim letzen mal waren die Preise an der Börse auch bereits Ende 2014 im Keller, bis dann reagiert wurde vergingen zwei Jahre bis Ende 2016. Viel zu spät wurde dann nur halbherzig reagiert.

von Norbert Post

Genossenschaften

Ich habe kein Vertrauen mehr in unsere Genossenschaften. Sie sind schwerfällig, müde und über jede Kritik erhaben. Sie haben sich in den letzten 50 Jahren nicht mehr verändert. Was ist denen denn eingefallen außer operative Geschäfte in GmbHs oder AGs auszulagern oder zu fusionieren. Egal ob es die Banken sind oder Warengenossenschaften oder die Fleischwirtschaft oder auch EDEKA( auch eine Genossenschaft). Alle Genossenschaften wurden rund um die Landwirtschaft gegründet! Heute sind sie so groß und renditesüchtig, dass man auf dem Dorf schon wieder kleine Versorgungsgenossenschaften ( Welbergen) gründen muss, weil die "großen" längst aus der Fläche verschwunden sind, weil es nicht mehr lohnt! Warum sollen die Genossenschaften Sonderrechte in Anspruch nehmen? Da ist sie wieder die Lobby, bis nach Brüssel. Ich habe nichts gegen Verbindungen in die Politik, aber was mich richtig wütend macht, ist dieser Eigennutz! Gleiches Recht für alle, keine Ausnahmen für Genossenschaften!!!

von Bernd Müller

Entscheidend sind nicht...

...die Schwankungen für die Rentabilität der Betriebe!! Diese haben nur ein Auswirkung auf die Liquidität! Für die Rentabilität ist die durchschnittliche Preishöhe über einen längeren Zeitraum entscheidend und diese wird durch diese Maßnahmen langfristig nicht beeinflusst.

von Gerd Schuette

Bonus Malus Programme sollen "möglich" bleiben

ist sehr weich formuliert.

von Willy Toft

Diese Instrumente werden nur halbherzig angewandt!

Die Erkenntnis ist da, dass flankierende Maßnahmen im Milchmarkt notwendig sind, ich sehe aber noch nicht den entscheidenden Ansatz! Eigentlich bleibt alles so wie bisher, wenn alle Meiereien ihre Möglichkeiten ausschöpfen. Es ist so wie soziale Marktwirtschaft propagieren, und Raubtierkapitalismus leben!

von Gerd Uken

Finde den Fehler......

Dann müssen die Genossenschaften allesamt ihre Satzungen erst mal ändern.....denn da steht drin sämtliche Milch muss angedient werden!

von Ottmar Ilchmann

Lobenswert!

Wie erfreulich, dass die Mitglieder des Agrarausschusses des EU-Parlaments die Existenzbedrohung von Milchviehbetrieben durch starke Preisschwankungen erkannt haben und gegensteuern wollen. Ganz im Gegensatz zum MIV-Vorsitzenden Stahl, dessen Aussagen hier gestern diskutiert wurden, ist ihnen anscheinend am Erhalt von bäuerlichen Existenzen gelegen.

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