DBV und MIV zweifeln Wirkung des Milch-Reduktionsprogramms an

Das European Milk Board hat - wie berichtet - das vergangene EU-Mengenreduktionsprogramm am Donnerstag als großen Erfolg bezeichnet. Der Effekt auf die Milchpreise mit einer Steigerung um 10 Cent sei enorm gewesen. Die Einschätzung teilten Eckhard Heuser vom MIV und Ludwig Börger vom DBV überhaupt nicht.

Eckhard Heuser (Bildquelle: MIV)

Das European Milk Board hat  - wie berichtet - das vergangene EU-Mengenreduktionsprogramm am Donnerstag als großen Erfolg bezeichnet. Der Effekt auf die Milchpreise mit einer Steigerung um 10 Cent sei enorm gewesen.
 
Die Einschätzung teilt Eckhard Heuser vom Milchindustrieverband allerdings nicht und begründet dies auf das Thünen Institut, welches unabhängig von Verbänden etc. zu ganz anderen Ergebnissen gekommen sei.
 
So sei der Preis schon wieder hoch gewesen, als die letzten Gelder ausgezahlt wurden. „Der Verwaltungsaufwand ist riesig und teuer. Aber das muss am Ende des Tages die Politik entscheiden nicht die Molkereien“, sagte er gegenüber top agrar. Sicher sei jedoch, dass man mit exportstarken Drittländern in Zukunft keine Freihandelsabkommen abschließen und gleichzeitig EU-Geld ausgeben könne, um vermeintlich Preise zu stabilisieren.

Börger: Preisentwicklung verpufft in offenen Märkten
 
Ähnlich sieht es Ludwig Börger vom Deutschen Bauernverband. Er zweifelt hauptsächlich die Unabhängigkeit der Autoren an, die für das EMB die Wirkung des Reduktionsprogramms bewertet hätten.
 

Ludwig Börger (Bildquelle: Twitter @LudwigBoerger)

„Frau Dr. Fink-Keßler ist bekannt durch ihre regelmäßigen Auftragsarbeiten für das European Milk Board, Greenpeace, die Grünen oder das MEG Milch Board. Mit Blick auf die wissenschaftlich wiederholt belegte Ineffizienz staatlicher Eingriffe in einzelbetriebliche Produktionsentscheidungen sollte bei der Veröffentlichung selbige als das gekennzeichnet werden, was sie sind: Politisch motivierte Meinungsbekundung statt wissenschaftlicher Publikation. Vor diesem Hintergrund ist auch diese „Studie“ zu verstehen, bei der das Resultat des Programmes („Dieses freiwillige Programm war ein großartiger Erfolg“) feststeht, bevor überhaupt der Versuch einer wissenschaftlichen Herleitung dieser Aussage unternommen wird“, so Börger gegenüber top agrar.
 
Trotz der wichtigen und richtigen finanziellen Unterstützung der Milchbauen in der Krise bleibt nach Ansicht des DBV-Milchreferenten in der „Studie“ bei der Bewertung des Programms zum Beispiel unberücksichtigt, dass 20 % der tatsächlichen Mengenverringerung in Deutschland durch die Aufgabe der Milcherzeugung erzielt wurde und das 25 % der zur Verfügung gestellten finanziellen Unterstützung ungenutzt zurück an die EU geflossen sind.
 
„In der jüngeren Vergangenheit haben etliche ernstzunehmende Institutionen aufgezeigt, dass eine staatliche Steuerung der Produktion in zunehmend globalisierten Milchmärkten ungeeignet ist, der Herausforderung zunehmend schwankender Erzeugerpreise gerecht zu werden. Hierzu gehören Veröffentlichungen des Thünen-Instituts für Marktanalyse im Auftrag des BMEL (2017), das Institut für Ernährungswirtschaft Kiel im Auftrag der grünen Länderagrarminister (2015) oder von Ernst & Young im Auftrag der Generaldirektion Landwirtschaft der EU-Kommission (2013)“, sagte Börger weiter.
 
Staatliche Mengenregulierungen seien demnach abzulehnen, Börger wörtlich:
  1. Die Preiswirkung ist äußerst gering und regelmäßig zu spät
  2. Die Preiswirkung verpufft gänzlich in offenen Märkten
  3. Staatliche Mengenregulierung schwächt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit
  4. Die Umsetzung ist mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden
  5. Die Regulierung widerspricht der langfristigen Ausrichtung der Agrarpolitik
  6. Richtig ist jedoch: Preissignale müssen früher beim Landwirt ankommen und die Notwendigkeit einer verbindlicheren Planung und Steuerung von Anlieferungsmengen zwischen Molkereien und Milcherzeugern ist gegeben.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Matthias Zahn

letzter Kommentar

Fakt ist, produzieren wir Milchbauern mehr als am Markt absetzbar, MUSS die produzierte Menge wieder runter. Ob aktiv begleitet durch Programme oder nur passiv reduziert durch schlechte Preise. (Kuhzahl und Milchmenge sinken seit 2014) Auch der freie Markt und unser derzeitiges System beeinhaltet eine Möglichkeit zur Mengensteuerung. Nämlich durch schlechte Preise! Den Milchbauern wird solange Geld von der Abrechnung genommen, bis sie (aus Liquiditätsmangel) weniger Produzieren oder aufgegeben. So oder so, am Ende muss Angebot und Nachfrage wieder zusammen passen. @ Plaas-Beisemann. Ich gebe dir Recht, die Landwirte stellen sich in der Betriebsführung auf die Gegebenheiten ein. Aber das tun sie im derzeitigen System auch! Wenn der Preis passt wird geliefert dass die Schwarte kracht, weil jeder weis, der nächste Absturz kommt bestimmt. Und bis dahin muss ich schauen, dass ich soviel Geld wie möglich verdiene. Was dazu führt, dass der gute Preis, sofort wieder nieder gemolken wird. Kein System ist perfekt. Aber warum ignorieren wir die Nachteile des derzeitigen Systems so gnadelos weg? Ist es die Angst vor der Verantwortung? Oder liegt es daran, dass jeder denkt er ist besser aufgestellt als der Nachbar? Aber bedenken sie alle eines, Sie wissen nie, wie gut ihr Nachbar wirklich ist..... und wer am Ende wirklich der Dumme ist......

von Bernd Müller

Herr Zahn

Beschäftigen informieren Sie sich bitte erstmal bevor Sie Ihren Kommentar über die Hähnchenmast abgeben..

von Christian Kraus

DBV und MIV zweifeln an der Wirksamkeit des Mengenreduktionsprogramms. Gut, ok, aber warum zweifeln sie nicht an der Intervention oder an all den anderen Programmen die wir ihnen zu verdanken haben? Warum kritisieren sie ausgerechnet das eine Programm bei dem der Markt reagiert hat? Auch wenn es nur Zufall gewesen wäre das die Preise nach dem Mengenreduktionsprogramm gestiegen sind. Müsste man nicht an allen anderen Programmen auch zweifeln bei denen der Markt keine Reaktion gezeigt hat?

von Hermann Freese

Ich werde hier nicht weiter mit Ihnen diskutieren, da es mir als zwecklos erscheint. Ggf. möchten Sie sich ja mal in der Zukunft überlegen, ob ein höherer Milchpreis tatsächlich die Inputs unverändert lässt. Sie sehen sich immer nur als Opfer oder Marionette des DBVs oder der Berater oder oder. Jetzt sind Sies des BDM. Wer so argumentiert wie viele hier, ist in meinen Augen aber eines nicht: Unternehmer. Das Gejammer stößt bei immer mehr Berufskollegen (teilweise auch welchen mit Kühen) aber vor allem in der Öffentlichkeit auf immer mehr Unverständnis. In erster Linie macht es aber eines, Sie unglücklich und da hat keiner was von.

von Hermann Freese

Herr Kleensang,

was sollen denn diese aneinander gereihten Phrasen und die verzwirbelten Sätze? Da kommen mir sofort folgende zwei Sprichwörter in den Sinn: „Der mit der dicksten Karre hat den Kleinsten“ und Der Fuchs ist klug und stellt sich dumm, [..usw]. Genauso wenig beeindrucken Sie mich und wohl auch andere Leser mit ihren Hasstriaden auf den bösen bösen DBV (den ich hier eigentlich gar nicht verteidigen muss oder wollte). Sie vergessen schlicht (oder wollen Sie das unerwähnt lassen um Dummenfängerei zu betreiben?), dass es zwischen „für unendlich Geld pachten“ und „seine Tiere hungern lassen und zu quälen“, noch die Möglichkeit gibt, seine Tierzahl anzupassen. Ihr Geschimpfe empfinde ich als sehr peinlich.

von Henrik Plaas-Beisemann

Funktioniert die Mengenreduktion oder nicht?

Die Antwort ist aus meiner Sicht nicht so einfach zu beantworten. Allerdings sollte sie funktioniert haben, dann war ein entscheidender Erfolgsfaktor die völlige Unberechenbarkeit der Diskussion vor der Umsetzung. Wird eine Mengenreduktion planbar, geht die Effizienz aus einem einfachen Grund in die Kniee. Wer abschätzen kann, dass eine wie auch immer geartete Referenz wichtig für eine Reduktion wird, versucht diese im eigenen Betrieb hoch zu halten, das sorgt für mehr Menge im Markt und ist vermutlich genauso problematisch wie eine Intervention. Jeder kann das für sich selbst überlegen, wie er sich selbst verhalten würde. Aber vielleicht denke auch nur ich so unsolidarisch.

von Matthias Zahn

Herr Müller,

vielen Dank für den Hinweis. Ich nehme mir aber lieber Branchen als Vorbild in denen richtig Geld verdient wird. Etwa die Landmaschinen- oder Autoindustrie. Produktion auf Bestellung und nicht auf Halde! Diese bewegen sich auch in "freien Märkten" und produzieren trotzdem nicht planlos drauf los. Und bei uns soll das nicht funktionieren? Und bevor jetzt wieder einer schreibt, jaaaa dann liefern doch die anderen.... Es geht darum DIE Mengen zu vermeiden die nur verramscht werden. Oder glauben Sie, das die Amerikaner oder Neuseeländer dann unsere EU Intervention bedienen? Fakt ist, es kann nur eine Menge X am Weltmarkt abgesetzt werden. Produzieren wir mehr, zwingt uns der Markt über schlechte Preise zur Mengensteuerung......nach unten..... Die Frage ist also nicht Mengensteuerung ja oder nein, sondern WIE!? Aktiv oder passiv. Denke auch in der Geflügelmast planen Unternehmen wie Wiesenhof ihr Absatzpotenzial......

von Detmar Kleensang

Dito

Ich denke, ich verstehe so einiges mehr, rein allgemein. Ich verstehe sogar, warum einige gar nicht verstehen wollen (so sie es denn könnten) was ich äußere. Insofern: herzlichen Dank dafür, dass Sie, Herr Müller, allen Ernstes den Eindruck über mich öffentlich erwecken würden, ich würde irgendetwas nicht verstehen! Sagen Sie doch gleich frei heraus, dass Sie mich für dumm halten. Dann weis jeder Leser, wess Geistes Kind Sie sind. Gute Nacht!

von Bernd Müller

Herr Kleensang

Lesen Sie sich bitte alle meine Kommentare durch, dann werden auch Sie einiges Verstehen...

von Detmar Kleensang

Mitleid

Wer sich lächerlich gemacht fühlt tut mir leid, für den habe ich das größte Mitleid. Nicht, dass ich irgendjemanden lächerlich machen wollte oder würde, sondern allein deswegen, weil sich jene selbst lächerlich gemacht haben. Regeln des freien Marktes… Immer noch ein Brüller. Für den ich mir aber keinen Schuh anziehe und auch nicht anziehen lasse. Wer es dennoch versuchen wollte begibt sich nur selbst argumentativ ins Aus und verdient allenfalls noch mehr meines Mitleids. Noch kurz zum Pachtpreis: Das Land nicht vermehrbar ist wissen auch die Verpächter und rufen entsprechend hohe Preise auf. Als Milchviehhalter, der seine Tiere ernähren muss und dies nur über Futterfläche tun kann muss man pachten. Und zwar so, dass man über den Preis auch wirklich an die notwendigen Flächen rankommt, wenn man seine Tiere nicht vernachlässigen will. Und das kein Tierhalter auch nur eines seiner Tiere vernachlässigt, das sagt ja sogar auch der Bauernverband, der da sagt, dass jedes noch so unwirtschaftliche Tier jede erdenkliche medizinische Versorgung erfährt, unabhängig von wirtschaftlichem Sinn und Kosten. Wer sagt, dass Milchviehhalter weniger Pacht zahlen oder auch mal auf eine Pacht verzichten sollen, der widerspricht dem Bauernverband und empfiehlt seinen Kollegen, sie sollten ihre Tiere vernachlässigen. Das finde ich schon ein starkes Stück. DBV-Vize-Präsi Werner Schwarz, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Verband, wird im Dreieck springen wenn er mitkriegt, dass seine gutgemeinte Aufklärungskampagne vom eigenen Berufsstand zerstört wird. Kühe brauchen was zu fressen. Da ist es egal, wie teuer die Pacht ist, ganz im Sinne des Tierwohls! Wem das nicht passt und die Pachten in unerreichbare Höhen getrieben sieht, bei denen er nicht mehr mithalten kann oder will, der muss halt aufhören und seinen Betrieb schliessen! So war doch der grandiose Tip, oder nicht?

von Bernd Müller

Herr Zahn

Ein Vorschlag: schauen Sie sich mal den Hähnchenfleischmarkt der letzten 20 Jahre in Deutschland an . Hat für alle Beteiligten gut funktioniert. Aber dort wird ja immer behauptet: wie kann man sich nur so abhängig machen...

von Gerd Uken

Hätte sich Herr Müller mal mit dem

Marktkrisenmanagement genauer befasst dann würde er auch verstehen wie es funktioniert und nicht immer von Mengenbegrenzung schreiben, denn sie ist flexibel gestaltet. Bei R F/C liegt die Steuerung in Molkereihand und wie das abgeht kann man sich schon mal ausmalen! Wer es nicht probiert weiß auch nicht wie’s wirkt! Die Mengenredultion 2016 kam zu spät die hätte im August schon greifen müsse Eine Frage welchen Vorschlag haben sie für die 300 000.to MMP

von Matthias Zahn

Man kann,

natürlich auch alles so laufen lassen und mit Biogas oder Lohnunternehmen den Milchbereich quersubventionieren..... machen ja viele...... auch praktisch für den MIV. Da kann man die Preise noch weiter drücken.....

von Matthias Zahn

Herr Müller

WER!?!? redet denn bitteschön von einer deutschen Mengensteuerung außer ihnen! Niemand! Kein BDM und auch in den Kommentaren niemand. Also wieso schreiben Sie das immer wieder. Und auch das Milchmarkt-Krisen- Managemant redet nicht von fixen Preisen sondern von verschiedenen Maßnahmen mit unterschiedlichen Auslöseschwellen. Weiterhin steht dieses Konzept offen für Anregungen zur Verbesserung im Raum. Dann machen Sie doch mal konstruktive Vorschläge die nach vorne gerichtet sind anstatt nur alles zu zerreden und mit Totschlag Argumenten an zu kommen.

von Gerd Schuette

DBV und MIV bezweifeln die Wirksamkeit eines Milch-Reduktionsprogrammes und fordern gleichzeitig die Beibehaltung der Intervention als Kriseninstrument. Dh. vor dem Molkereitor eingreifen bringt nach Meinung von DBV und MIV nichts, dahinter eingreifen schon. Die 300.000to Milchpulver in der Intervention verhinderten die Erholung der Milchpulverpreise und damit ein Steigen der Milchauszahlungspreise für die Landwirte. Ein Milchmengenreduktionsprogramm hilft dem Markt sich zu erholen, die Intervention wirkt nach und verhindert steigende Milchpreise im Anschluss an die Krise

von Rainer Hoffmann

Lächerlich!!!

Quotekosten, Betriebe mit ihren Zahlen (10-12cent) hätten ja dann Pleite gemacht ,kenne Betriebe die hatten nur Quotenkosten ,die melken ihre Kühe wie 1984 auch noch heute u haben null Schulden trotz neuem Haus u Maschinenpark u keine Erbschaft/Bauland/ Windkraft.

von Bernd Müller

Herr Nordendorf

und alle anderen Kritiker meiner Kommentare. Sicherlich ist unser Wohlstand ein Erfolg der sozialen Marktwirtschaft, aber auch ein Erfolg der Exportnation Deutschland. Keiner von ihnen wird abstreiten können, dass wir es auch im Milchbereich mit einer Globalisierung zu tun haben. Vielleicht hätte ich nicht sagen sollen „freier Markt „ sondern „sich immer weiter öffnender Märkte“. Es hilft uns nicht,wenn wir in Deutschland die Menge begrenzen und Irland , Polen usw. schreien Hurra! Wir werden uns nicht mal in der eu einigen können. Wo ist denn der optimale Milchpreis? Bei 40 Cent in De , 30 in Irland oder 50 in Österreich? Einige wünschen sich die Milchquote zurück, haben aber vergessen, dass sie in den Zeiten Pachten oder Zins und Tilgung in Höhe von 10-12 Cent je Liter bezahlt haben. War das besser? Bei jeder Art der Mengenbegrenzung wird es wieder zu solchen Auswüchsen kommen. Es gibt genug pfiffige Landwirte

von Georg Nordendorf

Herr Müller

Ich erlaube mir mal eine Anmerkung zu dem, wie Sie es sagen, "offenen Märkten". Grade in Deutschland hat sich die Gesellschaft nach dem Krieg nicht wegen der offenen Märkte den heutigen Wohlstand erarbeitet, sondern weil man die soziale Marktwirtschaft lebte. In einer sozialen Marktwirtschaft hat die Politik immer insofern eingegriffen, das kein Marktteilnehmer eine bestimmende Stellung am Markt einnehmen konnte. Dadurch entwickelte sich ein Preisniveau, mit dem kein Marktteilnehmer auf Kosten des Anderen Goldene Nasen bekam. Diesen Grundsatz haben wir in den letzten 20 Jahren in vielen Lebenslagen ohne Not über Bord geworfen. Blicken Sie mal über den Tellerrand hinaus zur Textilindustrie. Wegen der Kostenführerschaft hat sich diese zum extrem überwiegenden Teil nach Asien verlagert. Markt eben. Allerdings sollten Sie dann auch wissen, zu welchen Bedingungen dort produziert wird. Das wir hier T-Shirts für 10 € bekommen, an denen allein der Handel in Deutschland 5 € verdient, funktioniert nur, weil man in Asien zu katastrophalen Bedingungen für Mensch und Umwelt produziert. Die Farbe des grade produzierten T-Shirts erkennen Sie nämlich an der Farbe des Wassers, mit dem die dortigen Bauern ihre Reisfelder bewässern..... Wenn Sie auf den Markt verweisen, sollte Ihnen klar sein, das irgendwo immer einer billiger arbeiten kann - von daher ist die westliche Welt in allen Belangen als zu teuer anzusehen....

von Georg Nordendorf

Herr Freese

Sie machen es sich in Ihren weiteren Stellungnahmen sehr einfach. Ihrer Meinung nach, sind Pachten also die größte Stellschraube? Das mag für den ein oder anderen vieleicht sogar zutreffen. In meinem Betrieb beträgt der Pachtanteil unter 4%. Selbst wenn ich auf die Pachtflächen verzichten müßte, wäre das für meinen Betrieb nicht weiters von Belang. Weder Kostenmäßig noch Gülletechnisch..... Selbst wenn ein Betrieb mit hohem Pachtanteil seinen Pachtzins um 200,-€ je ha senken könnte, wären das, je nach Jungviehanteil, allenfalls 1,5-2 Cent an Einsparpotential.... Die Alternative heißt für viele Betriebe dann eher auf die Pachtflächen zu verzichten. Das aber ist dann quasi mit einer Betriebsaufgabe gleichzusetzen. Fehlt jetzt nur noch der Berater, der auf der einen Seite die hohen Pachtzahlungen kritisiert - dem aufgebenden Betrieb aber empfielt, das er nicht unter 1000,-€/ verpachten muss. Ihre Logik paßt nicht ganz, Herr Freese. Wachsen um jeden Preis ist sicher unsinnig - aber die wirtschaftliche Situation am Pachtzins festzumachen ist ebenfalls zu kurz gegriffen.

von Christian Kraus

Viele Argumente und Gegenargumente die sich beide richtig anhören aber nicht beide gleichzeitig richtig sein können. Wir haben KEINEN freien Markt. Punkt. Das ist so. Wenn wir einen feien Markt hätten dann bräuchten wir nicht ständig neue Freihandelsabkommen. Wir hätten keine Intervention, keine Exportsubventionen, keine Hilfen zum Erschließen neuer Märkte. Neuseeland könnte seine Milch frei bei uns verkaufen. Nicht mal bei den Industrieprodukten und Autos haben wir freie Märkte. Sogar da gibt es einen Zoll für Autos aus den USA und wer weiß was noch alles. Wenn wir also eh keinen freien Markt haben was spricht dann dagegen das wir die Weichen so stellen das die Marktposition der Milcherzeuger verbessert wird? Genau da beißt sich die Katze in den Schwanz. Da wird uns vorgebetet wir hätten einen freien Markt und alles was für die Milcherzeuger besser wäre wird tot argumentiert. Wenn aber die Weichenstellungen für Molkereien und das ganze drumherum zu stellen sind dann geht auf einmal alles ganz einfach. Das passt einfach nicht zusammen.

von Matthias Zahn

Herr Freese,

entschudigung wenn ich Ihnen zu nahe getreten bin. Ok Fakten. Zu Quotenzeiten hat uns diese in Phasen guter Preise davon abgehalten diesen sofort wieder zugrunde zu melken. Sie hat also dafür gesorgt gute Phasen zu verlängern. Und jetzt? Dieser freiwillige Lieferverzicht, rechtzeitig EU-weit eingesetzt, könnte diese Funktion teilweise ersetzen. Das tut keinem Weh. Es kann mitmachen wer will oder auch nicht. Was ist daran schlecht? Ich bin der Meinung wir Milchbauern müssen unserer Verantwortung für den Markt gerecht werden. Wir können von der EU aus den Preis weltweit nicht dauerhaft oben halten. Aber die EU hat, aufgrund ihres Hebels auf den Weltmarkt, das Potenzial den Weltmilchmarkt immer wieder stark unter Druck zu setzen! Und das fällt uns wiederum selbst auf die Füße. Aufgrund dieser Umstände haben wir EU Milchbauern eine besondere Verantwortung für den Weltmarkt. Ob uns das nun gefällt oder nicht. Die Absatzmöglichkeiten auf dem Weltmarkt sind begrenzt. Und entweder wir setzen uns selbst Grenzen in der Produktion oder "der Markt" tut das für uns. Aber dann sicher nicht zu unserem Vorteil. Egal ob man gerade zum besseren oder schlechteren Viertel gehört.....

von Gerd Uken

Wer zahlt denn freiwillig 200€/ha

Mehr an Pacht? 80% der Betriebe hier in meiner Gegend sind Pachtbetriebe da sind die 200€ dann aber schon erheblicher Kostenfaktor. Wenn jemand meint er müsste unbedingt 400 oder 500 Kühe melken denn man zu. Aber auch da rechnet es sich in Krisenzeiten nur mit Quersubvention BGA , Windkraft oder sonstigen lukrativen Nebeneinkünften. Was bleibt sind mehr Arbeit plus mehr Risiko. Ein Nler der in DK war ist zurückgekommen und hat sich im Groningerland einen Ackerbaubetrieb für Milchvieh eingerichtet. Konnte er nur weil die Bodenpreise dort sehr hoch war und er hier wesentlich mehr Fläche wiederkaufen konnte. Jeder so wie er möchte. Ändert aber nichts am Milchpreis und von dem müssen wir leben egal ob 70 o.500 Kühe

von Hermann Freese

Herr Uken

Ich komme auch aus Norddeutschland und bei uns zahlen die Milchviehbetriebe aktiv (freiwillig) 200€ mehr als andere. Bitte sprechen Sie nicht über ganz Norddeutschland, wenn Sie nur Ihre Region meinen. Das mit den vorhandenen Festkosten (durch das Spiegeln) sehe ich ein bzw. weiß ich. Leider widerspricht das aber nicht meinen anderen Kommentaren.

von Hermann Freese

Herr Kruse

Sie liefern sich die Antwort doch selber. Sagen Sie „Nein“, wenn Ihr Betrieb es nicht kann. Es zwingt sie doch keiner Minus zu machen. Der Pachtpreis setzt sich eben vor allem aus der Nachfrage zusammen, da das Angebot recht starr ist (es gibt keine Landvermehrung). Wenn nun ein anderer Betrieb meint er kann es, dann kann er entweder nicht rechnen und die Flächen werden bald wieder frei oder aber er kann es eben besser als Sie, vielleicht pachtet er ja auch gerne Ihre Flächen und gibt Ihnen einen guten Job! Es steht Ihnen frei. Ich lasse mich jedenfalls nicht erpressen.

von Hermann Freese

Herr Zahn

Wenn Sie auf meinen Kommentar antworten, dann bitte auch inhaltlich und nicht nur Ihre Emotion rauslassen. Ich habe nie gesagt, dass mir ein schlechter Milchpreis gefällt oder ich das schön finde, wenn Milchviehbetriebe leiden. Im Gegenteil, ich gönne JEDEM landwirtschaftlichem Betrieb sein Ein- und Auskommen. Ich habe nur meine Sichtweise in Bezug auf die betriebs- und marktwirtschaftlichen Zusammenhänge dargelegt und eben erläutert, dass ein höherer Milchpreis nicht per se dazu führt, dass es allen Betrieben gut geht.

von Hermann Freese

Vielen Dank Herr Müller für Ihre „Schützenhilfe“, vielen Dank aber auch an die anderen, die meinen Kommentar kritisch erwidern und nicht nur „Daumen runter“ setzen. So kann ich wenigstens verstehen, was Ihnen nicht gefällt. Ich sage nicht, dass BDM Mitglieder ihre Zahlen nicht kennen oder ähnliches und ich weiß, dass Pachten nicht planbar sind beim Kuhstallbau aber Pachten sind und bleiben zum einen die größte Schraube, die Sie haben, zum anderen der deutlichste Anzeiger der Wettbewerbsfähigkeit einer Region. Wer hat Ihnen denn gesagt, dass Sie spiegeln müssen? Wirklich der DBV? Vielleicht auch Berater? Sind es die gleichen Berater, die Ihre Zahlen ausrechnen und Ihnen sagen, wo Ihre Stellschrauben sind? Wie bekommen die Berater eigentlich ihr Geld? Werden Sie pro Kuhplatz entlohnt? Oder ist sie umsonst, da vom Futtermittellieferant oder so? In erster Linie aber wolle SIE doch Unternehmer sein und nicht nur Produktionsleiter oder Herdenmanager. Haben Sie eine Risikoanalyse gemacht? Variable Milchpreise und Inputpreise eingesetzt? Haben Sie vor dem Bau diese Inputpreise ggf. sogar zum Teil abgesichert? Langjährige Pachtverträge abgeschlossen? Mussten Sie nicht eigentlich genau diese beim LLUR nachweisen, um bauen zu dürfen? War da sogar was gefaked um die Erlaubnis zu bekommen? Ich finde, Sie machen es sich zu einfach, die Schuld immer nur abzugeben.

von Gerd Uken

Wer ruft denn am lautesten nach dem Staat

Wer greift die Exportsubventionen ab?wer hält die Intervention hoch damit die Zuviel produzierte Milch als Pulver noch eingelagert den jetzigen Markt belasten kann? Herr Müller fragen sie mal bei Herrn Börger oder Schmal nach was sie denn jetzt Anerkenntnissen gewonnen haben. Dazu nochder Hinweis auf RvF/C!

von Matthias Zahn

Herr Müller,

und wieder verwenden Sie ihre Zeit dafür, Argumente zu bringen die gegen mehr Einfluss der Milchviehhalter und gegen steigende Milchpreise sprechen..... Die Milchindustrie argumentiert geanuso. Aber bei denen weis ich warum......

von Bernd Müller

Herr Kleensang außerdem:

mein Kommentar ist vielleicht etwas provokant aber in den Grundzügen müssen auch Sie mir recht geben, ansonsten sollten Sie lieber mal einen Kurs in Marktlehre und BWL belegen. In Deutschland gibt es zum Glück die soziale Marktwirtschaft, die soll allerdings nur unterstützen aber nicht durch sinnlose Eingriffe zu Fehlentwicklungen führen. Sie sollten nicht anfangen Berufskollegen lächerlich zu machen die nur anderer Meinung sind.

von Bernd Müller

Wie gesagt Herr Kleensang

lesen Sie den Kommentar von Bauer Willi!

von Detmar Kleensang

@Bernd Müller

Der BDM wird die Regeln des Marktes nicht außer Kraft setzen können, es sei denn, er schafft den freien Markt ab? Haben Sie mal auch nur für ein Sekündchen über diesen Satz nachgedacht, bevor Sie auf Absenden geklickt haben? Offensichtlich nicht :-D Nun gut, es gibt also Ihrer Meinung nach einen freien Markt mit Regeln. Wie sieht der denn aus? Ich hätte ja angenommen, ein freier Markt hätte keine Regeln. Und das ein geregelter Markt kein freier Markt sein kann. Schon ein simpler Volkshochschulkurs Betriebswirtschaftslehre würde Ihre Bildungslücken schließen. Bitte nehmen Sie jedes noch so fadenscheiniges Angebot diesbezüglich wahr sofern Sie sich zum Thema äußern möchten. Das würde die Diskussion deutlich versachlichen. UND: Natürlich ruft der BDM auch nach dem Staat. Der ist als oberster aktiver Marktteilnehmer laut Verfassung dafür verantwortlich, dass die Märkte zum Wohle aller funktionieren. Das dies beim Milchmarkt nicht gegeben ist hat das Bundeskartellamt bereits mehrfach bescheinigt und somit ist die Politik in der Pflicht. Und was ist denn so schlimm daran, nach dem Staat zu rufen? Das tut der Bauernverband doch auch ständig! Sehr viel länger schon als alle anderen. Die Subventionen dürfen nicht schwinden, es bedarf staatlicher Hilfeleistungen finanzieller Art (für die, die am angeblich freien Markt nicht bestehen können) etc.pp. Lassen Sie das jammern, andere Verbände würden nach dem Staat rufen wie es alle anderen ganz selbstverständlich tun und Sie vermutlich nichts rühriges dran finden können.

von Heinrich Esser

Herr Müller

Sie haben ja teilweise recht mit Ihrer Argumentation, aber trotzdem kann man der Ausrichtung des DBV in dieser Thematik nichts abgewinnen. Man hat den Bauern zum Ende der Milchquote erzählt, man solle groß investieren und auf Teufel komm raus melken. Dass dies zum Preisverfall führen würde, war doch abzusehen. Und in diesem Zusammenhang sämtliche Hilfsmaßnahmen abzulehnen und den Einfluss der Menge auf den Preis zu leugnen, war auch keine Hilfe für die Milchbauern. Den großen Vorteil aus dieser Lage hatten Industrie und Handel und wenn die Industrie gleichzeitig noch Mitglied im DBV ist, läuft da ganz gewaltig was falsch. Warum ist der Bauernverband nicht mal nach guten Jahren hingegangen und hat den Bauern gesagt: zahlt eure Schulden, bildet Rücklagen für schlechtere Zeiten (die kommen immer) oder legt euer Geld in Immobilien an. Nein, es musste immer weiter investiert werden. Der Stall musste noch größer werden, die Maschinen noch schwerer (und das in allen Bereichen, nicht nur bei den Kühen). Und dann ist es auch klar, dass die Pachtpreise steigen, weil man ja die Fläche benötigt. Zum Ende der Zuckerquote das gleiche Spiel: Es wurde sofort propagiert, dass die Anbaufläche steigen muss, alles muss effizienter werden, denn wir sind ja auf dem Weltmarkt. Was ist passiert? Der Preis ist so niedrig wie noch nie und er fällt eher noch, als dass er steigt. Aber niemand sagt, außer eine Hand voll Bauern, dass man weniger anbauen soll. In jedem Bereich heißt es: mehr, mehr, mehr. Das kann nur darin enden, dass immer mehr Landwirte aufgeben. Und wenn das die Berufsvertretung sein soll, dann gute Nacht.

von Bernd Müller

Ich verweise

in diesem Zusammenhang auf den sehr guten Kommentar von Bauer Willi: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Der-Regen-faellt-die-Sonne-brennt-der-Bauer-ruft-nach-Steuergeld-9466217.html

von Bernd Müller

Herrn Zahn

Ich habe nicht gesagt, dass es keine höheren Preisen geben darf. Allerdings bringt es nichts, wenn man versucht den Preis in einem Gebiet künstlich hoch zu halten welches definitiv von Außenfaktoren beeinflusst ist.Das sind nun mal grundlegende Gesetzmäßigkeiten. Wenn man der deutschen Landwirtschaft helfen will, muss man die Benachteiligungen gegenüber unseren Nachbarn abbauen bzw. die Lw mit Geldern aus der zweiten Säule unterstützen. Der BDM fordert immer nur sehr laut Milchpreise die faktisch nicht umsetzbar sind. Wenn man an einem Markt aktiv ist der von stark schwankenden Preisen geprägt ist, dann muss ich entweder in guten Zeiten Rücklagen schaffen oder den Weg der Einkommensdiversifizierung gehen. Wenn ich langfristig nicht mit dem erwarteten Preisen überleben kann , muss ich halt versuchen alternative Vermarktungsmöglichkeiten zu finden oder mich umorientieren. Man muss Unternehmerische Entscheidungen treffen und dann aber auch mit den Risiken und Chancen leben. Der BDM ruft immer nur nach dem Staat.

von Gerd Uken

Herr Müller

Traurig mit ansehen zu müssen das es die Bauern nicht schaffen die Menge zu steuern-da sie ja ein Verfechter des freien Marktes sind können sie ja auch mit Neuseeland jetzt u. In Zukunft mithalten. Der BDM schafft nicht den freien Markt ab das hab ich nicht gesagt. Man soll nur nicht mehr produzieren als der Markt aufnimmt alles andere stört den freien Markt und geht als Pulver in die Geliebte Intervention. Lidl verkauft nächste Woche die Milch mal wieder günstiger!

von Matthias Zahn

@Freese, Müller u.a.

Es ist immer wieder faszinierend, das ihr Bauern selbst hunderte von Argumenten bringt warum es keine höheren Milchpreise geben darf. Da hat die Propaganda Gehirnwäsche von MIV, DBV und Genoverband ganze Arbeit geleistet. Solange es solche Bauern wir euch gibt, kann sich die Industrie weiter über viel billige Milch freuen..... ihr melkt auch noch für 25ct! Respekt!

von Bernd Müller

Herr Uken

Auch der BDM wird die Regeln des Marktes nicht außer Kraft setzen, es sein denn er schafft es den freien Markt abzuschaffen...

von Gerd Uken

Herr Müller u. Herr Freese

Die höchsten Pachtpreise hier in Norddeutschland bezahlen noch nicht die Milchviehbetriebe! Sondern die die nicht gewerblich werden wollen. Zu mir hat mal jemand gesagt was 40 Cent wollt ihr und was wenn der Milchpreis dann mal mehr wird? Seit dem es EMB gibt wird doch erst über Unterdeckung(Ratio) gesprochen. Unsere Berater haben früher immer nur auf SH u.DK gezeigt die können das.... Fakt ist wer gespiegelt hat und sich so für Jahre festgelegt hat kommt aus der Nummer nicht raus oder es steigt plötzlich ein Investor ein. Der alte Eigentümer ist dann in DK wo der Hohnig fließt u. hier wird die Kuhzahl noch mal erhöht und mit noch mehr Personal gearbeitet-Geld spielt keine Rolle. Und wenn der DBV dann von Familienbetrieben erzählt die man erhalten will ist das glatt gelogen. Die Tatdachen sehen anders aus zumindest bei uns.

von Bernd Müller

Herr Nordendorf

Die tatsächliche Botschaft hinter Herrn Freeses Kommentar ist, dass immer diejenigen die Preise bestimmen , die am günstigsten produzieren können. Das bezieht sich auf die Pachtpreise als auch auf die Milchpreise. Da wir einen offenen Markt haben wird sich daran auch nichts ändern wenn wir in Deutschland die Milchmenge um ein paar Prozent reduzieren. Im Gegenteil die Konkurrenz im Ausland, Eu oder global, wird sich freuen. Außerdem können immer noch genug Milchviehhalter mit einem Grundpreis um die Anfang 30 Cent zurechtkommen und auch alle Produktionsfaktoren entlohnen. In unserem Umfeld ist es tatsächlich auch so, dass die höchsten Pachtpreise komischerweise von Milchbetrieben gezahlt werden. Preise um die 40 Cent langfristig erhöhen nur das Pachtpreisniveau und würden am Markt nicht durchsetzbar sein

von Matthias Zahn

@Freese

Nur weil sich jemand für den BDM einsetzt, heist das noch lange nicht, dass er seinen Betrieb nicht im Griff hat. Im Gegenteil, mein Eindruck ist der, dass viele Milchviehhalter die ihren Betrieb im Griff haben und ihre Zahlen kennen im BDM Mitglied sind. Weil diese Betriebsleiter nach jahrelangem Wachstum erkennen, dass in erster Linie die Arbeit wächst und nicht das Einkommen im selben Maße. Aber ich gebe ihnen dahingehend Recht, dass es die perfekte Lösung für alle nicht gibt. Und auch bei funktionierenden Märkten mit besseren Preisen wird es immer ein oberes Viertel geben. Trotzdem bin ich der Meinung, dass eine ungezügelte Produktion wie derzeit der Fall, in der Summe schlechter für ALLE ist. Aber wenn Sie der Meinung sind, alle drei Jahre unter 30 Cent ist in Ordnung und auch das damit einhergehende nichterwirtschaften von Abschreibungen, dann lasse ich ihnen ihre Meinung. Wenn ich aber von Beratern aus Norddeutschland lese, man solle die Darlehenslaufzeit von Milchviehställen "an deren Nutzungsdauer" anpassen, stellt es mir die Nackenhaare auf! Aber wenn Sie so etwas normal finden bitteschön......

von Hans Nagl

Herr Heuser

Herr Heuser sagen sie doch lieber die Wahrheit, die Molkereien brauchen billigen Rohstoff damit sie Regalplätze in neuen Märkten erobern können. Dabei ist doch jeder Preisanstieg schlecht für's Geschäft. Und der Bauernverband ist der Handlanger für diesen Expansionswahn. Die Bauern sind dabei nur die Rohstoff Deppen.

von Georg Nordendorf

Herr Freese

Sie schreiben, das die Milchviehalter zuerst ihre Kosten in den Griff bekommen müßten. Dem kann ich teilweise sogar zustimmen. Nur sollten Sie dann auch erklären, an welchen Schrauben noch entscheident gedreht werden kann. Futterkosten? Bei 18 Cent Futterkosten je kg Milch mag das sein. Aber bei unter 16 Cent dürfte das allmählich schwierig werden. Dann werden auf dem Betrieb irgendwo 8-10 Cent an Finanzierungskosten liegen. Und dort sollten Sie berücksichtigen, das auch eingebrachtes Eigenkapital zu berücksichtigen ist. Genau wie die Bank wollen Sie dafür zumindet mittelfristig eine Rendite sehen. Aufgrund der niedrigen Zinsen ist auch diese Schraube kaum weiter anzuziehen. Dann müssen Sie die individuellen Betriebsstrukturen sehen. Einen Faktor, den Sie kaum beeinflussen können. Altenteiler, ggf sogar Pflegebedürftige Altenteiler, Flächenzuschnitt, Qualität der Böden, Lage der Flächen zum Betrieb..... das alles kann Ihnen viel Geld kosten oder auch sparen - abhängig davon, welchem Extrem der Betrieb angehört. Auch die Ausstattung mit Eigentum spielt eine Rolle. Damit wären wir bei den von Ihnen angesprochenen Pachtzinsen.... Was soll Ihrer Meinung beispielsweise ein Betrieb machen, der vor 20 Jahren den Nachbarbetrieb für umgerechnet ca 400,-€/ha langfristig gepachtet und daraufhin gebaut hat, wenn der Nachbar für die Fortsetzung des Pachtverhältnisses heute 1000,-€/ ha sehen will? Den Stall mal eben für zwei Jahre leer lassen geht nicht. Landwirtschaftliche Betriebe lassen sich nicht mal so eben runter fahren, wie dies in weiten Teilen der Industrie möglich ist. Ich gebe Ihnen ja Recht, die Kosten im Griff zu haben ist wichtig. Nur sind grade in der Landwirtschaft die Betriebe untereinander, eben wegen ihrer Individualität, nur schwer zu vergleichen - zumal die Kostenproblematik wesentlich komplexer ist, als mit dem Finger auf die ( zurecht kritisierten) hohen Pachten zu zeigen.

von Christian Kraus

Wenn der Verpächter mit bereits ausgefülltem Pachtvertrag zum knapp doppelten Preis kommt dann kann man nur noch ja oder nein sagen. Ich würde gern weniger zahlen. Da lass ich mich gern belehren wie man das macht.

von Bernd Müller

Herr Freese

sehr treffender Kommentar!

von Hermann Freese

Kostendeckung

Herr Georg Nordendorf und Andere: ich verstehe dieses Gejammer mit der Kostendeckung nicht. Ich frage mich schon, ob der BDM bewusst immer nur fordert, obwohl er wissen müsste, dass dieses Fordern zwecklos ist. Man muss seine Kosten in den Griff bekommen. Und solange wir dieses Pachtniveau haben (bei uns bezahlen Milchviehbetriebe die höchsten Pachten), muss es sich doch in m einen Augen lohnen zu produzieren, sonst würde man ja nicht pachten (und arbeiten). Sollte nun, wie der BDM fordert, der Preis steigen. egal ob auf 40, 50, 60 oder 80 Cent/Liter, dann passiert was? Es wird mehr gebaut, mehr Pacht bezahlt, mehr in teure Maschinen gesteckt und dann? Dann haben wieder nur die besseren Betriebe Geld über. Leute, pachtet billiger (vielleicht erstmal weniger und dann billiger). Solange wir so hohe Pachten bezahlen, wie in dieser Zeit, müssen wir scheinbar weltweit außerordentlich kokurrenzfähig sein?! Das kann Ihnen gefallen oder nicht, nüchtern muss man leider anerkennen, dass nie alle einer Branche Geld verdienen. Mir ist bewusst, dass sich mein Kommentar nicht auf den eigentlichen Artikel bezieht und ich bitte dieses zu entschuldigen.

von Rita Kienberger

Fragt den Landwirt!

Redet mit uns- nicht über uns! War das nicht der Slogan vom Bauernverband? Also: Fragt die Milchbauern!

von Thomas Egolf

Für mich wird eines immer klarer:

" Vergleiche Politik mit ihren Parteien, den Bauernverband und den BDM. Die Altparteien gegen AfD, die einen wollen alles wie gehabt, meines Erachtens nicht gerade das beste für das Volk, die anderen sachlich motiviert mit gesundem Menschenverstand! Das gleiche Spiel unter den Bauernverbänden, Industrieverbänden und gegen den gesunden Menschenverstand des BDM!"

von Christian Kraus

Der Bauernverband kann aus Prinzip nicht zugeben das das Mengenreduktionsprogramm wirksam war. Denn dann wäre auch für die Allerdümmsten offensichtlich das er uns die ganzen Jahre belogen hat und die politischen Weichenstellungen die er durch gesetzt hat zum Nachteil der Bauern waren und weiterhin sind. Wenn die Mengensteuerung wirkt und die Milchpreise erhöhen kann welchen Sinn hätte es dann gehabt die Quote ersatzlos zu streichen? Welchen Sinn hat es gemacht die vielen tausende Euro die jeder in die Quote gesteckt hat ersatzlos zu entwerten nur um dann wieder eine Quote, die nach gutdünken der Molkereien verteilt wird, einzuführen? Wie kann eine Mengensteuerung die alle europäischen Bauern einschließt schlecht aber gleichzeitig eine Mengensteuerung der Molkereien gut sein?

von Gerd Uken

Ich Finder der DBV sollte mal langsam seine

Mitglieder(aktive Milcherzeuger ) fragen-dann bekäme man ein realistischeres Bild. Aber das trauen sie sich nicht . Denn da könnte etwas in die falsche Richtung laufen- welches man unbedingt verhindern will. Exportsteigerung, Intervention,welche uns jetzt bei der neuen Preisrunde wieder vor die Füsse fallen wird, das alles hilft nicht um dennMilchpreis dauerhaft über 35 Cent zu bringen . Man wollte doch das Abstimmungsergebnis von der Wesermarsch mit einfließen lassen. Genausowenig wie Hilse sich früher hat überzeugen lassen oder nicht, genau so werden die Milchbauern weiterhin in dem Verband nicht ihre wahren Interessen vertreten. Also was soll’s aber die Task Force scheint ja noch zu funktionieren wie man sieht

von Rudolf Rößle

Weltmarktpreis

für Milch ist in den letzten Jahren für europäische Verhältnisse zu niedrig. Daher müssten sich eigentlich die europäischen Molkereien Gedanken machen wie wir Standards und Produktionsmengen in Einklang bringen, um die Endproduktpreise deutlich aufwerten zu können.

von Heinrich Esser

Es ist schon eine große Frechheit, dass der MIV überhaupt Mitglied im DBV ist. Da sollte man schleunigst eine Anpassung erfolgen, falls man vorhat, die Milchbauern in Zukunft zu unterstützen. Ansonsten kann ich jedem nur den Austritt nahelegen. Hier sieht man ja wieder, auf wessen Seite der "Bauern"verband steht.

von Georg Nordendorf

Nehmen wir mal an, Herr Börger liegt mit seinen Annahmen richtig. Wie sähe denn dann seiner Meinung nach die Lösung aus? Ich erwarte dann auch vom DBV mal Ideen, wie wir OHNE Subventionen Vollkostendeckende Erzeugerpreise erzielen können. Je nach Betriebsstruktur brauchen wir um die 30 Cent um kostensckend zu arbeiten und ca 40 Cent um eine angemesene Entlohnung zu erzielen. Ich höre also, welche Lösungsansätze der DBV hat.....aber wie sie hören, hören sie nichts......

von Eike Bruns

Danke Herr Börger, gut das ich schon 11 Jahre kein Beitrag mehr Zahle!

Für eine Subvention die Einkommen oder Märkte stützen soll ist es grundsätzlich egal wo in der Kette sie gezahlt wird. Wenn man vor der Entstehung des Produktes (Mengenreduktion) ansetzt ist es eine Subvention wenn man nach der Entstehung ansetzt( staatliche Einlagerung) dann ist es das auch. Der Unterschied ist aber Folgender: Wenn ein Produkt nicht entsteht kann es auch nach der Verarbeitung keinen Markt belasten, wenn es aber entstanden ist und als Lagerware nach der Verarbeitung grundsätzlich dem Markt zugänglich ist belastet es aufgrund der theoretischen möglichen Marktteilnahme den Markt. Sie vom DBV nennen das immer die psychologische Wirkung (meist im Zusammenhang mit der Warnung der Milchbauern vor Preiseinbrüchen vor den Milchpreiskrisen). Ihre 6 Punkte sind in sich schon selbst widerlegend: 1 Einlagerung kommt spät beim Preis an, 2 ist mit hohem Aufwand verbunden,3 Verpufft dann ja auch im Globalmarkt, 4 ist Wettbewerb verzerrend,5 Widerspricht dann ja auch der langfristigen Ausrichtung der Agrarpolitik, 6 wofür soll es also richtig sein das Preis Signale bei uns Bauern ankommen wenn wir doch nicht richtig reagieren sollen. Alles in allem kann man nur hoffen das Ihre Aussagen nicht in der Politik ankommen. Man kann nur hoffen das sich nach solchen Aussagen mehr aktive Landwirte entschließen aus Ihrem Verband auszutreten.

von Albert Maier

Einseitig

Hier wird sehr einseitig kommentiert, kann denn nicht mal jemand den Herrn Börger unterstützen?

von Forst Genossenschaft Hardegsen

Traurige Allianz - Welche Schlachtgans fragt schon den Schlachter nach dem weiteren Vorgehen?

An der Menge scheiden sich nun einmal die Geister: Die Industrie will immer ausreichende Menge zu einem billigen Preis, um mit Dumpingangeboten auf den Weltmärkten operieren zu können. Die Marge bleibt ihnen ja, die Bauern tragen das Marktrisiko allein. Alles perfekt, aus Sicht der Industrie. Die Spitze des DBV positioniert sich mit seiner Meinung immer bei der Interessenlage der Industrie mit ein. Wie viele andere fühle ich mich von diesem Verband nicht (mehr) im geringsten vertreten. Da helfen auch keine noch so tollen Dienstleistungsangebote der Kreisbauernverbände auf unterster Ebene und die dort betriebene Bauernfängerei. Der Fisch stinkt vom Kopf und zwar mächtig. Solche Meldungen hier bestärken mich deutlich in der Entscheidung.

von Erwin Schneiderbauer

Ein Wunder, der Herr Börger,

(...) Es ist zum Kotzen

von Detmar Kleensang

DBV und MIV packt die schiere Angst

Bundeskanzlerin zu Besuch auf BDM-Betrieb. Sie zeigt Neugier und Verständnis und geht mit einem Aufgabenpaket. Klar, dass DBV und MIV die Angst packt. Da muss dann umgehend alles niedergelogen werden, was den Bauern tatsächlich helfen könnte. Da müssen die Studien angezweifelt werden, die eine Wirksamkeit mengenreduzierender politischer Maßnahmen bescheinigen, in dem andere Studien zitiert werden, die das Gegenteil behaupten, selbst wenn diesen Studien vom Hünen-Institut längst offiziell unwissenschaftliche Herangehensweisen bescheinigt worden waren. Aber für DBV und MIV ist halt nur das unwissenschaftlich, was ihnen persönlich gegen den Strich geht. Sprich: Die Kampagne zur Argumentzerstörung durch DBV und MIV sind ihrerseits genau das, was sie anderen zu unterstellen versuchen: eine politisch motivierte Meinungsbekundung ohne jedweden versuch einer wissenschaftlichen Herleitung der Aussagen. Gehen wir mal die Kritikunkte zu Mengensteuerungsprogramm, Marktverantwortungsprogramm oder wie auch immer man es nennen mag durch: Zu 1.: Die Preiswirkung kann gering sein oder auch deutlicher ausfallen, ist aber in jedem Fall marktkonform! Wenn die Preise fallen, dann immer durch Überangebot oder schwacher Nachfrage. Dem kann marktkonform nur durch entsprechende Anpassung des Angebots begegnet werden, um den Preis zu stabilisieren. Tun die Erzeuger dies nicht eigenverantwortlich, so herrscht Marktversagen, bei welchem die Politik gemäß Verfassung eingreifen muss! Die Aussage von DBV und MIV, Preiswirkungen solcher Markteingriffe kämen regelmäßig zu spät, ist eine reine politisch motivierte Meinungsbekundung ohne wissenschaftliche Herleitung. Da solche Eingriffe erst kürzlich und nur einmal gegeben hatte, kann sich wissenschaftlich fundiert keinerlei belastbare Aussage zu welcher Regelmäßigkeit auch immer treffen. Damit haben sich DBV und MIV selbst gehörig in die Pfanne gehauen und unglaubwürdig gemacht. Zu 2.: Richtig: eine Preiswirkung würde in offenen Märkten verpuffen. ABER: Es gibt gar keine „offenen Märkte“! Dies ist eine Erfindung von DBV und MIV, um ihre Meinung und ihren Willen gegenüber Bevölkerung und Politik durchzusetzen. Laut Verfassung ist unsere Regierung selber oberster aktiver Marktteilnehmer und hat die Märkte zum Wohle aller Marktteilnehmer zu lenken. Das Bundeskartellamt hatte bereits mehrfach Marktversagen für den Milchmarkt bescheinigt und damit den Auftrag an die Regierung gestellt, ihren Aufgaben nachzukommen. Selbst wenn diese das nicht tut, so wird der Markt von jenen gelenkt und gesteuert, die mächtiger sind als andere Marktteilnehmer. So oder so ist jeder Markt also immer in irgendeiner Weise gesteuert und „offene Märkte“ ist schlicht ein erfundener Kampfbegriff, um dumme und uninteressierte zu täuschen. Zu 3.: Eine staatliche Mengenregulierung würde angeblich die Wettbewerbsfähigkeit schwächen. Ebenfalls ein höchst unwissenschaftlicher Täuschungsversuch durch DBV und MIV. Denn es gibt hierzulande für uns keine Wettbewerbsfähigkeit! Deutsche und europäische Bauern sind absolut abhängig von Subventionsleistungen durch die öffentliche Hand, um wirtschaften zu können, wie es der DBV selber immer wieder betont. Solange Landwirte auf solche öffentliche Leistungen angewiesen sind und ihr nötiges Einkommen nicht ausschliesslich am Markt erwirtschaften können, ist die Landwirtschaft nicht wettbewerbsfähig! Ergo gibt es da auch nichts zu schwächen! Zu 4.: Eine Umsetzung ist mit Mehraufwand verbunden, ja. Das „erheblich“ aus dem Munde von DBV und MIV ist wieder nur eine politisch motivierte Meinungsbekundung, die keinerlei wissenschaftlichen Herleitung standhält. DBV und MIV hatten auch früher schon zu argumentieren versucht, die Datenerfassung als Grundlage für jedwede Steuerung würde einen erheblichen bürokratischen Aufwand bedeuten, wohlwissend, dass die nötigen Daten schon seit Jahrzehnten regelmäßig erhoben werden durch die Molkereien als Mitglieder des MIV und durch den DBV selber. Der tatsächliche Mehraufwand würde sich auf die Weiterleitung dieser Daten an eine zusätzliche niedrigbesetzte Stelle innerhalb der EU-Verwaltung begrenzen. DBV und MIV täuschen also auch in diesem Punkt die Öffentlichkeit und Politik einzig aus eigenen niederen Beweggründen. Zu 5.: Richtig, eine Regulierung würde der langfristigen Ausrichtung der Agrarpolitik widersprechen. ABER: Die Ausrichtung der Agrarpolitik wird mit jeder demokratischen Wahl vom Volke neu bestimmt und kann sich jederzeit ändern! Der Versuch durch DBV und MIV, diesen demokratischen Umstand zu negieren, ist in allem Maße fadenscheinig. Punkt 6 ist dann ein Widerspruch in sich selbst: Preissignale müssen früher beim Landwirt ankommen, dennoch bedürfe es einer verbindlichen Planung und Steuerung von Anlieferungsmengen. Wenn die Anlieferungsmengen verbindlich geplant und gesteuert werden (übrigens: von und durch wen, bitte?), wie sollen dann Preissignale früher beim Landwirt ankommen? Und hatten sich DBV und MIV in diesem Artikel nicht gegen eine Steuerung und Planung der Anlieferungsmengen ausgesprochen? Oder soll dieser Einwand nur in Richtung politischer Steuerung und Planung gelten, nicht aber gegen Steuerung und Planung in Hand von DBV und dessen Mitgliedern (wie bsw. der Molkerei DMK) und jener Molkereien als Mitglieder des MIV? DAS wäre dann zweifellos der letzte Beleg dafür, dass die Äußerungen von DBV und MIV hier lediglich politisch motivierte Meinungsbekundungen dieser Verbände und deren M Mitgliedern sind (in denen übrigens laut deren Satzungen kein einziger Landwirt Mitglied ist und gar nicht sein darf!). DBV und MIV: Setzen, 6! Ab in die Ecke und schämt Euch, Öffentlichkeit, Politik und sogar den Bauern derartigen Blödsinn vormachen zu wollen!

von Rainer Hoffmann

Wettbewerbsfähigkeit ???

Zu dieser tragen bessere Preise für das Produkt schneller bei als an irgendwelchen Schräubchen noch en Zehntel rauszuschinden.Sei es bei Entlohnung oder Unterhalt/ Investition Gebäude, irgend wann mus es getan werden u kann nicht weiter aufgeschoben werden. Studien in Frage zu stellen ,aber zeitgleich den Thünen Scheiß zu verteidigen der die letzte Jahre meist daneben gelegen hat mit dem Prognosen ,haben ja kein Risiko da se net haftbar sin wie Politiker auch . Wer behauptet das beide Programme nichts gebracht hätten ist als Bauernvernichter entlarvt ,denn jeder hat es Schwarz auf Weiss an den Erzeuger Milchpreisen sehen können u die Kontostände haben's auch gemerkt .

von Karl-Heinz Mohrmann

Die Molkerein und ihr Verband der DBV zeigen endlich ihr wahres Gesicht. Wettbewerb soll ausgeschaltet werden. Milcherzeuger sollen nicht wechseln. Es soll eine Molkereiquote kommen. Die immer etwas mehr Milch produziert als der Markt verlangt. Also wer jetzt noch nicht verstanden hat welche Interessen diese Herren vertreten dem ist nicht mehr zu helfen.

von Egge Mansholt

Kann man den Börger ernst nehmen? (...)

von Karl-Heinz Mohrmann

Der DBV will massives Milchbauernsterben. Der DBV will die nächste Milchpreiskrise. Der DBV will die Intervention und damit dauerhaft niedrigere Milchpreise. Der DBV will weder die Lieferverträge noch die Stellung der Milchbauernfamilien im Markt verbessern. Wir sollen weiterhin das alleinige wirtschaftliche Risiko tragen. Der DBV will den Status quo erhalten. Die nächste Krise kommt und die Molkerein lachen sich kaputt...

von Hans Nagl

DBV

Austreten, Kündigung sofort . Ende.

von Matthias Zahn

So is er halt, der DBV

Solange die Bauern es nicht wahrhaben wollen, dass der Bauernverband nur dazu da ist, staatliche Vorgaben den Bauern schmackhhaft zu machen. Genau solange werden sie noch Milch unter Gestehungskosten produzieren. Das eigentliche Problem ist nicht der Bauernverband sondern die Bauern selbst. Die meisten von ihnen haben immer noch nicht begriffen, dass mit dem Quotenausstieg die Verantwortung für den Milchmarkt auf sie selber übergegangen ist. Keiner wird uns was vorbei bringen und keiner wird uns was schenken..... Aber anscheinend sind die meisten Milchbauern mit dem aktuellen Milchgeld durchaus zufrieden. An niedrige Einkommen hat man sich scheinbar gewöhnt......

von Steffen Hinrichs

Also setzt man beim DBV weiter auf Betriebsaufgaben !

Eine Umfrage unter allen Milcherzeuger würde mehr Klarheit bringen ,aber das wird DBV ja auch überall boykottiert .

von Ottmar Ilchmann

Wahlmöglichkeit

In wünschenswerter Deutlichkeit zeigt Herr Börger vom DBV, wofür sein Verband steht: Milchbauern sollen billige und willfährige Rohstofflieferanten für die Milchindustrie sein. Zum Glück für die Milchbauern gibt es ja eine wirkliche Interessenvertretung, s. Gespräch mit Stefan Mann.

von Gerd Uken

Erstens war die Politik allen

Voran der DBV mit Herrn Schmidt zu langsam das es funktioniert hat konnte jeder erkennen der seinen Kontostand im Böick hatte Herr Heuser wie war das noch mal mit dem Umrechnungsfaktor da wird den Landwirten auch 1% Milchgeld gegenüber er den ausländischen Erzeugern vorenthalten. Auf wessen Seite Herr Börger steht ist klar-im Gesamtvorstand ist der MIEV ja auch vertreten!!! Und das Thünen Institut hatte ja auch schon den gleichen Auftrag und kam zu einem ganz anderen Ergebnis-was nicht sein kann das darf auch nicht ....

von Martin Schmidt

Interessenvertretung?

Wessen Interessen vertritt Herr Börger? Die der Milcherzeuger? Ich habe noch nie einen Gewerkschaftssekretär erlebt, der niedrigerer Löhne bei gleichzeitigem Mehraufwand fordert.

von Renke Renken

Entweder

will er nicht anders oder er kann nicht anders, oder ...........

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