Deutsches Milchkontor

DMK: Milkmaster-Audit irritiert Kündiger Premium

Ehemalige Mitglieder des DMK sind verwundert, dass sie noch ein Milkmaster-Audit durchführen lassen sollen – obwohl sie nicht mehr zum DMK liefern oder keine Kühe mehr haben.

Einzelne ehemalige Mitglieder des Deutschen Milchkontors (DMK) sind darüber verwundert, dass sie noch ein Audit zum DMK-Qualitätsprogramm auf ihrem Hof durchführen lassen sollen – obwohl sie nicht mehr zum DMK liefern oder gar keine Kühe mehr haben.

Mitte Juni hat Deutschlands größte Molkerei alle Betriebe angeschrieben, die 2016 zu Ende 2018 gekündigt haben. Das DMK will diesen Betrieben jetzt das Geschäftsguthaben auszahlen. Etwa 15 % dieser Betriebe hatten nach Aussage der Molkerei die Bonuszahlungen zum Milkmaster 2016, 2017 sowie 2018 höher eingeschätzt als die Auditergebnisse zeigen. Das zu viel gezahlte Milchgeld fordert das DMK nun von den Betrieben zurück und verrechnet es mit der Auszahlung der Geschäftsguthaben.

Einzelne Betriebe verweigern ein Audit. Diesen will das DMK erneut eine nachträgliche Auditierung ...

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Uken

In 2017 wurde die Milchlieferordnung

Geändert zum Vorteil der Molkerei - damit besteht wohl ein Unterschied wann man gekündigt hat. Bei DOC hat man die Landwirte verklagt die vor Ablauf der Zweijahresfrist gegangen sind und das Begrüssungsgeld nicht zurückgeben wollten. Frage bleibt warum nicht zeitnah Auditiert wurde obwohl man wusste wer zum 1.1.2019 wechselt!

von Johan Macleane

Schon interessant das die DBV und DMK eine unterschiedliche Meinung haben. Ich empfinde es als sehr inkorrektes Handeln. Leicht ausgedrückt.

von Burkhard Diekmann

Tolle Verantwortung

Herr Müller hat ja in der letzten Versammlung in Werl betont das er die Verantwortung für diese fragwürdige Praxis übernimmt. Allerdings sind die Landwirte wie immer die Deppen und haben trotz alledem den Ärger und die Kosten am Hals. Da frag ich mich wirklich welche Verantwortung Herr Müller da gemeint hat. Man kann nur allen gratulieren die die Molkerei gewechselt haben.

von Gerd Schuette

Die Milkmasterboni beruhen auf Ist-Daten. Diese sind nur im Nachgang genau zu erfassen. Auf Basis einer Selbsteinschätzung hat das DMK die Boni unter dem Vorbehalt einer Nachprüfung mit dem Milchgeld ausgezahlt. Nach einer, nur im Nachgang, möglichen Auditierung ergeben sich Korrekturen. So weit ist dies verständlich. Warum Betriebe, die die Milchviehhaltung eingestellt haben oder gekündigt haben, nicht zeitnah nach der letzten Lieferung auditiert wurden ist zu hinterfragen. Ob die Praxis mögliche Rückforderungen mit der Auszahlung der Geschäftsanteile zu verrechnen rechtens ist, kann unterschiedlich betrachtet werden. Beispiel: Ein Betrieb hat die Milchproduktion eingestellt und die Bereitschaft zur Auditierung erklärt. Die Auditierung ist jedoch noch nicht erfolgt. Müssen die Anteile zur Fälligkeit ausgezahlt werden? Oder erfolgt keine bzw nur eine Teilauszahlung weil es möglicherweise eine Rückforderung aus Milkmaster geben könnte ?

von Gerd Uken

Hier geht es ja auch um Summen

von mehreren 1000 €! Und vor allem 2016 wurde in 2017 schon geprüft( hab Ichvhab aus einer Quelle). Die Betroffenen sehen das als „ Nachtreten“

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