Tierwohl

Fleischsteuer für bessere Tierhaltung

Ein paar Cent pro Kilogramm sollen reichen: Der deutsche Tierschutzbund fordert eine Steuer für Fleisch, Milch und Eier. Ziel ist eine bessere Tierhaltung.

„Parallel zur CO2-Steuer brauchen wir auch eine Fleischsteuer“, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Auch für Milch und Eier sollten Verbraucher Extra-Abgaben zahlen.

Gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) sagt Schröder, es gäbe viele umstellungsbereite Landwirte, die mehr Tierschutz im Stall umsetzen würden, wenn sie die nötigen finanziellen Möglichkeiten hätten. Das Geld aus dem Bundeshaushalt sei dafür nicht ausreichend, auch die EU-Gelder würden nicht genügend Mittel bereitstellen. Eine zweckgebundene Einnahmequelle mit Maßnahmen zum Tierwohl sei notwendig für die Finanzierung. Das Geld solle direkt den Landwirten zugutekommen.

In Schweden ist nach Angaben der NOZ ein ähnliches Konzept geplant. Dort hatte die Nationale Umweltschutzagentur die Einführung einer Steuer auf Fleisch vorgeschlagen, allerdings aus Klimaschutzgründen.

Kaufpreise für Ackerflächen überschreiten 100.000 Euro-Marke

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Artikel geschrieben von

Kirsten Gierse-Westermeier

Redakteurin

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Diskussionen zum Artikel

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von Hans-Gottfr. Gresshöner

Eine Mehrwertsteuererhöhung

käme doch gar nicht bei Tierhaltern an!

von Rudolf Rößle

Erkannt

der DB ist bei vielen Produkten schon lange nicht mehr in Ordnung. Auch der Nabu hat schon gemerkt, dass mit ein bisschen Flächenprämie Naturschutzpflege ein Minusgeschäft ist. Wir sollten ein halbes Jahr die Arbeitsplätze tauschen, so wären die Sichtweisen und Diskussionen auf einem respektvollen Level und die Sichtweise wird sich bei vielen ändern.

von Willy Toft

Da sind sie wieder, die Experten, die da glauben mit ein par Cent die Welt der Bauern ......

verbessern zu können! Wir werden einem massiven Druck auf die Fleischpreise erleben, und da wird sich diese Steuer zusätzlich nur negativ auf den Erzeugerpreis auswirken. Vielleicht bekommt der Tierschutzbund auch noch hiervon seinen Obolus, das würde die ganze Sache in Richtung Überflüssig abrunden! Die Wunschvorstellungen sind gut, nur wahrscheinlich nicht durchführbar!

von Paul Siewecke

Eine Steuer ist nicht der richtige Weg!

Eine Steuer auf Fleisch, Milch und Eier träfe in erster Linie wohl wen? Die Kleinerzeuger und Hobbyhalter! (Die Steuerprüfer scharren bestimmt schon mit den Hufen des Amtsschimmels...) Die Schilder an den Straßen "Eier zu verkaufen", etc. dürften dann nämlich recht schnell verschwinden... Dem preisdrückerischen Handel wäre die Steuer doch egal, da eh nur durchlaufender Posten. Eher im Gegenteil: immer wenn Geld fließt, bleibt auch beim LEH etwas hängen! Und sei es nur, dass die Steuer als Alibi hergenommen wird um die Einkaufspreise weiter zu drücken und die Verkaufspreise anzuheben, also die Marge kräftig anzuziehen! Wenn Der Staat wirklich etwas für die weitere Verbesserung der Tierhaltung tun will, dann kann er doch ohne Probleme (mit entsprechender Übergangsfrist und unter Einbeziehung von Praxiserfahrungen!) die jeweiligen Tierhaltungsverordnungen anpassen! Da braucht es keine teueren Label, die im Endeffekt nur den Zertifizierern etwas bringen und schon gar keine extra Steuer!

von Alexander Audrit

Der Tierschutzbund sollte verboten werden!!!

Und was ist mit den armen Rindviehcher die in Amerika gezüchtet und hierher (dank Freihandelsabkommen) Importiert werden? Wer kontrolliert deren Haltung? Das ist alles egal! Hauptsache hier in Deutschland wird die Landwirtschaft mit Lichtgeschwindigkeit vor die Wand geklatscht. Hauptsache noch eine Steuer mehr zum abkassieren und die Bürokratie zu fördern. Sowas nennt man geistigen Dünschiss!

von Stefan Lehr

Wunschvorstellung

Es ist verwunderlich, dass doch tatsaechlich jemand glaubt, dass mit solch einer Steuer Stallumbauten finanziert werden koennten. Es geht schlicht und ergreifend um den gesamten Erzeugerpreis. Wenn die Haltung und die gesamte Arbeit ordentlich entlohnt wird, dann bedarf es solcher Phantastereien nicht. Ein ordentlicher Stundenlohn fuer einen Landwirt im zweistelligen Bereich und vieles koennte ganz anders diskutiert werden. Aber in Deutschland ist eben bei den besten Lebensmitteln immer noch "geiz geil" - Leider.

von Renke Renken

Ein Vollpfosten

bringt das ganze globale Gefüge ins Wanken

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