AbL-Milchtagung

"Freihandel gefährdet den EU-Milchmarkt" Premium

EU-Exporte bringen nicht automatisch mehr Wertschöpfung auf die Höfe, sagt Berit Thomsen vom AbL. Im Gegenteil: Durch Freihandelsabkommen drohen Preisdumping, Import von Hormonfleisch und mehr Macht für Konzern.

Das erklärte Berit Thomsen, Referentin für internationale Agrarpolitik bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), bei der AbL-Milchtagung in Warburg-Hardehausen (NRW). Unterstützt von Bundesregierung, Bauernverband und europäischer Milch- und Fleischindustrie habe die EU in den letzten Jahrzehnten eine exportorientierte Agrar- und Handelspolitik verfolgt. Thomsen wies darauf hin, dass mehr Export nicht automatisch mehr Wertschöpfung auf den Höfen bedeutet. Denn grundsätzlich gelte der Grundsatz: Wer billiger produziert, der exportiert.

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Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Fair wird es nie geben!

Wir werden ständig mit dem Weltmarkt preislich unter Druck gesetzt, und da spielt Regionalität und beste Qualität auf einmal keine Rolle! Der Preis ist immer wieder entscheidend, wie sich ein Produkt im Markt behauptet. Über 80 % der Verbraucher entscheiden sich so, das ist nun mal fakt!

von August Albertsen

Mit Wertschopfung unzufrieden?

Dann sucht euch doch ne Meierei die GVO und all den Quatsch nicht mit macht..... Ich bin bei so einer Meierei. Unser Geschäftsführer sagt das interessiert wirklich nur in Deutschland und Österreich, in allen anderen EU Ländern ist den das total Banane. Unsere Meierei produziert nur "Rohstoff " also machen wir in der Meierei das ganze mit GVO, Weidemilch usw. nicht mit. Unser Meierei lag in sachen Auszahlung die letzten Jahr immer unter den besten 4 Meierei im Norden obwohl wir ne komplett neue Meierei auf der grünen Wiese gebaut haben und uns leider noch 80 Mio. Kg fehlen zur vollen auslastung.....

von Hans Nagl

Leute wir liefern nur noch Rohstoff...

Nur die Menge des zur Verfügung gestellten Rohstoff entscheidet den Preis. Es ist doch so, das auch Bauern die an ein Premium Produkte Molkerei liefern oft keinen höheren Milchpreis bekommen.

von Erwin Schmidbauer

Fehler im System

Der LEH benutzt die neuen Auflagen als Werbemasche, um Kunden in die Läden zu locken. Gleichzeitig ist es den meisten Kunden vollkommen egal ob GVO-frei, Tierwohl, Regional oder sonst was, Hauptsache billig. Diese Diskrepanz, dass auch die Produkte mit höheren Anforderungen als Massenware möglichst billig verkauft werden müssen, ist einer der Probleme. Der LEH hat kein Interesse an einer stärkeren Preisdifferenzierung und die Landwirte haben keine Durchgriffsmöglichkeiten auf den LEH

von Matthias Zahn

Unser Dilemma ist,

das wir die vom Handel gemachten Auflagen für unsere ganze Milch einhalten müssen. In der industrieelen Verarbeitung, ausser Haus Verpflegung und im Export in Drittländer werden aber diese Standards nicht honoriert. Wir dumpen unsere Hochwertige Milch unter Wert in den Markt. Außer Molkereiauslastung bleibt davon für die Bauern nix übrig.....

von Rudolf Rößle

Fair

ist relativ. Mit dem neuen EU- Gesetz zur Chancengleichheit, müssten sich die Preise und Rahmenbedingungen dieses Frühjahr etablieren und im Herbst durchschlagend greifen. Die Devise lautet doch eher " Friss die Auflagen und Marktbedingungen oder stirb". Sollte Hormonfleisch bei uns zugelassen werden, können wir die GVO-Freiheit auch bald vergessen.

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