IVM-Fachtagung

Großbetriebe diskutieren Zukunft der Milchviehhaltung Premium

Praxiserfahrungen, Trends und gesellschaftliche Akzeptanz der künftigen Milchproduktion standen bei der Fachtagung des Interessenverbands Milcherzeuger am Seddiner See im Fokus.

Einen Überblick zu den technologischen Entwicklungen gab Prof. Dr. Heinz Bernhardt von der Technischen Universität München. Zunächst machte der den rund 200 Teilnehmern Mut. Trotz der Zunahme an Vegetariern bzw. Veganern und z.B. Sojamilch als Konkurrenzprodukt ist er überzeugt: „Milch von Kühen ist interessant und bleibt es auch!“

Milchprodukte aus 3 D-Drucker

Genauso sicher ist er aber, dass die Milchvermarktung der Zukunft anders aussieht. Generell empfahl er der Milchbranche, „Ideen und Geschichten zu verkaufen“ – das würden Verbraucher schätzen. Ein Weg dazu könnte die individuelle Vermarktung der Milch ab Stall sein.

Perspektivisch stellte Bernhard in Aussicht, dass sich auch ganz neue Vermarktungswege öffnen könnten. Als Beispiele nannte er unter anderem Milchprodukte aus einem 3 D-Drucker oder spezielle Faser- bzw. Verbundstoffe aus der Milch.

Auch bei den künftigen Technologien überraschte Bernhard mit unkonventionellen Ideen. So könnten sich Sensoren auf das Tier tätowieren lassen, statt sie z.B. über Halsbänder oder Ohrclips ...

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Christian Bothe

Milchtagung

Warum Daumen nach unten? Haben da einige Probleme mit Großbetrieben oder der Agrarindustrie im Osten??

von Gerd Schuette

Zukunft der Milchviehhalter?

Die, durchaus interessanten Themen, werden der Überschrift nicht gerecht

von Christian Bothe

Großbetriebe der Milchindustrie

Eine zukunftsweisende Veranstaltung des IVM trotz der Sorgen um den Milchpreis! Das wäre für die westdeutschen Kollegen Niemann, Ilchmann und andere sicher eine gute Weiterbildungsveranstaltung zur "Agrarindustrie" Ostdeutschlands gewesen...

von Willy Toft

Bei aller Effizienz, muss aber auch ein auskömmlicher Milchpreis kommen!

Es kann nicht angehen, dass ein negativer Mainstream, die ganze Branche in Verruf bringt, wo der Milchbauer sich jeden Tag redlich bemüht! Bei Tierwohl und Umweltauflagen sind die Milchviehhalter gewaltig in Vorleistung gegangen, die Honorierung hierfür, ist aber ausgeblieben! Solange wir keine auskömmlichen Milchpreise bekommen, werden die verbleibenden Betriebe auch nicht investieren können!

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