Preise im Kühlregal

Trinkmilch 1 Cent rauf, Butter stabil Premium

Aldi hat die Preise für Trinkmilch erhöht. Der Butterpreis ist nach den Rückgängen stabil, aber uneinheitlich.

Jetzt sind auch die Ergebnisse der Verhandlungen zwischen Molkereien und Lebensmittelhandel über Produkte der Weißen Linie (Trinkmilch, Quark, usw.) im Kühlregal sichtbar: Aldi Nord hat den Preis für 1 Liter H- bzw. Frischmilch mit 3,5 % Fett um 1 Cent auf 0,71 € erhöht. Die H- bzw. Frischmilch mit 1,5 % Fett ist mit 0,63 € ebenfalls 1 Cent teurer. Das zeigt ein Marktbesuch in Münster.

Die Kontrakte laufen traditionell für sechs Monate von Anfang Mai bis ...

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Umzingelt von Öko: Konventionelle Bauern leiden unter Käferinvasion

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Matthias Zahn

@ Uken (Ergänzung)

Bezüglich des vorführen lassens ergibt sich folgendes Problem. Wegen der Dauerüberversorgung des Marktes durch die Milchbauern müssen die Molkereien über jedes Stöckchen springen um die Milch vermarkten zu können. Deshalb ergibt sich in diesem System der Dauerüberproduktion ein Wetteifern um "zusätzliche Leistungen" damit man im Regal bleibt. Hierbei ist der Handlungsspielraum der Molkerei aber auch begrenzt. Die andere Lösung wäre die Mitglieder aufzufordern weniger zu produzieren, damit man sich auf Eigenmarken (sofern noch vorhanden) oder andere lukrative Geschäfte konzentrieren kann. Aber was dann die Bauern mit den Vorständen machen dürfte jedem klar sein...... Soweit zu den kurzfristigen Maßnahmen, längerfristig wäre natürlich eine bessere Mengenplanung hilfreich. Das "Problem" mit den zusätzlichen Leistungen wird aber bleiben. Das nennt man Innovation. John Deere und Fendt können auch keine Schlepper mehr verkaufen die auf dem Stand von 1980 sind.......

von Gerd Uken

Man weiß ja nicht was noch kommt

Milch aus Polen und Lettland gibt’s ja schon ob sie auch zu unseren Bedingungen produziert wird ??? GVO frei, Weidemilch , CO2 neutral und was die sich noch alles einfallen lassen.... Man versteht ja nicht das unsere Molkereien sichvsonvorführen lassen wo unsere Berufskollegen doch in Vorständen u. Aufsichtsräten sitzen.

von Norbert Post

Preise

Es ist eine Schande, dass unsere genossenschaftlichen Molkerein nicht in der Lage sind, gegenüber dem Handel Stärke zu zeigen in unserem Sinne. Wir haben doch die Macht, wir haben den Rohstoff. Es verwendet sich keiner richtig für uns, es wird nur noch draufgekloppt. Das schöne dabei ist, dass es irgendwann zu Ende sein wird. Der Tag wird kommen

von Matthias Zahn

@Toft

Guter Kommentar! Es scheint so, dass auch die Molkereien nur noch abliefern, so wie wir unsere Milch an die Molkereien. Das tragische an der Geschichte ist aber, dass die Molkereien mitsamt ihren Verbänden und dem Bauernverband sich immer noch zu fein dafür sind, sich mit uns Bauern zusammen zu tun um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Solange es den Molkereien noch gut genug geht, wird so weiter gemacht und die schlechten Erlöse an die Bauern weiter gegeben......

von Willy Toft

Wenn wir morgen nichts mehr liefern, würden die Handelskonzerne nicht drauf kommen, dass

die Milch knapper wird! Wer so ein knappes Angebot mit Abwehr- Preisen belohnt, sollte besser keine Milchprodukte mehr bekommen. Ist der Handel schon soweit, dass er die Meiereien schon erpressen kann, man kann es förmlich spüren, dass es keine Verhandlungen auf Augenhöhe mehr sind!

von Gerd Uken

Nachtrag

Wenn Aldi zickt geht die Milch nach China- O Ton von Herrn Seiferlein August 2013! Hat sich bis jetzt nichts geändert...

von Gerd Uken

Wie differenziert wR die Meldung denn

Der Fettwert wurde korrigiert , Butterkontrakt gilt nur für 4 Wochen u. Wird dann neu verhandelt...derzeit herrscht ein Preiskrieg auf Einstandspreisniveau u. die Mischfette machen das Leben schwer u. in naher Zukunft nicht mit höheren Rohstoffpreisen zu rechnen.( Quelle: Molkereiindustrie). Es liegt einzig an der Rohstoffversorgung der Molkereien und die ist hinlänglich gesichert anscheinend.

von Renke Renken

Das ist ja mal ein Hammer,

Trinkmilchpreise ein Cent rauf, die Topmeldung des Tages, und zu Matthias Zahn seiner Aussage ist nun wirklich nichts hinzuzufügen, eben die Menge macht den Preis, aber solange Geld grenzenlos fast zum Nulltarif von Banken rausgeschleudert wird, und immer wieder wachstumswillige Betriebe reinhauen, als gäbe es kein Morgen wird sich das auch wohl nicht ändern.

von Matthias Zahn

Herr Seufferlein,

soll das bedeuten, die Meldung auf TA wonach europaweit die Milchmenge über 2018 liegt ist falsch? Bitte klären Sie uns auf und erläutern Sie uns die Hintergründe...... https://www.topagrar.com/rind/news/eu-milchanlieferung-steigt-ueber-vorjahresniveau-11536409.html?utm_content=index

von Matthias Zahn

Hallo Herr Seufferlein,

da Sie als Ansprache mein Synonym verwenden, gehe ich davon aus, dass Sie meinen Beitrag bzgl. Kommentaren unter Synonym und Klarnamen gelesen haben... Welches Synonym war doch gleich ihres?

von Hans-Jürgen Seufferlein

Einstein,

das Original, war weitsichtiger und weit differenzierter. Die Menge macht eben derzeit n i c h t - oder sagen wir "differenziert" - am wenigsten den Preis, leider! Ja wenn es so einfach wäre! Hans-Jürgen Seufferlein, VMB München

von Steffen Hinrichs

Da hat der LEH ja wieder zugeschlagen

Noch höhere Produktionskosten ,Auflagen usw. und ein bischen Dürre ,dann werden die Bauern von selber in noch größeren Schritten weniger .

von Matthias Zahn

Die Menge macht den Preis....

Mehr braucht man dazu nicht sagen......

von Gerd Uken

Zu Weihnachten sollte der Milchpreis

Bis zu 6 Cent steigen! Letzten Monat hieß es noch:https://www.topagrar.com/rind/news/wlv-erwartet-hoehere-milchpreise-11527747.html?utm_content=start Was ist dabei rumgekommen? Gürtel noch mal enger schnallen, Kuhzahl verdoppeln? Hilft alles nichts - vielleicht begreift es der letzte jetzt auch das es ausgereizt ist und man nicht für 30 Cent produzieren kann. Der nächste Milchmarkerindex wird es zeigen wieviel Unterdeckung wir haben.

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