Pro Weideland

Weidecharta erhält weitere Befürworter

Die Charta von Pro Weideland hat weitere Befürworter bekommen. Das Niedersächsische Umweltministerium und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) schließen sich den Forderungen des Projekts an.

Olaf Lies, Niedersächsischer Umweltminister und Karsten Specht, stellvertretender Vorsitzender der VKU-Landesgruppe Niedersachen/Bremen, unterzeichneten auf der 28. Osnabrücker Wasserfachtagung das Positionspapier des Programms pro Weideland. Mit diesen beiden Unterstützern wächst die Akteurs-Gemeinschaft auf insgesamt 32 Institutionen. Die Weidecharta möchte die Weidehaltung als naturnahe Haltungsform mit positiven Einflüssen auf Umweltschutz, Tierwohl und Biodiversität fördern und ihren Erhalt sichern.

Das Umweltministerium Niedersachsen ist der zweite große Förderer von Pro Weideland. Das Unterzeichnen der Charta ist ein konsequenter Schritt, findet Olaf Lies. Er erklärt: „Wir wollen diese Kulturlandschaft mit ihren unterschiedlichen Funktionen für die Vielfalt der beheimateten Pflanzen und Tiere, für den Tourismus und als Wirtschaftsstandort erhalten. Hier sind wir unseren kommenden Generationen verpflichtet. Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, die das naturnahe Grünland erhalten. Die Weidecharta ist ein gutes Beispiel, wie die Pflege des Grünlands gemeinsam gelingen kann.“

Karsten Specht betont: „Grün- und Weideland ist der Freund des Wasserschützers.“ Dauergrünland sei wichtig, um den Eintrag von Nitraten in Grundwasser aufzufangen. Dies sei wichtig für die Trinkwasserversorgung.

Zu den 32 befürwortenden Institutionen zählen unter anderem Landwirtschaftsministerien, die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Molkereien, Institutionen aus Tier- und Umweltschutz, Wissenschaft und Landwirtschaft. Allein in den vergangenen sechs Monaten seien vier weitere Förderer dazugekommen. Unter ihnen auch Friesland Campina und Arla.

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Artikel geschrieben von

Christin Heidemann

Praktikantin

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Uken

Wer wirklich Weidegang will

Der sollte sich an DOC ein Beispiel nehmen die Zahlen 1 75 Cent/ kg!!

von Heinrich Schrimpf

Weidegang contra Insektenschwund

1 ha Weideland ergeben ca. 1,5 t Insektenmasse pro Saison. Wo Rindviecher grasen, da sind auch jede Menge Fliegen, Mücken u. sonstige Insekten. Jeder Kuhfladen ist ein Kleinbiotop. Es sind eben nicht die Blühstreifen und Blumenwiesen, welche als Lebensraum bevorzugt werden. Insekten lieben Dreck und Chaos: Kuhfladen, Dung, Misthaufen o. Müll. Dies sollte bei der ganzen Diskussion um das Insektensterben viel mehr in den Fokus gestellt werden. Eine finanzielle Unterstützung der Weidehaltung ist längst überfällig.

von Heinrich Roettger

Wie passt das zur klimaneutralen Kuh?

Wolf und klimaneutrale Kuh könnten da wohl nicht ins Konzept passen! Da müssen klare Entscheidungen her und mit der kritischen Stadtbevölkerung Tacheles geredet werden.

von Martin Schmidt

Weidekuh züchten,

Wenn man die Weidewirtschaft voranbringen will braucht man entsprechendes Vieh. Auch eine brauchbare Derogationsregelung im Düngerecht ist vonnöten. Die bunten Milchtüten mit der Aufschrift Weidemilch helfen alleine nicht. Die Weidewirtschaft kann auf den entsprechenden Standorten das wirtschaftlichste Verfahren sein, dieses gilt es weiterzuentwickeln.

von Renke Renken

Wem hilft das,

wenn der Verbraucher beim Discounter nicht mehr bezahlen muß für Weidemilch bzw beim Landwirt kein Mehrwert ankommt? Am Ende bleiben nur Willensbekundungen und Absichtserklärungen

von Ottmar Ilchmann

Wirtschaftlichkeit der Weidehaltung verbessern!

Zum Erhalt von Weidehaltung und Dauergrünland werden in erster Linie Bäuerinnen und Bauern benötigt, die diese Wirtschaftsweise beibehalten. Dazu brauchen sie einen deutlichen Mehrerlös für die Weidemilch, der ja auch Bestandteil des Kriterienkatalogs ist. Wenn dieser noch lange auf sich warten lässt, wird sich die Zahl der Weidehalter leider schnell weiter reduzieren, überhaupt bei einem allgemein miserablen Milchpreisniveau, wie es zur Zeit herrscht

von Steffen Hinrichs

Ürsprünglich waren 5 Cent Mehrerlös für die Weidehalter geplant

Leider hat sich die Weidecharta hier nicht klar positioniert und der LEH schreibt sich das jetzt auf die Fahne und das ohne Mehrerlös für den WEIDEHALTER !

von Gerd Uken

Sieht nach außen alles schön aus

Im Milchpreis schlägt es sich nicht dementsprechend nieder-leider! R F/ C hat ja auch noch Ihr Planet Proof wo 10% der Milch unter besonderen Bedingungen erzeugt werden.... gibt’s auch einen Aufschlag aufs Milchgeld

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