Weniger Milch 2019? Premium

Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW geht für 2019 von einer leicht reduzierten Milchmenge aus. Doch Teuerungen der Futtermittel könnten den positiven Effekt auffressen.

Bei der Jahrespressekonferenz der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW gaben Geschäftsführer Dr. Rudolf Schmidt sowie die Geschäftsführenden Vorsitzenden Wilhelm Brüggemeier und Hans Stöcker einen Überblick über die Entwicklungen im Jahr 2018 und die Aussichten für das laufende Jahr.

In NRW und Deutschland ist die Milch im Herbst 2018 durch den trockenen Sommer nicht knapp geworden. Die weitere Entwicklung der Milchmenge in 2019 ist laut Milch NRW bislang nur schwer absehbar. „Durch Verschiebungen innerhalb ihres Betriebs können die Milcherzeuger viel abpuffern“, sagte Wilhelm Brüggemeier, Geschäftsführender Vorsitzender von Milch NRW und Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes. In Zeiten des Grundfuttermangels erhalte zuerst das Jungvieh eine

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Artikel geschrieben von

Katharina Lütke Holz

Redakteurin Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

@ Ottmar Ilchmann; Was heißt alle?

Selbst wenn die EU sich einig ist, kann noch genug Milch in Form von Produkten hier reinkommen. Das Kunststück die Landwirte der EU zu einigen, hat mir noch Keiner erfolgreich aufgezeigt, das ist doch das Dilemma! Das wir reduzieren müssen, das sollte jedem klar sein!!!

von Ottmar Ilchmann

@Willy Toft

Wer soll denn die reduzieren Paar Prozent ausgleichen, wenn es alle machen, Herr Toft? WIR müssen uns einig sein, nicht die Molkereien, Sie setzen aufs falsche Pferd!

von Willy Toft

@Ottmar Ilchmann

Mit ein paar Prozent Minderung ist es nicht getan, die können ganz schnell ausgeglichen werden. Die Regionalität und die Qualität muss herausgestellt werden, denn die gilt es zu bewahren, aber nicht für Lau!! Denn was passiert, wenn die landw. Betriebe erst ausgeweidet sind? Wir haben auch eine Verantwortung unserer Familie gegenüber, oder wie sozial muss ich die Milchproduktion verstehen? Die Meiereien sind meist unser Eigentum, die müssten sich nur einig sein, und kommen sie mir nicht mit dem Kartell! Anders herum setzt sich alles über das Kartell hinweg, nur wir sollen darunter leiden!!

von Günter Wetzel

34ct?

33ct sind nicht kostendeckend, aber selbst davon sind wir zu Jahresbeginn weit entfernt und ich seh sie auch bisher Jahresschnitt nicht, es sei den ab Mitte des Jahres geht's Richtung 40ct... Wer schreibt den sone Grütze?

von Bernd Schmitz

Die NRW-Kammerberatung

ließ ab dem Spätsommer 2018 bis in den Herbst hinein verbreiten: keine Tiere abschaffen sondern weiter melken!!! Wer das getan hat, der bekommt jetzt als Dankeschön vom Bauernverband die 33Cent-Marke als Messlatte hin gelegt, um damit klar zu kommen bei den Futterzukäufen und angeführten, notwendigen Investitionen. Welch ein Widerspruch, den Genossenschaftsmolkereien für ihr Exportgeschäft die billige Milch für 33Cent zu sichern, obwohl teures Futter und Investitionen auf den Höfen bezahlt werden müssen. Aber so schlagen wohl 3 Herzen bei Wilhelm Brüggemeier in einer Brust: der Vorsitz bei der Landesvereinigung der Molkereien, die der Kammerberatungsverantwortung durch den Berufsstand und nur ein kleines für die Bauern. Denn „Durch Verschiebungen innerhalb ihres Betriebs können die Milcherzeuger viel abpuffern“, wird er zitiert.

von Renke Renken

Leider

zählt bei vielen Betrieben nur die absolute Milchmenge, es wäre relativ einfach ein paar Prozent weniger zu machen, ohne das Betriebsergebnis negativ zuzn beeinflussen. Steigt in der Folge der Milchpreis, wird dann wieder voll auf die Kacke gehauen. So wird das nichts, und das haben diejenigen, die den Quotenausstieg maßgeblich betrieben haben auch genau gewußt. Billiger Rohstoff für den Weltmarkt und billige Milch für das Volk, das ist das oberste Ziel.

von Ottmar Ilchmann

@Willy Toft

Lieber Herr Toft, Sie haben im Prinzip recht, die ganze Branche ist bedroht, wenn den Micherzeugern die Puste ausgeht. Solange aber die Erzeuger trotz der Verluste die Milchmenge stabil halten, gibt es für die Molkereien keinen Handlungsbedarf. Das kann noch so lange weitergehen, bis die Substanz der Betriebe aufgezehrt und der Kreditrahmen ausgeschöpft ist. Man könnte natürlich auch einfach ein paar Prozent weniger erzeugen, aber das hat ja nicht einmal die Dürre bewirken können...

von Gerd Schuette

In Zeiten von Negativzinsen ist es sicherlich erlaubt auch bei "Margen" mit unterschiedlichen Vorzeichen zu arbeiten. ; )

von Willy Toft

An einem Strang ziehen, in welche Richtung?

Die Produkte werden weiter verscherbelt, anstatt mal für den Produzenten, wird eher gegen ihn agiert! Der Milchproduzent sitzt in der Kosten- Falle, und zusätzlich kommen Staatlicherseits überzogene Forderungen! Wer soll das denn überleben? Eine weitere Verschuldung droht demjenigen der weitermacht, mit diesen unsicheren Aussichten, bezüglich der Milchpreisentwicklung! Wenn das Höfe- Sterben beendet werden soll, brauchen wir nun mal kostendeckende Preise, und dafür müssen sich alle in der Branche stark machen! Wir verlieren sonst alle, auch die verarbeitende Branche und der Handel, wenn nicht bald Vernunft einkehrt, eine regionale Produktion wird es dann nicht mehr geben!

von Ottmar Ilchmann

Verlustmarge?

Von welcher "Marge" spricht Herr Schmidt denn bei 34 Cent Milchpreis und den gestiegenen Kosten?

von Gerd Schuette

Während Herr Brüggemann sich nur zu den zu erwartenden Milchmengen äußert, geht Herr Schmidt lobenswerterweise auf die gestiegenen Kosten auf den Milchviehbetrieben ein.

von Gerd Schuette

Ob Sektorstrategie und IG-Milch zu einer Besserstellung der Milcherzeuger in der Kette führen darf bezweifelt werden. Beides wird jedoch sicher genutzt um nicht wirklich aktiv werden zu müssen.

von Albert Maier

Die Auslagerung...

.... von MMilchpulver aus der Intervention sorgt dafür, dass die Milchpreise nicht steigen bis die Milchprodution wieder anzieht.

von Steffen Hinrichs

Wo bleibt denn die Sektorstrategie ?

Wir verlieren ca. alle 3 Stunden einen Milchviehbetrieb in Deutschland ,aber es tut sich nicht's !

von Gerd Uken

Was glauben die Herren eigentlich

Da wird es genauso gut Betriebe geben die werden einfach aus der Milchproduktion aussteigen anstatt 200.000€ zu investieren wenn man genau weiß das man das Geld nicht wieder sieht. Bei 33 Cent so wie es Der DBV prognostiziert. Hat er nichts zu den um 9,5% gestiegenen Kosten der Milchproduktion gesagt?

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