Ringelschwanz: Daran forschen die EU-Länder Premium

In der EU wird derzeit unterschiedlich stark in Richtung Kupierverzicht geforscht. Deutschland nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein.

Deutschland geht voran:

Hierzulande gab es in den letzten fünf Jahren ca. 50 Projekte, die sich mit dem Thema Schwanzbeißen in Versuchen und Praxisstudien beschäftigt haben. Trotz der intensiven Suche gibt es aber nach wie vor kein „Patentrezept“, mit dem sich das Schwanzbeißen sicher verhindern lässt. Wichtig sind eine Risikoanalyse und die Beseitigung der Schwachstellen sowie die Gabe von Beschäftigungsmaterial.

Praxisnetzwerk in Holland:

Im Jahr 2013 hat sich die niederländische Schweinebranche in der Erklärung von Dalfsen darauf verständigt, schrittweise Erfahrungen mit weniger stark kupierten und unkupierten Ferkeln zu sammeln. Im Versuchszentrum Sterksel werden regelmäßig Ferkel mit Ringelschwanz aufgestallt. In einem neueren Versuch wurde geprüft, ob ein Futter mit 12 bis 14% Rohfaser und/oder die gezielte Anreicherung des Futters mit Aminosäuren das Schwanzbeißen positiv beeinflussen kann. Das Ergebnis war, dass sich das Auftreten von Schwanzbeißen mit einer Rohfaserzulage reduzieren lässt, die Anreicherung von ...

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