Österreich droht Verbot von Vollspaltenboden

In Österreich droht den Bauern ein Verbot des Vollspaltenbodens in Schweineställen. Branchenvertreter sehen darin eine akute Gefahr für die Veredler.

Deutliche Kritik an einem geplanten Antrag für ein Verbot von Vollspaltenböden in der Schweinehaltung hat der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS) geübt. Mit diesem Vorgehen erreiche die Verleumdung der heimischen Schweinebauern einen neuen Höhenpunkt, monierte der Obmann des Verbandes, Walter Lederhilger in Wien. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hatte angekündigt, dass die Partei „Jetzt - Liste Pilz“ am kommenden Mittwoch einen Antrag in den Nationalrat einbringen werde, der die Abschaffung der Vollspaltenböden in der Schweinehaltung und deren Ersatz durch einen Teilspaltenboden mit eingestreutem Liegebereich fordere.

Sollte die Mehrheit einer Fristsetzung zustimmen, könnte der Antrag bereits Anfang Juli beschlossen werden. Als Übergangsfrist für die Abschaffung der Vollspaltenböden seien zehn Jahre vorgesehen, so der VGT. Gefordert werde in dem Antrag ein planbefestigter Liegebereich, der groß genug sei, dass alle Tiere gleichzeitig nebeneinander liegen könnten, und der mit ausreichend weichem organischen Material eingestreut sei.

Lederhilger gab zu bedenken, dass ein unmittelbares Verbot des Vollspaltenbodens massive negative Auswirkungen für die Schweinebauern hätte und wohl das endgültige Ende der Selbstversorgung mit heimischem Schweinefleisch bedeuten würde. Sollte es wirklich zu einem Verbot kommen, müsse im Gegenzug auch rasch ein Importverbot für Ware aus Vollspaltenhaltung kommen; alles andere wäre inkonsequent.

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