Afrikanische Schweinepest nun auch in Laos

Die Afrikanische Schweinepest scheint in Asien nicht zu stoppen zu sein. Seit letzter Woche ist nun auch Laos betroffen.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) greift in Asien immer weiter um sich. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am vergangenen Donnerstag mitteilte, wurde die für Schweine hochansteckende Viruserkrankung nun erstmals auch in Laos festgestellt. Betroffen sind sieben Ortschaften in der Provinz Saravane, etwa 65 km vom nächsten Ausbruchsort in Vietnam entfernt. Die größte Haltung verfügte über einen Bestand von 788 Schweinen, von denen 375 aufgrund der Viruserkrankung starben. Die kleinste zählte 82 Tiere, von denen 34 verendeten.

Sorgen bereitet den Experten nun, dass die ASP als nächstes auf Thailand mit seiner gut entwickelten Schweinebranche überspringen könnte, denn das Infektionsgebiet in Laos ist nur knapp 70 km von der Grenze entfernt. Zudem gab es bereits im südlich an Thailand grenzenden Kambodscha ASP-Fälle. In Vietnam sind nach neuesten Meldungen der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mittlerweile 58 von 63 Provinzen von der Tierseuche betroffen. Insgesamt wurden hier gut 2,6 Millionen Schweine gekeult. Ende Mai hatte Nordkorea seinen ersten ASP-Fall an die OIE gemeldet.

Unterdessen hat in Deutschland das hessische Landwirtschaftsministerium in der vergangenen Woche Handlungsempfehlungen bei einem möglichen Ausbruch der ASP veröffentlicht. Sie sollen den Landkreisen und Veterinärbehörden im Ernstfall als Leitfaden dienen. In Empfehlungen sind dem Wiesbadener Agrarressort zufolge beispielsweise Vorgaben darüber enthalten, welche Schutzkleidung bei der Bergung der Tierkörper angelegt werden muss und wie die Desinfektion am Fundort und an der Kadaversammelstelle durchgeführt werden soll. Außerdem ist beschrieben, ab wann ein vorübergehendes Jagdverbot in bestimmten Sperrgebieten ausgesprochen werden sollte. Ebenfalls sind Vorschläge für die Einrichtung von Krisenzentren enthalten.

Laut Ministerium wurden aufgrund der ASP-Ausbrüche in Belgien und Polen bereits zahlreiche Präventionsmaßnahmen umgesetzt. So gibt es eine Aufwandsentschädigung für die Beprobung von verendet aufgefundenen Schwarzkitteln um eine Infektion bei Wildschweinen rasch zu erkennen. Zudem wurde Material für die Bergung und die Abgrenzung von Gebieten mit infiziert aufgefundenen Wildschweine angeschafft. Auch Schulungen und Übungen zur ASP wurden in Hessen durchgeführt.

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