Ein Viertel der Mäster kommt ohne Antibiotika aus

Rund 24 % aller im QS-System erfassten deutschen Schweinemäster setzt überhaupt keine Antibiotika ein. Das zeigen erste Auswertungen des von der Qualität und Sicherheit GmbH seit September 2012 durchgeführten Antibiotika-Monitorings bei Mastschweinen.

Rund 24 % aller im QS-System erfassten deutschen Schweinemäster setzt überhaupt keine Antibiotika ein. Das zeigen erste Auswertungen des von der Qualität und Sicherheit GmbH seit September 2012 durchgeführten Antibiotika-Monitorings bei Mastschweinen, die QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff am Donnerstag letzter Woche während der QS-Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main präsentierte. Rund 24.800 Mastschweine haltende Betriebe speisen zurzeit ihren Antibiotikaverbrauch in die QS-Datenbank ein. Die Eingabe erfolgt durch 1.324 bei QS als Systempartner registrierte Tierärzte. Bis jetzt wurden 23.785 Belege für Mastschweine erfasst.

Als Maß für die Intensität des Antibiotikaeinsatzes dient der so genannte Therapieindex. Er errechnet sich aus der Zahl der behandelten Tiere multipliziert mit der Zahl der Behandlungstage und der Anzahl eingesetzter Antibiotika, geteilt durch die Gesamtzahl der Tiere. Der Therapieindex ermöglicht einen Vergleich des jeweiligen Betriebes mit dem Durchschnitt aller bei QS erfassten Schweinemäster.

Im Schnitt der letzten sechs Monate wiesen die QS-Mastbetriebe eine Therapieindex von 6,2 auf. Bei 39 % der ausgewerteten Schweinemäster liegt der Index derzeit zwischen 1 bis 5, bei 17 % aller QS-Mäster zwischen 5 und 10 und bei immerhin 20 % aller Mäster übersteigt der Index den Wert 10.

Künftig sollen Tierhalter und Tierarzt einmal pro Quartal eine Rückmeldung zum Antibiotikaeinsatz in ihrem Betrieb erhalten. Bei erhöhtem Index werden gemeinsam mit dem Tierarzt Maßnahmen ergriffen, um eine Reduktion der verbrauchten Antibiotikamengen zu erreichen. Dazu wird über eine Kategorisierung der Betriebe diskutiert, ähnlich wie beim QS-Salmonellenmonitoring. (lh)        

Weitere Zahlen und Stellungnahme von Friedrich Ostendorff dazu:
QS legt Daten zu Antibiotikaeinsatz vor (24.5.2013)                                                       

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