Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration

Isofluran: Grünes Licht für Narkose durch Landwirte

Landwirte und sachkundige Personen sollen die Narkose nach einer Schulung ohne den Tierarzt durchführen dürfen. Jetzt muss noch der Bundesrat zustimmen.

Die Kastration männlicher Ferkel unter Isoflurannarkose durch den Landwirt hat jetzt die nächste Hürde genommen. Das Bundeskabinett hat am 31. Juli 2019 der sogenannten Ferkelbetäubungssachkundeverordnung (FerkBetSachkV) zugestimmt. Allerdings hat die Bundesregierung noch kleine Änderungen vorgenommen.

Geregelt werden in der Verordnung neben Vorschriften zu den Narkosegeräten und dem Verfahren der Ferkelkastration insbesondere die Bestimmungen zum Sachkundenachweis.

Die Narkose mit Isofluran darf nur von Personen mit Sachkundenachweis durchgeführt werden. Voraussetzungen dafür sind mitunter die Vollendung des 18. Lebensjahres, eine Fachausbildung oder ein einschlägiges Studium oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung im Umgang mit Ferkeln. Für den Nachweis müssen sowohl ein theoretischer Lehrgang als auch eine Praxisphase mit Prüfung absolviert werden. Das Schulungsmaterial für die Lehrgänge wird derzeit erarbeitet.

Jetzt muss allerdings noch der Bundesrat der FerkBetSachkV zustimmen. Dies ist für den 20. September 2019 geplant. Vorgesehen ist, dass die Verordnung spätestens am 16. Dezember 2019 in Kraft tritt.

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Artikel geschrieben von

Caroline Jücker

Volontärin Schweinehaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Manfred Sommer

Isofluran

Ich hatte das Thema diese Woche mit meinem Tierarzt diskutiert. Er meinte der Leberschaden ist Garantiert bei der Anwendung. Man kann eine Kontamination für den Anwender nicht verhindern!

von Heinrich Albo

Boykottieren

von Gerhard Schupp

Nicht wir

Wenn die Isofluran Narkose so problemlos und auch nicht übermässig teuer und vor allem auch nicht des Landwirts Gesundheit übermässig belastet,(da dieser eh schon Amoniak ,Staub und sonstige Schadstoffe gut verträgt)nach Sichtweisse des Hoftierarztes und Ferkelhändlers bin ich der Meinung : Der Tierarzt soll doch selbst kastrieren und direkt mit dem Händler abrechnen ,dann sind auch wir dabei. Ansonsten Immunkastration,um Gottesnahmen muss dann halt auch der Mäster mal etwas selbst machen und bezahlen.Warum nicht ein Verfahren das von wissenschaftlicher Seite empfohlen wird??

von Andreas Demann

Über die Risiken durch Isofluran bezüglich Krebs und Lebererkrankungen für den Anwender wird weder von Top Agrar noch von den Landwirtschaftlichen Krankenkassen und den Berufsgenossenschaften gesprochen. Frei nach dem Motto "Scheiß auf den Landwirt Hauptsache dem Tier geht es vermutlich besser" Geredet wird hier nur über die nächste Hürde. Einfach nur noch Lächerlich.

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