Nährstoffeffizienz

LfL startet neuen Arbeitsschwerpunkt „Nährstoffhaushalt“

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) will durch einen institutsübergreifenden Austausch Schwachpunkte in Nährstoffkreisläufen aufdecken und gesamtbetriebliche Lösungsansätze für die Praxis entwickeln. Im Schweinestall sieht die LfL in einigen Bereichen Optimierungspotenziale.

Die LfL hat den gesamtbetrieblichen Nährstoffkreislauf als neuen Arbeitsschwerpunkt in den Blick genommen. Als erster Schritt der Analyse würden alle Prozesse und Vorgänge mit Nährstoffen betrachtet, um einen Saldo zwischen Nährstoffzugang und -abgang berechnen zu können. Auf der Basis dieser Werte beurteilten die Experten die Nährstoffeffizienz von landwirtschaftlichen Betrieben, erklärte die Behörde in der vergangenen Woche in Freising.

Die Effizienz im Nährstoffkreislauf nutze Umwelt und Betrieb in gleichem Maße, betonte die LfL. Der institutsübergreifende Austausch decke die Schwachpunkte in Nährstoffkreisläufen auf und ermögliche gesamtbetriebliche Lösungsansätze für die Praxis. Die Forschung des Arbeitsschwerpunktes zeige Wege und Optimierungsmöglichkeiten der Nährstoffflüsse sowie deren Verflochtenheit im gesamtbetrieblichen Nährstoffhaushalt auf. Laut LfL werden im Projekt „demonstration farms“ die einzelbetrieblichen Nährstoffkreisläufe für Stickstoff und Phosphor von 22 schweinehaltenden Betrieben in Bayern über zweieinhalb Jahre erfasst und analysiert. Die ersten Ergebnisse verdeutlichten, dass die Vorschriften der novellierten Düngeverordnung und der Stoffstrombilanzverordnung für die schweinehaltenden Veredlungsbetriebe eine große Herausforderung darstellten. Die Einhaltung der tolerierten Bilanzüberschüsse zwinge die Betriebsleiter dazu, den gesamtbetrieblichen Nährstoffkreislauf zu optimieren und die Nährstoffeffizienz zu steigern.

Im Schweinestall sieht die LfL erhebliche Potenziale im Bereich der Fütterung, der Futterverluste und der Wirtschaftsdüngerlagerung. Aber auch im Ackerbau gebe es Ansatzpunkte, um die Schweinefleischerzeugung insgesamt nährstoffeffizient und nachhaltig zu gestalten, zum Beispiel bei der Ausbringung der Wirtschaftsdünger, dem Einsatz von Mineraldünger, der Fruchtfolge und bei der Sortenwahl.

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