Schwanzspitzen für die Diagnostik nutzen

Um zu testen, ob eine Sauenherde PRRS-stabil ist, werden bei den Ferkel wiederholt Blutproben gezogen. Schonender geht es anhand von Gewebeflüssigkeit, die aus kupierten Ferkelschwänzen gewonnen wird.

In PRRS-Problembetrieben ist es sinnvoll, wiederholt Blutproben bei einer größeren Anzahl von Saugferkeln zu ziehen und im Labor zu untersuchen. So kann man feststellen, ob die im PRRS-Geschehen so entscheidenden, vorgeburtlichen Infektionen noch stattfinden oder ob die Herde PRRS-stabil ist. Die Probennahme ist jedoch zeitaufwendig und belastet die Tiere.

Boehringer Ingelheim testet deshalb zurzeit ein neues Diagnostik-Tool. Dazu werden von fünf bis zehn Würfen die kupierten Schwanzspitzen und von den männlichen Ferkeln die entfernten Hoden in einem Plastikbeutel gesammelt. Im Beutel befindet sich zudem ein Gazetuch, das das Organmaterial zurückhält. Im unteren Teil des Beutels sammelt sich Gewebeflüssigkeit, in der sich das Virus sehr zuverlässig nachweisen lässt.

Wird im Betrieb nicht kastriert, kann man die Schwanzspitzen im Beutel kurzzeitig einfrieren und wieder auftauen. Dadurch erhöht sich die Flüssigkeitsausbeute. Die Erregerbestimmung erfolgt per PCR und kostet etwa 25 € pro Sammelprobe.

Artikel geschrieben von

Henning Lehnert

Redakteur Schweinehaltung

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