Schwarz fordert Verdopplung des Schweinepreises

Der Deutsche Bauernverband fordert eine drastische Erhöhung der Preise für Schweinefleisch, da sonst wegen der neuen Tierschutzauflagen vielen Schweinemästern der Bankrott drohe.

Der Deutsche Bauernverband fordert eine drastische Erhöhung der Preise für Schweinefleisch, da sonst wegen der neuen Tierschutzauflagen vielen Schweinemästern der Bankrott drohe.
 
"Schweinefleisch müsste für die Verbraucher fast doppelt so teuer werden, damit wir die Tierschutzvorgaben wie die Kastration von Ferkeln unter Narkose oder deutlich mehr Platz für die Sauen erfüllen können - ohne bankrottzugehen", sagte Veredelungspräsident Werner Schwarz in der Rheinischen Post.  Damit würde nicht mehr Geld verdient, sondern nur der Standard gehalten.
 
Schwarz monierte laut dpa, viele Menschen wünschten zwar eine bessere Haltung der Schlachttiere, seien aber oft nicht bereit, dafür mehr Geld auszugeben. "Die Menschen wünschen sich die frei laufende Sau unter dem blühenden Apfelbaum - können oder wollen das aber oft nicht bezahlen.“ Der Landwirt ist überzeugt, dass die Kunden keinen Mehrwert empfinden, wenn sie für weniger Fleisch mehr Geld bezahlen sollen. Sie würden für sich direkt keinen Nutzen sehen.
 
Kritik im Netz
 

Tweet von Klaus Müller (Bildquelle: Twitter)

Kritik an diesen Aussagen kam daraufhin von Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Bei Twitter schrieb er: „Kein Mehrwehrt und keinen Nutzen proklamieren, aber doppelten Preis für Schweinefleisch fordern? genauso, lieber Bauernverband, ruiniert man sich selber und gefährdet den Erfolg des Tierwohllabels. Schade!“
 
Und bei SPIEGEL Online kommentiert Leser ex rostocker: „Eine Verdoppelung der Schweinefleisch-Preise führt in die Irre: Die Schweinemäster würden einfach die Produktion verdoppeln, wenn sich mit Schweinen wieder Geld verdienen ließe. Die Schweineställe würden bis zur letzten Ecke gefüllt mit allen negativen Folgen für den Tierschutz. Nein - die Lösung kann nur über die Qualität kommen, und das hat der Verbraucher in der Hand.“ Ein anderer fragt, was mit dem freien Markt sei. „Wurde seit gestern die sozialistische Plan-Preis-Feststellung wieder eingeführt? Wen der Produktionspreis am Markt nicht realisierbar ist schlage ich die Abwicklung der industriellen Produktion vor.“
 
mcbarby indes stellt fest: „Weil der Verbraucher nicht mehr bezahlt, sind die Tierproduzenten gezwungen, die Tiere nicht artgerecht (…) zu halten! Der böse böse Verbraucher zwingt den Erzeuger ja dazu. Und selbstverständlich würden höhere Einnahmen sofort in des Tieres Wohl umgesetzt. (…) Es ist ja so einfach, dem Verbraucher die Schuld in die Schuhe zu schieben, dann braucht man eigenes Fehlverhalten nicht zu beleuchten.“
 
Pixopax merkt bei SPIEGEL Online an, dass Lidl den Test gemacht und festgestellt habe, dass sich die Kunden nur am Preis orientieren. Der sei ruiniert und lasse sich nicht mehr erhöhen. Dank Überproduktion und Abwälzen der realen Kosten an den Steuerzahler. „Selbst Schuld liebe Bauern.“
 
Ein anderer Leser kritisiert, dass die Bauern immer häufiger nach Geld rufen würden, zuletzt nach Dürrehilfen. Was denn als nächstes käme, finanzielle Hilfe, weil zunehmend Glyphosat verboten werde? Und vitalik schreibt: „Ein nicht unerheblicher Teil des Fleisches wird doch für den Export produziert. Deutschland produziert mittlerweile Fleisch für die ganze EU. Ist es bei diesen riesigen Mengen, die in die ganze Welt/EU verkauft werden nicht ein bisschen komisch, dass der deutsche Konsument als die Rettung verkauft wird. Weiterhin ist es doch so, dass die Auflagen für alle Züchter gelten und somit werden die Preise doch automatisch steigen.“
 
Ähnlich sieht es thrust26: „Die Bauern stehen im Wettbewerb miteinander, für alle gelten dieselben Regeln. Wenn also ein verdoppelter Preis notwendig wäre, warum sehen wir den dann nicht? Die Aussage des Bauernverbandes ist allzu offensichtlich völlig übertrieben. Damit macht man sich lächerlich und schadet der eigenen Sache.“ Ein anderer fragt, ob die Deutschen anscheinend die Exporte subventionieren sollen…

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Bernd Müller

Sorry Herr Niemann

von Ihnen hätte ich eigentlich erwartet, dass Sie den Beitrag richtig lesen können...

von Eckehard Niemann

Bauernvertretung??!

Der Bauernverband fordert nicht etwa höhere Erzeugerpreise für seine Mitglieder, sondern bezeichnenderweise höhere Fleischpreise für die Schlacht- und Fleischkonzerne, in deren Gremien viele Bauernverbands-Funktionäre lukrative Posten besetzen. Die fadenscheinige Begründung dieser Ernährungsindustrie-Fixiertheit: Im Rahmen einer „Wertschöpfungsketten-Partnerschaft“ würden die Konzerne ihre höheren Erlöse schon an die anliefernden Landwirte „durchsickern“ lassen…

von Eckehard Niemann

Landwirte kritisieren Präsident Schwarz

https://www.bauerwilli.com/ich-verstehe-es-nicht/

von Gerd Uken

Sorry

Nicht Euthanasie sondern Narkotisieren!!!

von Gerd Uken

Nein Herr Müller

Auf Nachfrage auch auf einen Schweinebauern u. Tierarzt und im übrigen ist Eutanesie durch den Landwirt in Deutschland verboten -obwohl es woanders in Europa erlaubt ist. Wettbewerbs Nachteil. Das ganze ändert aber nichts am Preis den der Ferkelerzeuger haben müsste oder aber es ist politisch gewollt bestimmte Formen der Landwirtschaft auszumerzen.

von Bernd Müller

Ok Herr Uken

und Sie verlassen sich also auf die Aussage eines einzelnen Landwirts in einem Bericht in Funk und Fersehen...

von Gerd Uken

Herr Müller das war in einem

Fernsehbericht mit einem Sauenhalter auf NDR3 der hat das gesagt aber hier gibt’s noch einen Link auch wenn der von den Grünen ist bringt er die Dache auf den Punkt mit der Dürre https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-morgenecho-interview/audio-ernte-ausfall-bauern-unterstuetzen---aber-richtig-100.html

von Bernd Müller

Herr Uken

mir geht es in diesen Diskussionen darum, dass hier wenigstens mit Fakten diskutiert wird. Es reicht wenn 99% der Bevölkerung etwas zur Landwirtschaft sagen obwohl sie keine Ahnung davon haben! Auch hier werden so viele Halbwahrheiten oder sogar Unwahrheiten verbreitet und das nervt!!! Bitte erst richtig informieren bevor man etwas kommentiert. Ich weiß auch nicht wie hoch die Kosten sind, aber „ich habe mal gehört“ geht gar nicht!!

von Gerd Uken

Stimmt das nicht mit den 8€/ Ferkel?

Dann müssen sie mal in die Mediathek des NDR gehen. In einem globalen Markt gilt doch das Angebot - Nachfrage Prinzip und der bestimmt den Preis, abgesehen von den Hauspreisen bei Vion. Wenn ich mich als Milcherzeuger hinstelle und fordere 50 Cent dann wurde man bislang als Traumtänzer da gestellt. https://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/n-tv_mediathek_videos_wirtschaf/Wir-muessen-in-den-Bereich-Richtung-50-Cent-kommen-article20582687.html Da wird es auch erklärt warum wir so niedrige Erzeugerpreise bekommen.

von Bernd Müller

Schon falsch Herr Uken!!!!

„ ich meine mal gehört zu haben“....

von Bernd Müller

Herr Kleensang

bitte nur Wahrheiten in den Diskussionen verbreiten! Der BV hat sich nie gegen höhere Preise ausgesprochen!! Es gibt nun mal unterschiedliche Meinungen wie der langfristig richtige Weg ist um eine Landwirtschaft zu schaffen, die nachhaltig auch ohne Subventionen auskommt. Das man in Extremsituationen wie dieses Jahr Hilfen braucht , ist ja wohl die Forderung vieler Vertreter der Landwirtschaft. Nicht nur des Bv

von Rudolf Rößle

Problem

ist, dass erzeugte Nahrungsmittel nicht so betrachtet werden wie Arzneimittel oder Pflanzenschutzmittel. Machen wir in einer türkischen Apotheke und in einer deutschen den Preisvergleich mit den selben Mitteln. Da staunt man nur noch Bauklötze. Fragt mal eure Nachbarn, die Medikamente gebraucht haben oder sich billig im Ausland damit eindecken. Es muss ein Produktionsindex in Zukunft eingeführt werden, der ganz legal Zuschläge ermöglicht ohne dass Schlachtunternehmen oder Molkereien mauern können. Der würde auch beim Verbraucher akzeptiert werden, wenn die Erzeugung nach bestimmten Gütesiegeln festgelegt ist.

von Gerd Uken

Ich meine in einem Interview

Gehört zu haben das die Kastration mit Narkosemittel u. Tierarzt 8€/Ferkel kosten soll , dann frag ich mich wofür der Verbraucher dann das restliche zahlen soll? Futter ist sicherlich auch teurer. Wenn Schweinefleisch dann so teuer werden sollte, freut es doch die Nachbarn, die verdoppeln dann doch sicher ihre Ställe?!

von Matthias Zahn

Ich schmeiß mich weg!!!

Bei der Milch heist es der Markt funktioniert und höhere Preise sind dem Verbraucher nicht vermittelbar. Wenns aber ums eigene Hemd des Herrn Schweinebauern mit seinen 4500 Schweinen geht, da ist Zahltag angesagt! 10 ct (30 %) bei der Milch ist nicht drin und bei den Schweinen soll es gleich eine Steigerung um 100% sein! Das ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten!!!!

von Detmar Kleensang

Mal wieder falsch verstanden…

Es geht nicht um Schwarz und auch nicht um den Bauernverband per se, sondern um die Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Bauern! Da ist es mir völlig egal, wer in Person oder welcher Verband: Es hat NICHT mit zweierlei Maß gemessen zu werden und eine Verbandspolitik und Interessenvertretung MUSS konsequent sein! Wir alle brauchen höhere Preise. Ob nun bei Milch, Schwein oder Getreide. Investitionen gehen nur noch auf Kredit, so man noch einen bekommt. Nötige Investitionen in Erhalt und Modernisierung von Technik und Tierwohl werden aufgeschoben, weil die Einkommen die Kosten nicht decken. Und alle Jahre wieder werden Staat und Steuerzahler angepumpt zu helfen. DAS kann es doch wohl nicht sein, oder? Was ist das für eine Interessenvertretung, die sowas gut findet? Und wenn der Bauernverband jahrelang den Milchbauern vorhält, ihre Forderungen nach höheren Preisen wären absurd, sie sollten sich endlich am Markt behaupten wie es die Schweinehalter schon lange tun, UND DANN Preiserhöhungen für die Schweine fordert während er im gleichen Satz sagt, Preiserhöhungen für Milch wären immer noch nicht angebracht, weil er dort „keinen Mehrwert sähe“, dann ist das eine Ungleichbehandlung allerübelster Sorte! Das der Bauernverband derlei unverschämtes äußert und das es Werner Schwarz war, der dies im Fernsehen kundgab, dafür kann ich nichts, bin ich nicht verantwortlich, lasse ich mich nicht für in Haft nehmen. Es ist ganz egal, wer solch eine abartige Interessenvertretung von uns Bauern an den Tag legt: Wer als hochrangiger Verbandsfunktionär einer „Interessenvertretung aller Bauern“ einen derartigen Keil zwischen die landwirtschaftlichen Sparten treibt und unterschiedliche Verbandspolitik für Schweine- und für Milchviehhalter treibt wie es Werner Schwarz hier nun zufällig getan hatte, der hat seinen Posten zu räumen! Soll er als Schweinehalter sich doch dem Markt stellen. Besser und billiger produzieren oder seinen Laden dicht machen, wie er es anderen Bauern auch empfohlen hatte. Wenn er das nicht will oder nicht kann und lieber Preiserhöhungen fordern möchte, dann hat er davon keine einzige landwirtschaftliche Sparte auszunehmen! Es ist wie es ist und wie er es vor laufender Kamera gesagt hat für jeden in der ganzen Welt nachzuprüfen: Selber für Schweine Preiserhöhungen fordern, bei der Milch aber keinen „Mehrwert“ für Preiserhöhungen sehen, ist schlicht ein Unding par excellence! Er hat es so gesagt, ihm fällt es überall in der Bevölkerung auf die Füße. Und uns Bauern gleich mit, was das wahrlich schlimme ist. Und das wäre Lucht, Rukwied, Schaber oder egal wem ganz genauso ergangen!

von Thomas Egolf

Am Sonntagabend bei Anne Will, Thema: Klima (Landwirtschaft, Hauptverursacher)

Als Gast unteranderem auch ein Herr Schwarz, Vertreter für die Landwirtschaft! Nichts, aber auch Garnichts! Kein Aufklären, kein Widerspruch gegenüber der grünen Vertretung Annalena Baerbock! Diese Baerbock, hat mit Hilfe eines (staatlichen) Klimagurus, die anderen Diskussionsteilnehmer regelrecht vorgeführt!

von Bernd Müller

Viele Kommentatoren hier

haben nur ein persönliches Feindbild: Werner Schwarz! Es geht ihnen nicht um die Sache sondern die BV -Spitze in ein schlechtes Licht zu rücken! Der Verband ist nicht Schwarz allein sondern die gewählte Spitze eines Berufsverbandes. Ich erinnere nur an den TA Bericht über die Bikeraktion einiger Vertreter aus Sh und Bayern. Dort wurde von einigen Kommentatoren sinngemäß gesagt: super Aktion, aber warum kommen solche Aktionen nicht von der BV Spitze? Herr Lucht ist übrigens stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bv sh...

von Bernd Müller

Herr Seeger in Herr Daiber

...dem ist nichts hinzuzufügen!

von Gerd Uken

Teil 2

Friesland Campina übernimmt zum 1.9 Beest Cheese um die USA mit Dipps zu versorgen........ Also die Molkereien müssen ja noch was in der Portokasse haben?!

von Forst Genossenschaft Hardegsen

Der nächste Supergau des DBV - Oder wie man seine Glaubwürdigkeit immer weiter selbst zerstört

Ja, man könnte als Bauer mal jubeln, solche Worte aus dem Munde eines DBV-Präsidenten zu hören. Aber wie heißt es so schön: "Wer einmal lügt ....". Dazu wie Herr Ilchmann richtig sagt: Eine Erhöhung der Erzeugerpreise hätte Schwarz fordern müssen, nicht Verbraucherpreise. Da macht sich vor allem die Industrie wieder die Taschen voll, wenn es denn so kommt und den Bauern lastet es man an. Aus Sicht der Industrie sehr geschickt. Aus Sicht von uns Bauern ist diese Forderung eher ein Bärendienst. Mag sich jeder selber überlegen für wen Schwarz gesprochen hat. Vor ein paar Tagen hat er nämlich in Richtung Milcherzeugern noch getönt: "Wenn Sie von Ihrem Betrieb nicht leben können, dann müssen Sie sich überlegen wie Sie Ihren Betrieb weiterentwickeln, um davon leben zu können. Der Markt funktioniere gut und bestimmt den Preis. Wer höhere Preise fordert muss für den Bürger auch einen Mehrwert begründen. Herr Schwarz, ich glaube Ihnen nichts mehr! An einer Stelle haben Sie definitiv gelogen! * * * https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Kein-Futter-Bauern-muessen-ihre-Kuehe-schlachten,duerre174.html * * * Und immer auf der Tour rumreiten, die Journalisten hätten Aussagen falsch interpretiert. Dass lasse ich bei den hoch dotierten DBV-Präsidenten nicht gelten. Entweder sie wissen was sie sagen, dass es richtig interpretiert wird, oder sie sind vollkommen fehl am Platz.

von Gerd Uken

@ Müller

Hier mal der Link vom NDR: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Duerre-Milchbauern-gehen-Futtervorraete-aus-,shmag55864.html Da kann er nicht bestreiten was er gesagt hat oder heißt es hier auch wieder:“aus dem Zusammenhang gerissen“?? Das es so wie es jetzt ist nicht weitergehen kann müsste auch dem letzten klar werden. Wachsen oder Weichen war die Devise....... und freier Markt was ist das? Schlachtereien machen Hauspreise und unsere Molkereien??

von Hermann Freese

Wolfgang Daiber

danke für Ihren Kommentar! Ich habe das Interview nicht gesehen und nur diesen Artikel gelesen, aber wenn ich das so tue dann verstehe ich Schwarz so: Fleisch müsste" mehr (das Doppelte?) kosten, damit die Betriebe die Standards umsetzen können. Das ist nach meinem Verständnis erstmal keine Forderung sondern eine Beschreibung der Situation. So als würder der BDM sagen: Milch muss 40 Cent kosten, damit wir kostendeckend arbeiten können. Wenn ich das nun richtig verstehe, ist das doch erstmal nicht falsch oder? Zumal eines auch ganz klar ist: Schweinefleicherzeugung ist bezüglich der Inputfaktoren wesentlich externer (keine teuren oder nicht teuren Landmaschinen, keine teuren oder eben nicht teuren Pachten). Ob Fleisch oder Milch nun aber tatsächlich mehr oder das Doppelte kosten MÜSSTEN, muss wohl der Markt entscheiden. Entweder es hören Betriebe auf und der Preis wird über die Nachfrage steigen oder es geht eben doch zu diesen Preisen zu Produzieren. Wenn Fleisch nun das Doppelte kostet (wie auch immer gelenkt), dann würde die Schweinehaltung zunehmen und Fleisch müsste über das Mehrangebot eigentlich (noch) billiger werden.

von Harald Finzel

Hat eigentlich jemand weiter gelesen als bis zum Ende der Überschrift?

Dem TopAgrar-Artikel und auch dem Original-Artikel der Rheinsichen Post lässt sich nicht entnehmen, dass Herr Schwarz eine Verdoppelung *gefordert* hätte. Sonern nur dass er gesagt hätte, dass die Verbrauchervorstellungen eine Verdoppelung des Schweinepreises nötig machen würde. Der Rest scheint der journalistischen Phantasie bei der Rheinischen Post entsprungen zu sein: https://rp-online.de/politik/deutschland/bauernverband-will-preise-fuer-schweinefleisch-verdoppeln_aid-25107725 (Herr Schwarz und der DBV hätten aber gut daran getan, umgehend eine Richtigstellung des Artkels in der RP zu fordern. Von daher sind sie selbst mitschuld daran, dass BDM und AbL hier gegen sie shitstormen...)

von Gerhard Seeger

@ Wolgang Daiber,...

... dem ist zuzustimmen. Leute, es geht nicht immer nur um Milch, es werden auch Schweine produziert. Die Benennung einer konkreten Größe ist erstmal nichts verwerfliches. Und wenn der Bürger statt 11 nunmehr 20% seines Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben müsste dann wäre das der Qualität und Güte unserer Produkte sicher gerecht. Auch Herrn Schwarz ist bewußt dass seine Forderung nicht umgesetzt wird, aber angesichts der Tatsache dass bei der ITW eine Deckelung der Zuwendungen pro Tier nach unten stattfand bei gleichen, z.T. höheren Anforderungen an die Haltung muß auch mal gesagt werden was eigentlich nötig wäre wenn man eine bestimmte Form von Tierhaltung incl. eines ausufernden Bürokratismus forciert.

von Wolfgang Daiber

Appell !!

Liebe Kollegen so wird das nichts! Wenn ihr meint ihr könnt hier ein Kleinkrieg führen zwischen dem BV und dem BDM oder zwischen Schweinehalter und Milchviehhalter dann macht weiter so. Ich glaub es nicht, anscheinend ist der Leidensdruck in den Betrieben noch nicht groß genug. Jetzt wäre die Situation vorhanden ,wo man der Bevölkerung plausibel machen kann ,daß es so nicht weiter geht, und was machen "manche Kollegen"nur nach dem eigenen Vorteil schauen Leute Hirn einschalten

von Willy Toft

Kostendeckende Preise brauchen wir alle, und nicht noch mehr ungedeckte Auflagen!

Ob bei den Schweinen, oder bei der Milch, der hohe Aufwand für Auflagen und Vorgaben werden den jetzigen Erzeugerpreisen nicht gerecht! Wir werden immer wieder Produktionsweg kennen wir schon. Man kann uns nicht mehr weiter auspressen, wir haben gerade in letzter Zeit schon genug erlebt, und die Trockenheit fordert auch noch seinen Tribut!

von Bernd Müller

Komisch

Eine Forderung des BDM nach 50 Cent wird nicht kritisiert, aber was der DBV fordert ist grundsätzlich erstmal falsch und nur Eigeninteresse....

von Bernd Lohse

Vollkommen daneben!

Der Bauernverband ist es der seine Bauern mehr und mehr ins abseits drängt und sich selber dabei gerne die Taschen füllen würde.

von Gerd Schuette

In liberalisierten und globalisierten Märkten hat der Standort mit den niedrigsten Restriktionen und Standards Vorteile und bestimmt den Preis. Will man da raus, so geht das entweder über Alleinstellungsmerkmale, die auch vom Markt honoriert werden, oder über eine Abschottung des Marktes (Außenschutz). Höchste Standards, ständig neue Auflagen und die damit verbundene unsichere Zukunft, so wie Weltmarktpreise gehen nicht zusammen.

von Detmar Kleensang

Da kann Schwarz noch so schwarz und grimmig gucken auf dem ZDF-Foto...

Diese seine Meldung war ein Faustschlag in den eigenen Magen und ein weiterer mächtiger Hieb gegen seinen eigenen Bauernverband. Die Stimmen aus der Öffentlichkeit, hier von der Redaktion anteilig wiedergegeben, zeigen ein deutliches Bild auf: Völliges Unverständnis bis hin zu rigoroser Ablehnung solch dreister Forderungen. Zu Recht, wie ich finde. Das ganz persönliche Eigeninteresse wurde mehr als offensichtlich. Schwarz ist selber Schweinehalter und eigenen Angaben stolz darauf, mit all seinen Kollegen zusammen am Markt angekommen zu sein, auf dem man sich behaupten müsse. Davon hat er nun offentlich genug, weil er es nicht schafft, und fordert von der Öffentlichkeit. Wie der Bauernverband immer wieder den "freien Markt" lobpreist und bei jeder Gelegenheit die Öffentlichkeit um Geld anbettelt, damit die Bauern weiter "erfolgreich am freien Markt" agieren können. Ich habe es seit Jahren schon gesagt: Die Öffentlichkeit macht solch Doppelzüngigkeit, solch Widersprüchlichkeit, solch Vollkaskomentalität nicht mehr lange mit. Diese Verbandspolitik wird sich irgendwann rächen. Das Dumme daran ist: Wir Bauern allesamt an der Basis, wir werden die Dummen sein, die sich im Kontakt mit dem Verbraucher für solch verfehlte Öffentlichkeitsarbeit rechtfertigen müssen. Und wieso eigentlich jetzt plötzlich diese Forderung nach einer Verdoppelung der Schweinepreise? Wo sieht Herr Schwarz den "Mehrwert", der diese Forderung rechtfertigen würde? In der Umsetzung von mehr Tierwohl, sprich der Umsetzung der Initiative Tierwohl, vom Bauernverband selber ersonnen und auf den Weg gebracht etwa? Soll heißen: Der Bauernverband selber verteuert die Produktion, die nicht entsprechend am Markt vergütet wird und fordert dann mehr Geld von der Öffentlichkeit? Geht's noch? Hätte der Bauernverband nicht die Produktion selber verteuert gäbe es keinen Mehrwert, der jetzt zusätzlich bezahlt werden müsste. Selber Schuld! Und was ist mit all den Investitionen zum Tierwohl etwa in der Milchviehhaltung? Da sieht Herr Schwarz laut Fernseh-Interview keinen Mehrwert, der eine Preissteigerung rechtfertigen würde? Hallo? Durch solche Doppelmoral fällt immer mehr auf, wie sich der Bauernverband ohne Not immer weiter selbst in die Sch... reitet. Und wir Bauern an der Basis sind es, die dadurch das noch gute Ansehen in der Öffentlichkeit nach und nach mehr verlieren. Schädlicher für den Berufsstand kann man nicht mehr auftreten. Herr Schwarz hat als DBV-Vizepräsident alle Bauern und alle landwirtschaftlichen Sparten gleichermaßen zu vertreten! Wenn er dies nicht kann oder nicht will, dann muss er zurücktreten!

von Ottmar Ilchmann

Wessen Interessen werden vertreten?

Warum fordert Herr Schwarz eine Verdoppelung des Verbraucherpreises? Betreibt er das Geschäft der Handelsketten oder der Verarbeiter/Schlachtereien? Als Bauernvertreter müsste Herr Schwarz eine starke Erhöhung des Erzeugerpreises fordern!

von Gerd Uken

Der Herr Schwarz wird mir immer sympatischer

Erst den Mehrwert über einen Preis bei der Milch nicht anerkennen zu wollen u. Jetzt den Schweinepreis verdoppeln, dadurch bekämen sicherlich auch die Ferkelerzeuger einen besseren Erlös. Wo lebt der eigentlich? Wir haben dichveinen globalen Markt wie will er den denn jetzt abschotten? Bei der Milch geht es doch auch nicht. Wieder ein Sommerlochbrüller von ganz besonderer „Schwärze“

von Martin Siekerkotte

Schwarz

Bitte sofort zurücktreten

von Karl-Heinz Mohrmann

Nun herr Schwarz ist selber Schweinehalter. Bei milch sieht er allerdings auch mit der dürre absolut keine Notwendigkeit für eine milchpreiserhöhung!! Was für ein bauernpräsident...

von Henning Haven

Pauschale Preisverdoppelung völlig daneben

Der Erzeugerpreis müsste sich verdoppeln. Bei gleichbleibenden Handelsspannen würde sich der Verbraucherpreis nur um 20 - 25 % erhöhen . Aber dann würde der Handel wieder richtig zuschlagen, und seine Spanne auch verdoppeln.

von Hans Nagl

Wieso jetzt bei den Schweinen.

Herr Schwarz bei Milch sehen sie doch keinen Grund für Preiserhöhung und keinen Mehrwert für den Verbraucher. NDR Interview.

von Steffen Hinrichs

Wir brauchen auch bei der Milch kostendeckende Preise

Und dank des Milchmarkerindexes können wir vom BDM es dem Verbraucher immer berechnen und vermitteln . So bleiben wir dem Verbraucher gegenüber seriös und nicht überschwänglich !

von Jürgen U. Elke Dippel GbR

Die ganzen Umfragen haben doch ganz klar gezeigt daß der Verbraucher bereit ist für mehr Tierschutz zu zahlen,mehr Tierschutz ist und wird umgesetzt also jetzt ist Zahltag fertig aus ...

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