Veredlungsgipfel: Branche macht Druck auf Klöckner Premium

Vertreter der Ernährungs- und Veredlungswirtschaft fordern, dass das Kanzleramt bei der nationalen Nutztierstrategie die Regie übernimmt.

Die Ernährungs- und Veredlungswirtschaft sorgen sich um ihre Zukunft. Viele Ferkelerzeuger haben bereits signalisiert, dass sie sich aufgrund der gesellschaftlichen Kritik an ihrem Berufsstand und Vielzahl der auf sie zukommenden, teilweise widersprechenden Haltungs- und Umweltauflagen in den nächsten Jahren ganz aus der Produktion aussteigen werden.

Runder Tisch in Hannover

Auf Einladung des niedersächsischen Wirtschaftsministers Dr. Bernd Althusmann fand deshalb am gestrigen Dienstag im Gästehaus der Landesregierung in Hannover ein „Runder Tisch“ zur Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der niedersächsischen Veredlungswirtschaft statt. Aus Berlin war Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner angereist, um mit Dr. Althusmann sowie dem Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, Rainer Beckedorf, und zehn weiteren Vertretern des Agrar- und Ernährungssektors über aktuelle Herausforderungen und Umbrüche in der Branche zu diskutieren. Als Vertreter der Veredlungswirtschaft waren unter anderem der ISN-Vorsitzende Heinrich Dierkes, der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (AEF), Uwe Bartels, und der Chef des Verbandes der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft (NGW), Friedrich Otto Ripke, dabei.

Der Austausch sei konstruktiv gewesen, ließ Althusmann in einer Pressemitteilung verlauten. Es wurde deutlich, dass Landwirtschaft und Ernährungsindustrie einen enormen Strukturwandel befürchten. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner erklärte, dass die gesellschaftlichen Erwartungen an Erzeuger ...

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Umzingelt von Öko: Konventionelle Bauern leiden unter Käferinvasion

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Artikel geschrieben von

Henning Lehnert

Redakteur Schweinehaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Richard Huber

@Hinrich Eckhoff

Es darf nur Fleisch importiert werden, welches nach deutschen Qualitätskriterien erzeugt wurde.

von Rudolf Rößle

Hinhalten

steht jetzt gerade ein Generationenwechsel an, sollte doch eine Planungssicherheit bezüglich des Baurechts bestehen. Sonst tschau Landwirtschaft.

von Johann Schneider

Noch einfachere Lösung

ALLE Bauern halten nur noch die Hälfte an Tieren.Doppelter Platz für die Tiere,halbe Arbeit und halbe Gülle für die Bauern und wahrscheinlich das doppelte Geld in der Börse der Bauern.Die Verbraucher müssten vielleicht 50% mehr zahlen aber das könnten sie durch weniger Verzehr ausgleichen,was gleichzeitig ihrer Gesundheit sehr dienlich wäre.Also win win win win win

von Hinrich Eckhoff

Lösung wäre so einfach...

Die Lösung für die deutschen Ferkelerzeuger(ein paar wenige gibt es noch) wäre so einfach. 1. Grundvoraussetzung zur Teilnahme an irgendwelchen Tierwohlmaßnahmen, es dürfen nur in Deutschland geborene Ferkel zur Mast aufgestallt werden. 2. Nur Ferkel die nach deutschen Recht kastriert werden, dürfen an Tierwohlmaßnahmen und im QS System teilnehmen.

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