Dinkel: Hohe Erträge mit intensivem Anbau Premium

Der Dinkelanbau wird in Süddeutschland immer beliebter. Worauf Sie bei Sortenwahl, Düngung und Pflanzenschutz achten sollten, erläutert Dr. Herbert Siedler, AELF Würzburg. Der Dinkelanbau hat sich in Baden-Württemberg und Bayern seit 2013 mehr als verdoppelt. Das lag an der zunehmenden Nachfrage und den hohen Erlösen (siehe Kasten S. 21 oben). Zudem lässt sich Dinkel relativ gut in einen intensiven Ackerbau integrieren. Das belegen langjährige Anbauversuche, die das Fachzentrum für Pflanzenbau in Würzburg in Zusammenarbeit mit der LfL Freising seit 2007 durchführt. Erträge fast wie bei Weizen:Das Ertragspotenzial von Dinkel oder Spelz-weizen ist fast mit dem von Winterweizen vergleichbar. Fünf Jahre lang wurden die gängigsten Dinkel- und Winterweizensorten an jeweils zwei Standorten in unterfränkischen Landessortenversuchen getestet. Hierbei steht der Versuchsstandort Arnstein für einen mittleren Standort in der Fruchtfolge nach Winterweizen. Giebelstadt repräsentiert einen Gaustandort mit einer Zuckerrüben-Fruchtfolge. Dabei wurden auch die Erträge der regional wichtigsten Dinkelsorte (Franckenkorn) mit denen der wichtigsten E-Weizensorte (Kerubino) auf beiden Standorten verglichen. Franckenkorn brachte im 5-jährigen Schnitt in Arnstein 72,6 dt/ha, in Giebelstadt 84,4 dt/ha. Kerubino drosch 80,3 dt/ha in Arnstein und 92,7 dt/ha in Giebelstadt. Damit lag der Dinkelertrag auf beiden Standorten nur um 10 % unter dem des E-Weizens. Welche Sorten anbauen?Die Sortenunterschiede bei Dinkel sind größer als bei Weizen. Beim Ertrag sind die Interaktionen von Sorte und Standort relativ groß. Deshalb sind die mehrjährigen Ergebnisse der Landessortenversuche der beiden Anbaugebiete in Bayern in Übersicht 1 dargestellt. Die Ertragsspitze nehmen Badenkrone und Filderstolz ein. Im Mittelfeld rangieren Franckenkorn, Zollernspelz und Baden-stern. Divimar schneidet unter den geprüften Sorten am schlechtesten ab. Teilweise anfällig gegen Rost:Noch gravierender sind die Unterschiede in den qualitäts- und wertbestimmenden Sorteneigenschaften (siehe Übers. 2). So zeigten die Sorten im Anbaujahr 2014 eklatante Unterschiede in der Gelbrostanfälligkeit. Hier erwiesen sich Franckenkorn und Zollernspelz als sehr gesund. Besonders in warmen Lagen spielt ...

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